Corona, Fitness, Gesundheit, Markt | Autor: Florian Schmidt |

Die WHO warnt vor Bewegungsmangel und plädiert für mehr Prävention – doch die Studios bleiben zu

Keine Bewegung – nicht nur im Rahmen der Politik und dem anhaltenden Shutdown der Fitness- und Gesundheitsstudios: Alarmierende Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) belegen, warum gerade jetzt gezieltes körperliches Training so wichtig wäre, um sich vor dem Coronavirus, dem wachsenden Bewegungsmangel und diversen Zivilisationskrankheiten gezielt und effektiv zu schützen.

Mehr Bewegung und gezieltes Training: Neue WHO-Guidelines zur körperlichen Aktivität als klares Signal für mehr Prävention.

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Die wichtigsten Fakten in Kürze:

  • Die WHO hat jüngst ihre angepassten Guidelines zur körperlichen Aktivität sowie besorgniserregende Zahlen in puncto Inaktivität veröffentlicht.
  • WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus warnt – auch angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie – vor akutem Bewegungsmangel und dessen Folgen.
  • Große Teile der Bevölkerung bewegen sich laut des Berichts deutlich zu wenig
  • Prävention auf dem Abstellgleis: Negativspirale mit immensen Folgen für die Branche und die Volksgesundheit.
  • Appell zur Wiedereröffnung: Training wieder möglich machen, damit Studios ihrem 'Gesundheits- & Bewegungsauftrag' auch nachkommen können.

Los geht's! Die Hintergründe und Detailinformationen:

„Jede Bewegung zählt“, erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei der Veröffentlichung der neuen WHO-Guidelines.


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Bewegungsmangel auf dem Vormarsch

Angesichts der neuesten alarmierenden Ergebnisse der Weltgesundheitsorganisation bewegen sich mehr als 25 Prozent der Erwachsenen und 80 Prozent der Jugendlichen deutlich zu wenig und erreichen nicht die empfohlenen spezifischen Bewegungsempfehlungen der jeweiligen Alterskategorie.

Kraftraining kommt deutlich zu kurz

Gerade das Kraft- und Muskeltraining kommt – trotz seiner vielen positiven Effekte – häufig zu kurz.

Eine Infografik des WDR auf Basis von aktuellen Forschungsdaten zeigt, dass nur ein Bruchteil der europäischen Bevölkerung hier die spezifischen Empfehlungen der WHO tatsächlich erreicht.

Warum das so ist und weshalb man im Rahmen der Prävention auf gezieltes gesundheitsorientiertes Krafttraining im Fitnessstudio setzten sollte, erfahren Sie hier im SZ-Video.  

Das empfiehlt die WHO

Für Erwachsene empfiehlt die WHO aktuell etwa jede Woche mindestens zweieinhalb bis fünf Stunden moderate körperliche Aktivität: Das sind rechnerisch im Schnitt mindestens 21 Minuten pro Tag. Zusätlich sollte man gemäß den Empfehlungen zwei Mal die Woche die Muskelkraft gezielt trainieren. 

Alle detaillierten Empfehlungen auf einen Blick finden Sie hier in den umfangreichen Guidelines oder durch einen Klick auf das Bild.

Angsichts des anhaltenden Lockdowns gestaltet es sich für große Teile der Bevölkerung aktuell schwierig, diesen Empfehlungen in der Praxis auch effektiv nachzukommen.

In den kalten Wintermonaten fehlen adequate Alternativen und gerade für Mitglieder, die das Training als essenziellen Baustein für ihre Gesundheit dringend benötigen, leiden zunehmend.

Branche kann 'Bewegungsauftrag' nicht nachkommen

Die aktuelle Situation rund um die gesetzlich angeordnete Schließung der Fitness-, Gesundheits- und Freizeiteinrichtungen sorgt, in Kombination mit weiteren Begleiterscheinungen des Corona-Lockdowns (psychischer Stress, zunehmende Inaktivität, Fehlernährung, Quarantäne usw.) für eine Negativspirale, die die weitere Ausbreitung vieler Zivilisationskrankheiten kurz-, mittel- und langfristig begünstigen wird.

Die Studios als professionelle Gesundheitsdienstleister könnten hier einen wertvollen Beitrag für die Volksgesundheit leisten, wenn man sie nur lassen würde.

Regelmäßiges Fitnesstraining beugt vor

Nach Schätzungen der WHO könnten allein in einem Jahr weltweit fünf Millionen vorzeitige Todesfälle verhindert und Krankheits- bzw. Behandlungskosten von rund 54 Milliarden Dollar (45 Milliarden Euro) erheblich gesenkt werden, wenn sich die Menschen etwas mehr bewegen würden.

Diese Erkenntnisse decken sich mit Hochrechnungen internationaler Forscher, die unlängst im British Journal of Sportsmedicine (Br J Sports Med) veröfftlicht wurden. Über die Studie 'The economic benefits of a more physically active population - An international analysis' haben wir bereits 2019 ausführlich berichtet.

Welche milliardenschweren Einsparpotentiale und gesundheitspositiven wie ökonomischen Effekte im Rahmen der Volksgesundheit hier möglich wären, erfahren Sie hier sowie im weiterführenden Artikel von Florian Kündgen (DSSV). 

Bewegen & umdenken: Training im Studio ist wichtig

Angesichts der alarmierenden Zahlen, dem 'Bewegungsappell' der WHO und dem nachweislich geringen Infektionsrisiko in Studios muss sich aber zuerst in der Politik 'etwas bewegen', damit die Branche auch in Corona-Zeiten ihrem Gesundheitsrauftrag langfristig aktiv nachkommen kann.

'Ja' zur mehr Bewegung & gezieltem Fitnesstraining

Fitnesstraining bietet hier, im Vergleich zu anderen Sportarten oder vermehrter Alltagsbewegung, hinsichtlich der zeitlichen Effektivität und den positiven Effekten auf etwa Rückenschmerzen, Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Mellitus, Krebs , Arthrose oder Demenz nachweislich vielfältige Vorteile, wirkt präventiv und stärkt gleichzeitig das Immunsystem.

Lockdown beenden & Prävention wieder möglich machen

Unser gemeinsames Ziel muss es deshalb sein, dass zeitnah wieder möglichst viele Menschen flächendeckend von den positiven Effekten des Fitnesstrainings auf die mentale und physische Gesundheit profitieren können.

Appell für den zeitnahen Restart

Deshalb kann der gemeinsame Appell an alle Entscheider nur lauten: Macht es der Prävention nicht unnötig schwer und macht das Training in den knapp 10.000 Fitness- und Gesundheitsanlagen wieder möglich!

(Lesen Sie auch Albert Buseks Kommentar: 'Fitness mein Lebenselixier: Der Eisenvirus in Coronazeiten')

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