Ernährung, Corona, Fitness, Gesundheit | Autor/in: David Köndgen & Florian Schmidt |

Corona-Sterblichkeit: Typ-2-Diabetes als relevantes Risiko – Prävention kann schützen

Milder oder schwerer Krankheitsverlauf bis hin zum Tod? Der Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion wird durch Vorerkrankungen und diverse Risikofaktoren begünstigt. Britische Forscher haben in einer Studie herausgefunden, dass Diabetiker ein deutlich erhöhtes Sterblichkeitsrisiko aufweisen. Ein Grund mehr, sich nicht nur am Weltdiabetestag für eine gezielte Prävention einzusetzen und Betroffenen zu helfen.

Corona & Diabetes: Warum eine bessere Fitness, eine gesunde Ernährung und gezielte Prävention das Risiko von schweren COVID-19 Verläufen senken können.

Tödlicher als bislang angenommen: Laut einer Studie der University of Exeter, die im Fachjournal 'Diabetologia' veröffentlicht wurde, scheint Diabetes mellitus Typ 2 (ähnlich wie Adipositas und viele weitere Vorerkrankungen) einer der relevanten Risikofaktoren für schwere Krankheitsverläufe und eine hohe Sterblichkeit zu sein. (Auch lesenswert: 'Risikofaktor Übergewicht')


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Die umfangreichen Analysen lassen aufhorchen und geben zu denken: In Bezug auf das Sterblichkeitsrisiko nach einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus scheinen jüngere Diabetes-Patienten besonders betroffen zu sein.

Übergewicht & Diabetes – ein tödliches Duo

Angesichts der Ergebnisse ist das Sterblichkeitsrisiko von 40-jährigen Diabetespatienten ähnlich hoch, wie das von gesunden 60-jährigen. „Das COVID-19-Mortalitätsrisiko im Zusammenhang mit Diabetes ist, bezogen auf das Alter, bei jüngeren Menschen deutlich höher als bei älteren“, so die Forscher.

Bedenkt man, dass diese Risikogruppe oftmals nicht nur einen Risikofaktor mitbringt, sondern auch überproportional häufig zusätzlich an Übergewicht oder Adipositas leidet, wird deutlich, warum Betroffene deutlich häufiger schwer erkranken.

Aus Sicht der britischen Wissenschaftler besteht im Rahmen der Prävention deutlicher Handlungsbedarf. Angesichts der negativen Zahlen und der zunehmenden Inaktivität braucht es ganzheitliche Lösungen, um der Zivilisationskrankheit effektiv zu begegnen. (Jetzt weiterlesen: 'Akuter Bewegungsmangel')

Risiko senken, aber wie?

Generell gilt: Wer frühzeitig, also bereits in jüngeren Jahren aktiv wird, profitiert langfristig und kann sein eigenes Risiko aktiv senken.


Lesen Sie jetzt: 'Diabetesrisiko senken'


Wie man aktiv vorbeugen kann, zeigt der jährliche Weltdiabetestag: Mit der richtigen Ernährung, einem aktiven Lebensstil und gezieltem Training kann man das individuelle Risiko deutlich senken (Lesen Sie auch: 'Intervallfasten bei Diabetes').

Prävention wichtiger denn je

Das gilt nicht nur für schwere COVID-19-Verläufe, sondern auch für viele weitere Zivilisationskrankheiten, die in Zeiten der Corona-Pandemie ebenfalls auf dem Vormarsch sind.


„Die Pandemie bedeutet für viele Homeoffice, Sofa, Fastfood. Das ist der Start der Zivilisationskrankheiten und eine große Herausforderung für unsere Branche.“
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Birgit Schwarze, DSSV-Präsidentin


Der Teufelskreis aus diesen sich gegenseitig potenzierenden Erkrankungen kostet jährlich – unabhängig von Corona –Millionen Menschenleben, weshalb hier die Prävention ganzheitlich und möglichst früh ansetzen sollte.

Studios als wertvolle Partner

Mit ihrem umfangreichen Angebot können Fitness- und Gesundheitsstudios im Rahmen einer aktiven Gesundheitsvorsorge Betroffene zielführend unterstützen und individuelle Präventionslösungen anbieten.

Mehr: 'Zivilisationskrankheiten – Krankheitsrisiken vermeiden, Präventionskompetenzen entwickeln'