Fitness, DSSV | Autor/in: Prof. Dr. Thomas Wessinghage |

Die Zeichen stehen auf Aufbruch

Rund 500 Einrichtungen mussten ihre Tore schließen und es fehlen noch rund 1,4 Millionen Mitglieder im Vergleich zu Dezember 2019. Der DSSV setzt sich für politische Anerkennung und Unterstützung ein, damit sowas nie wieder passiert. Die Eckdaten 2023 und die FIBO 2023 zeigen eine Aufwärtsbewegung der Branche und sie bewegt sich von einer Randerscheinung zu einer etablierten akzeptierten Branche. 1. Vorsitzender des DSSV, Prof. Dr. Wessinghage, zieht Bilanz und zeigt das Potenzial in seinem Kommentar.

1. Vorsitzender des DSSV, Thomas Wessinghage, geht auf die Erfolge der Branche und die Zukunft ein

Schon die Eckdatenpräsentation Anfang März wies auf den Schwung hin, mit dem die Fitnessbranche ins neue Jahr 2023 gestartet war. Die FIBO in Köln im April 2023 war ebenfalls ein großer Erfolg und unterstrich nochmals die Aufwärtsbewegung.


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Die Branche lebt und die Menschen wollen sich nach zwei Corona-Jahren wieder so bewegen, wie sie es sehr gern tun: mit eigenem Zeitmanagement, im Studio beim Gerätetraining oder in Kursen.

Folgerichtig orientieren sich immer mehr Einrichtungen der Fitness- und Gesundheitsbranche am gesundheitlichen Trend. Wenn Menschen eigenverantwortlich in ihre Gesundheit investieren wollen, schafft die Fitness- und Gesundheitsbranche den passenden und zeitgemäßen Raum dafür. Über 10 Millionen Deutsche sind Mitglieder in Fitness- und Gesundheitseinrichtungen, das ist keine geringe Zahl.

Auf der politischen Ebene bewegen wir uns von einer Randerscheinung hin zu einer etablierten und akzeptierten Branche, auch wenn wir noch einen weiten Weg vor uns haben. Ich selbst durfte im April vor dem Sportausschuss des Deutschen Bundestags über die Auswirkungen der Energiekrise auf die Branche berichten und traf auf echtes Interesse wie auch wohlwollende Kommentare. (Lesen Sie weiter: 'DSSV in Berlin')

Während unseres Parlamentarischen Abends in Berlin konnten wir mit dem DSSV und unseren Bildungspartnern DHfPG und BSA-Akademie als Gastgeber den politischen Dialog fortführen.


Lesen Sie mehr: '7. Parlamentarischer Abend'


Letztlich geht es um die Anerkennung der Leistungen einer Branche, die es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, eigeninitiativ und auf eigene Kosten durch Bewegung und Training in ihre Fitness und Gesundheit zu investieren. Damit werden Krankheitskosten gespart, Arbeitsunfähigkeitstage vermieden, Frühberentungen reduziert.

Alles höchst wichtige Parameter für die Funktionsfähigkeit unseres Staates und unserer Gesellschaft. Systemrelevant sagt man heute dazu.

All das geschieht ohne staatliche Förderung. In Corona-Zeiten fühlte man sich geneigt zu sagen: ohne staatliche Duldung. Denn so gut die einzelnen, mit den lokalen Gesundheitsämtern abgestimmten Hygienepläne auch gewesen sein mögen, sie zählten nicht. Rund 500 Einrichtungen mussten ihre Tore auf Dauer schließen und bis heute fehlen uns rund 1,4 Millionen Mitglieder im Vergleich zu Dezember 2019.

Damit so etwas nie wieder passiert, braucht es politische Anerkennung und Unterstützung. Dafür setzten wir uns mit dem DSSV als Arbeitgeberverband unermüdlich ein.

Wir benötigen aber auch Ihre Unterstützung. Wir agieren auf Bundesebene und haben dort unsere Ansprechpartner. Genauso wichtig ist aber auch die Arbeit an der Basis. Ich möchte Sie an dieser Stelle dazu aufrufen, mit Ihrem lokalen Bundestagsabgeordneten, Landtagsabgeordneten und/oder Landrat zu sprechen und Ihre Anliegen vorzutragen.


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Verweisen Sie dort auf unser Angebot für die Bevölkerung, aber auch auf die gesundheitspositiven Potenziale, die wir für die Gesellschaft realisieren können. Je breiter gefächert der Dialog ist, desto größer werden unsere Chancen auf Erfolg.

Mit großer Zuversicht schauen wir auf die Zukunft unserer Branche, diese Zuversicht ist allerdings abhängig von unserem gemeinsamen Engagement.

Ich freue mich auf den künftigen Dialog mit Ihnen und verbleibe mit sportlichen Grüßen

Ihr Prof. Dr. Thomas Wessinghage

1. Vorsitzender des DSSV e. V.

Mehr zum DSSV: 'DSSV Update 2023', 'Forderung an die Politik' & 'Die Fitness- und Gesundheitsbranche als Problemlöser'

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