Ernährung, Corona, Fitness, Gesundheit | Autor: Florian Schmidt |

Corona-Sterblichkeit: Typ-2-Diabetes als relevantes Risiko – Prävention kann schützen

Milder oder schwerer Krankheitsverlauf bis hin zum Tod? Der Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion wird durch Vorerkrankungen und diverse Risikofaktoren begünstigt. Britische Forscher haben nun in einer Studie herausgefunden, dass Diabetiker ein deutlich erhöhtes Sterblichkeitsrisiko aufweisen. Ein Grund mehr für eine gezielte Prävention durch Fitnesstraining und gesunde Ernährung. So bieten Sie dem Coronavirus möglichst wenig Angriffsfläche.

Diabetes Typ 2 begünstigt Corona-Sterblichkeit: Warum gerade im mitlleren Alter eine gute Fitness und eine gezielte Diabetes-Prävention so wichtig wäre.

Tödlicher als bislang angenommen: Laut einer aktuellen Studie der University of Exeter, die im Fachjournal 'Diabetologia' veröffentlicht wurde, scheint Diabetes mellitus Typ 2 (ähnlich wie Adipositas und viele weitere Vorerkrankungen) einer der relevanten Risikofaktoren für schwere Krankheitsverläufe und eine hohe Sterblichkeit zu sein.



Die umfangreichen Analysen lassen aufhorchen und geben zu denken: In Bezug auf das Sterblichkeitsrisiko nach einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus scheinen jüngere Diabetes-Patienten besonders betroffen zu sein.


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Angesichts der Ergebnisse ist das Sterblichkeitsrisiko von 40-jährigen Diabetespatienten ähnlich hoch, wie das von gesunden 60-jährigen. „Das COVID-19-Mortalitätsrisiko im Zusammenhang mit Diabetes ist, bezogen auf das Alter, bei jüngeren Menschen deutlich höher als bei älteren,“ so die Forscher.

Übergewicht & Diabetes – ein tödliches Duo

Bedenkt man, dass diese Risikogruppe oftmals nicht nur einen Risikofaktor mitbringt, sondern auch überproportional häufig zusätzlich an Übergewicht oder Adipositas leidet, wird deutlich, warum viele Patienten schwer erkranken.

Risiko aktiv senken, aber wie?

Aus Sicht der britischen Wissenschaftler besteht hier im Rahmen der Prävention deutlicher Handlungsbedarf, denn bei diesen negativen Zahlen darf es nicht bleiben.

Merke: Wer frühzeitig, also bereits in jüngeren Jahren aktiv wird, profitiert langfristig und kann sein eigenes Risiko aktiv senken.   


Lesen Sie jetzt weiter: 'Diabetesrisiko senken'


Die Corona-Pandemie und die negativen Begleiterscheinungen des Lockdowns hinterlassen Spuren, die die Volksgesundheit auf Jahre schwer belasten werden.

Tausendene Diabetes-Erkrankte können aktuell nicht effektiv vor Ort trainieren und stehen vor der Herausforderung, sich trotz der behördlich angeordneten Studioschließung weiterhin fit und gesund zu halten. 



Gezielte Prävention, besonders in Zeiten der Pandemie

Mit der richtigen Ernährung, einem aktiven Lebensstil und gezieltem Training kann man das individuelle Risiko deutlich senken (Lesen Sie auch: 'Intervallfasten bei Diabetes'). 

Aber: Das gilt nicht nur für schwere COVID-19-Verläufe, sondern vor allem auch für viele weitere Zivilisationskrankheiten, die in Zeiten der Corona-Pandemie oft in Vergessenheit geraten.


„Die Pandemie bedeutet für viele Homeoffice, Sofa, Fastfood. Das ist der Start der Zivilisationskrankheiten.“
_______________________________

Birgit Schwarze, DSSV-Präsidentin


Der Teufelskreis aus diesen sich gegenseitig potenzierenden Erkrankungen kostet jährlich –unabhängig von Corona –Millionen Menschenleben und sollte deshalb in der aktuellen Diskussion ebenfalls berücksichtigt werden.

Umdenken & Studios wieder öffnen

Was wir jetzt brauchen, damit diese schwere Gesundheitshypothek nicht Tag um Tag noch größer wird, sind zielführende Wiedereröffnungskonzepte und langfristige Lösungen (Lesen Sie auch: 'Krankenkassenchef warnt vor Lockdownfolgen').


Lesen Sie auch: 'Sportverbot beenden!'


Die Fitness- und Gesundheitsanlagen als präventive Zentren der Gesunderhaltung müssen priorisiert behandelt und zeitnah wieder geöffnet werden.

Diabetes, Adipositas und Co. bekämpfen

Denn nur wenn die Gesundheitsexperten endlich wieder ihren wichtigen gesundheitstrelevanten Beitrag leisten dürfen, können Diabetes, Adipositas und Co. in der Praxis wieder effektiv bekämpft werden.

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