Training auf Rezept statt immer nur Tabletten: Neue Gesundheitsempfehlungen für die Schmerztherapie

Das NICE verweist in seinen aktuellen Leitlinien auf die tragende Rolle von Fitness und Bewegung bei chronischen Schmerzen. Warum die Experten ein Umdenken fordern.
Lesezeit: 2 Minuten
Aktuelle Forderungen: Fitnesstraining als fester Bestandteil der Schmerztherapie
Aktuelle Forderungen: Fitnesstraining als fester Bestandteil der Schmerztherapie
Das neue Leitlinienpapier des National Institute for Health and Care Excellence (NICE) fordert: Fitness und Bewegung auf Rezept. Warum gezieltes Training bei unspezifischen chronischen Schmerzen in der Praxis häufig besser ist, als Medikamente und Schmerztabletten, erklärt Direktor Dr. Paul Chrisp.

Das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) appelliert in seinem neuaufgelegten Positionspapier für ein Umdenken im Rahmen der chronischen Schmerztherapie.  


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Bewegung und Fitness statt immer nur Medikamente

Aus Sicht des renommierten britischen Gesundheitsinstitutes sollte chronischen Schmerzpatienten, die unter unspezifischen Symptomen leiden (sog. chronic primary pain), künftig vermehrt auch körperliche Aktivität sowie gezieltes Fitnesstraining verschrieben werden.

Der übereilige Griff in den Medikamentenschrank – mit dem häufig diverse Nebenwirkungen und die Gefahr einer Abhängigkeit verbunden sind – ist laut Dr. Paul Chrisp (Ärztlicher Direktor des NICE) nicht immer der zielführende Weg. „Denn mit Medikamenten und Schmerzpräparaten löst man häufig nicht die Ursachen“, so der Mediziner.


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Fitness für mehr Lebensqualität

Regelmäßige Bewegung und gezieltes Fitnesstraining können aus Expertensicht in vielen Fällen die Schmerzen effektiv lindern und dadurch die Lebensqualität und Selbstständigkeit der Betroffenen langfristig verbessern – und das ganz ohne Nebenwirkungen.

Gemäß den neuen NICE-Leitlinien sollen die entsprechenden Bewegungsangebote künftig auf individueller Basis verschrieben werden und sich nach den spezifischen Bedürfnissen, Vorlieben und Fähigkeiten der Schmerzpatienten richten.


Lesen Sie auch: 'Gesundheitexperten gefragt'


Die Fitness- und Gesundheitsanlagen mit ihrem qualifizierten Fachpersonal (Hier direkt zum umfangreichen Bildungsgebot der BSA-Akademie) und ihren professionellen Angeboten können hier effektive Hilfestellung bzw. Prävention leisten.

Training als elementarer Bestandteil vieler Therapie-Konzepte

Das gesundheitsorientierte Fitnesstraining hilft nicht nur chronischen Schmerzpatienten: Egal, ob in der Prävention bzw. Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz, Parkinson, Krebs, Rückenschmerzen, Adipositas, Diabetes mellitus  und vielem mehr – die vielseitige 'Wunderwaffe' wirkt nachweislich und leistet einen wertvollen Beitrag für die Volksgesundheit.


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