Corona, Fitness, Gesundheit | Autor: Florian Schmidt & David Köndgen |

Tag der Rückengesundheit: Corona-Krise und Lockdown begünstigen Volkskrankheit Nr. 1

Die Corona-Pandemie lässt viele andere Krankheiten in den Hintergrund rücken. Der Tag der Rückengesundheit widmet sich deshalb auch 2021 intensiv der Volkskrankheit Nr. 1.: Denn Rückenleiden kennen keinen Lockdown. Eine YouGov-Studie zu Rückenschmerzen und Homeoffice, bestätigt akuten Handlungsbedarf. Gezieltes Rückentraining wäre aktuell wichtiger denn je, aber viele Studios haben nach wie vor noch geschlossen und die Prävention bleibt auf der Strecke.

Tag der Rückengesundheit: Schmerzen kennen keinen Lockdown

Rückenschmerzen sind die Volkskrankheit Nr. 1, sorgen für viele Fehltage sowie Krankschreibungen und sind laut einer aktuellen Analyse von Swiss Life Deutschland mit 24 Prozent außerdem einer der Hauptgründe für eine vorzeitige Berufsunfähigkeit.


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Der Rückenschmerz hat viele Gesichter

Ein Blick auf unsere Infografik zum 'Tag der Rückengesundheit' (klicken Sie einfach auf das Bild) zeigt: Rückenschmerzen sind sehr oft unspezifisch, haben vielfältige Ursachen und werden von individuellen Risikofaktoren begünstigt.

Zu den Risikofaktoren zählen etwa chronischer Stress, Übergewicht, muskuläre Dysbalancen, übermäßig langes Sitzen oder falsche Ernährung (Lesen Sie jetzt weiter: 'Wirkung von Pilates bei unspezifischen Rückenschmerzen').

Schmerzen durch Krise & Lockdown auf dem Vormarsch

Die Corona-Pandemie und damit verbundene Lockdowns haben die gesamte Arbeitswelt von heute auf morgen auf den Kopf und vor wachsende Herausforderungen gestellt.

Eine gemeinsame Studie von YouGov und Swiss Life Deutschland (2.158 befragte Personen) zeigt, dass die 'neue Normalität' die Volkskrankheit begünstigt und in der Praxis beim 'Homo-Bürolensis' für wachsende Gesundheitsprobleme sorgt.


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Diese Situation wird durch den anhaltenden Studio-Lockdown weiter verstärkt, da viele Rückengeplagte nicht trainieren können.

Lesen Sie hierzu auch das ZEIT-Interview mit DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze: 'Fitnessstudios im Lockdown: Jetzt beginnt wieder die Zeit der Rückenschmerzen'.

Homeoffice als Problem für Rückengeplagte?

Viele Mitarbeiter arbeiten seit Langem im Homeoffice und klagen vermehrt über rückenbedingte Beschwerden und Schmerzen rund um 'KoNaSchu' und Co. (Lesen Sie jetzt weiter: DHfPG-Science-Lab: 'Faszien-Training bei Schulter-Nacken-Beschwerden').


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Auslöser: Bewegungsmangel & ungünstige Arbeitsbedingungen

Gründe sind neben chronischem Stress vor allem akuter Bewegungsmangel und ungünstige arbeitstechnische Voraussetzungen vor Ort. Viele Mitarbeiter arbeiten vom Sofa oder dem heimischen Esstisch aus, da es zu Hause an einem geeigneten Büro fehlt.

Der Arbeitsweg geht für viele Arbeitnehmer vom Bett direkt an den PC. Was auf den ersten Blick als großer 'Benefit' erscheint, kann aber schnell auch zur Belastung werden: Nämlich dann, wenn Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben zunehmend verwischen und die Work-Life Balance aus dem Gleichgewicht bringen.

Und genau diese Faktoren sind ebenfalls dafür verantwortlich, dass Rückenschmerzen begünstigt werden und häufiger auftreten.


 


Pillen statt Prävention? Symptombehandlung löst kein Problem

Nicht einmal die Hälfte der Arbeitnehmer gab in der Umfrage an, dass sie sich aufgrund der veränderten Gegebenheiten zu Hause mehr bewegen oder selbst aktiv für einen Ausgleich und für ausreichend Entspannung sorgen. Schlimmer noch: Für 22 Prozent ist der Griff zur Schmerzpille häufig das 'Mittel der Wahl', um den Arbeitstag zu überstehen.

Einschätzung von Schmerzspezialist Liebscher-Bracht 

Ein Trugschluss, wie Schmerzspezialist und Bestseller-Autor Roland Liebscher-Bracht erläutert: „Diese sind oft wirkungslos und schaden mehr als sie nützen, weil sie nicht die Schmerzursachen bekämpfen, und bergen zudem die Gefahr erheblicher Nebenwirkungen sowie der Abhängigkeit.“

Gerade deshalb sind Bewegung und gezieltes Rücken-/Bauchtraining in der Praxis oftmals deutlich wirksamer, da sie anders als viele Medikamente, am 'Ursprungsproblem' ansetzten.


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Mitarbeiter fordern mehr Unterstützung

Mehr noch: Viele der Befragten fühlen sich seitens der Arbeitnehmer in der aktuellen Situation teilweise im Stich gelassen und wünschen sich im Rahmen der Prävention deutlich mehr Unterstützung.

Neben einem ergonomischen Arbeitsplatz im Büro als auch perspektivisch für die Arbeit zu Hause, fordern die Befragten deutlich mehr Support und spezifische BGM-Angebote im Bereich 'Bewegung und Entspannung'.

Einfache Tipps für die Arbeit im Homeoffice

Bis solche Konzepte in allen Unternehmen umfassend greifen, haben wir ein paar einfache und dennoch wertvolle Tipps für alle Homeoffice- und Rückengeplagten, wie Sie den Büroalltag zu Hause bestmöglich meistern und Fehlhaltungen vermeiden:

Effektives Rückentraining im Studio

Die aktuellen Zahlen unterstreichen auch, wie wichtig gerade jetzt das Training im Studio wäre.  Qualifzierte Trainer (Mit der BSA-Akadmie zum 'Trainer für präventives Rückentraining') können in den mehr als 9.600 deutschen Fitness- und Gesundheitsanlagen für jede Bedürfnisse die richtigen Lösungen anbieten – vorausgesetzt, sie dürfen auch endlich wieder ihrem Gesundheitsauftrag nachkommen.

Wie ein gesundheitsorientiertes gerätegestütztes Krafttraining und spezifische Übungen nachweislich dabei helfen können, Rückenschmerzen effektiv zu lindern, erfahren Sie in folgenden News.

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