Corona, Fitness, Markt, DSSV | Autor: Florian Schmidt |

Corona kurios: In Polen gibt es einen besonderen Fitnesstempel

In Corona-Zeiten ist alles möglich: Fitness hat für eingefleischte Kraftsportfans schon lange 'Religionsstatus'. Ein findiger Studiobetreiber aus Polen hat das jetzt allzu wörtlich genommen und sein Studio kurzerhand zur 'Kirche des gesunden Körpers' umfunktioniert. Was es mit dieser skurrilen Idee auf sich hat und warum solche Aktionen in der aktuellen Situation eher kontraproduktiv für die Branche sind, erfahren Sie hier.

Corona kurios: Polnisches Studio wir zur Kirche des geunden Körpers

Anders als in Deutschland, sind in Polen angesichts exponetiell steigender Corona-Fallzahlen die Freizeitanlagen und Fitnessstudios immer noch vom Lockdown betroffen und bleiben geschlossen.

Aktuelle Zahlen zum Status quo der weltweiten Studio-Wiedereröffnung finden Sie hier.

Polnisches Fitnessstudio will Gesetzeslücke nutzen 

Um den Kunden trotz verschärfter Corona-Regeln weiterhin Trainingsmöglichkeiten anzubieten, griff ein findiger und kreativer Studiobetreiber aus Krakau kurzerhand zu einer eher unkonventionellen Methode und wollte durch ein Hintertürchen eine Gesetzeslücke nutzen.


 


Studio wird kurzerhand zum 'Fitnesstempel' umfunktioniert

Da im katholischen Polen für religiöse Versammlungen und Kirchen andere Regeln gelten als für Freizeitanlagen, bot Atlantic Sports deshalb auf der Facebook-Seite 'religiöse Versammlungen für Angehörige der Kirche des gesunden Körpers' (Maskenpflicht inklusive) an.

Zusätzlich kündigten die Verantwortlichen an, einen eigenen Shop für Home-Trainingsgeräte und Fitness-Equipment eröffnen zu wollen.


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Negativ-Beispiel, das keine Schule machen sollte

Zugegeben, kurios war die höchst eigenwilligen Marketing-Aktion auf jeden Fall, aber Sie hat definitiv nicht viel gebracht, wie Sie hier sehen. 

Hier sei aber angemerkt: Trotz allen Einfallsreichtums sind solche Aktionen definitiv der falsche Weg, um die Studios als professionelle Gesundheitsdienstleister gegenüber der Politik und den Entscheidern klar zu positionieren und den Kunden ein sicheres Training in den Studios zu ermöglichen.

Vielmehr geht es jetzt darum, die national geltenden Hygieneauflagen lückenlos umzusetzen und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen. (Lesen Sie auch: 'Corona-Verordnungen der Bundesländer')

DSSV setzt auf 'Selbstverpflichtung' der Studios

Deshalb ist es für den Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen e.V. (DSSV) gerade jetzt besonders wichtig, mit einer Selbstverpflichtung nochmals daran zu appellieren, dass ein geringes Infektionsrisiko in deutschen Fitnessstudios nur gewährleistet werden kann, wenn die Studios und deren Mitarbeiter und Mitglieder die geltenden Vorschriften konsequent einhalten und darüber hinaus sämtliche möglichen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen für einen verantwortungsvollen Fitnessbetrieb aufrecht erhalten.

Ebenfalls interessant: 'Arbeiten am göttlichen Körper'

Das sich Religion und Fitnesstraining auch auf 'geweihtem Boden' optimal ergänzen können, zeigt ein kraftsportaffiner Pfarrer aus dem Südschwarzwald.


 


Bernhard Stahlberger bietet in Deutschlands erstem Fitnessstudio im Pfarramt Görwihl für Jung und Alt Trainingsstunden und einen Raum zur sozialen Interaktion an. Mehr über ihn erfahren Sie durch einen Klick auf das Bild.