Corona, Fitness, Gesundheit, DSSV | Autor: David Köndgen |

Mund-Nase-Masken, Mindestabstand, Hygiene & Co. – was gilt in Deutschlands Fitnessstudios?

Mindestabstand, Mund-Nase-Masken, Umkleidekabine, Sauna – seit dem Restart gibt es neue Regeln im Fitnessstudio. Die 'neue Normalität' nach dem Corona-Lockdown sorgt für die ein oder andere ungewohnte Situation und viele Einschränkungen der gelernten Trainingsroutinen. Fitness- und Gesundheitsanlagen müssen sich an unterschiedlich strenge Hygiene-Auflagen halten. Geregelt werden diese durch die Corona-Verordnungen (und deren Updates) der Landesregierungen. Der aktuelle Stand für alle Bundesländer.

Training im Studio nach Corona-Lockdown: Neue Regeln fürs Fitnesstraining

Die Erleichterung ist grenzenlos – Fitnessstudios in ganz Deutschland dürfen nach dem monatelangen Corona-Lockdown endlich wieder öffnen. Von Baden-Württemberg bis Thüringen gilt wieder Fitnesstraining im Studio statt Home-Workout, das ist gut für die Gesundheit. (Lesen Sie auch: Faktor Gesundheit)


 


Wiedereröffnung der Fitnessstudios nach dem Corona-Lockdown

Fieber messen, Hände desinfizieren, mit Flatterband abgesperrte Geräte. Studiobetreiber und fast 12 Millionen Mitglieder müssen sich nach der Wiedereröffnung und dem Ende des Corona-Lockdowns jedoch auf einen völlig veränderten Trainingsalltag einstellen, eben auf eine 'neue Normalität'.

Die Vorgaben unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Ein paar Regeln sind bundesweit jedoch nahezu einheitlich:

  • Mindestabstand zu anderen Trainierenden zwischen 1,5 Metern und 3 Metern
  • Zugang zum Studio nur in gesundem Zustand
  • Desinfektionsmittel für die Gerätedesinfektion durch Trainierende und Studiomitarbeiter
  • Training nur mit untergelegtem eigenem Handtuch
  • Sanitäre Anlagen dürfen teilweise genutzt werden

Welche länderspezifisch individuellen Bedingungen darüber hinaus wo gelten, haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst.


 


HINWEIS: In unserer Übersicht finden Sie die veröffentlichten Informationen und Verordnungen.
Für Detailfragen, insbesondere zu den Rahmenbedingungen für Hygienekonzepte, sollten Sie sich zwingend an die Behörden vor Ort wenden.


Diese Übersicht wird regelmäßig aktualisiert!


Corona-Verordnungen der Bundesländer

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Regeln, die nach der Wiedereröffnung in den Fitnessstudios gelten und Verlinkungen zu den vollständigen Corona-Verordnungen der Bundesländer in alphabetischer Reihenfolge.

1. Baden-Württemberg

Für Fitnessstudios in Baden-Württemberg gilt unter anderem ein Mindestabstand von 1,5 Metern, pro Person müssen beim Gerätetraining 10 Quadratmeter Platz zur Verfügung stehen.

Seit 1. Juli 2020 gilt diese neue Corona-Verordnung für Baden-Württemberg – mit weiteren wesentlichen Lockerungen, etwa werden Sportwettkämpfe wieder erlaubt. Gleichzeitig tritt die 'Corona-Verordnung für Sportstätten' der grün-schwarzen Landesregierung vom 4. Juni 2020 außer Kraft.


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Duschen und Umkleiden ist seither wieder gestattet. Saunabetriebe und Saunabereiche in Studios dürfen bereits seit Anfang Juni wieder betrieben werden.

2. Bayern

Welche Hygieneauflagen gelten in bayerischen Fitnessstudios? Der einzuhaltende Mindestabstand beträgt 1,5 Meter.

Beim Betreten und Verlassen der Anlagen und während der Nutzung der Toiletten müssen Trainierende eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Lediglich während des Trainings dürfen die Masken abgelegt werden.

Duschen und Umkleidekabinen dürfen unter Einhaltung des Mindestabstands genutzt werden. Gruppentraining darf höchstens 60 Minuten dauern.

Die entsprechende Corona-Verordnung (5. BayIfSMV) des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege haben wir hier für Sie verlinkt, dem Thema 'Sport' ist § 9 gewidmet.

Wellness- und Saunaangebote dürfen seit 22. Juni 2020 unter Auflagen wieder genutzt werden. Seit diesem Datum sind auch die Obergrenzen für den Indoor- und Outdoor-Sport von bis dahin 20 Personen weggefallen. (vgl.: Bayerische Corona-Strategie – Punkt 11)

3. Berlin

Für Berlin hat der Senat folgende Regeln festgesetzt (gültig bis 26. Juni 2020): Anbieter müssen die Trainingsfläche regelmäßig lüften und einen Mindestabstand von 3 Metern zwischen den Sportlern sicherstellen.

Umkleidekabinen sind geöffnet, Duschen ist verboten und auch Wellnessangebote (Saunen, Dampfbäder, Schwimmbecken & Co.) dürfen nicht genutzt werden.

Eine neue Verordnung (PDF-Link), die am 26. Juni 2020 im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin veröffentlicht wurde, gilt von 27. Juni bis einschließlich 24. Oktober 2020.

 

4. Brandenburg

In Brandenburg hingegen ist es gestattet, Duschen, Umkleidekabinen und Trockensaunen (seit 15. Juni 2020) zu nutzen. Studiobetreiber müssen jedoch ein Hygienekonzept mit folgenden Inhalten erstellen: Einhaltung der allgemeinen Abstandsregeln (1,5 Meter), regelmäßige Desinfektionsmaßnahmen, Erfassung der Kontaktdaten der Trainierenden

Außerdem darf das Training nur kontaktfrei erfolgen und es muss mindestens stündlich gelüftet werden.

5. Bremen

In Bremen gelten aktuell die Auflagen der Zehnten Coronaverordnung (§ 9e, verkündet am 1. Juli 2020). Umkleiden, Duschen dürfen wieder geöffnet werden, Saunen müssen weiterhin geschlossen bleiben. Generell gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern und pro Person muss eine Fläche von mindestens 20 Quadratmetern zur Verfügung stehen.

6. Hamburg

In den Hamburger Fitnessstudios beträgt der Mindestabstand 2,5 Meter – dies gilt nur während der Sportausübung, ansonsten sind 1,5 Meter ausreichend.

Darüber hinaus gelten folgende Regeln: Die Kontaktdaten aller Nutzer sind aufzubewahren, Umkleide- und Duschräume dürfen (max. 10 Personen gleichzeitig) ebenfalls wieder genutzt werden.

An Fitness- und Sportstudios angeschlossene Wellness und Saunabereiche müssen hingegen bis auf weiteres geschlossen bleiben. Alle weiteren Infos sowie die Verordnung mit den Hygieneauflagen für Hamburg finden Sie hier.

7. Hessen

Für den Indoor-Sport in Hessen hat das Ministerium des Innern und für Sport diese Hygiene-Auflagen bekannt gegeben. Unter anderem heißt es darin: Das Training muss kontaktfrei erfolgen und ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Trainierenden eingehalten werden.

Saunen und Saunabereiche dürfen laut 'Änderungsverordnung (PDF-Link)ab 15. Juni 2020 unter strengen Auflagen betrieben werden (maximal eine Person pro fünf Quadratmetern Grundfläche). Die Fünf-Quadratmeter-Regelung gilt auch für die Nutzung von Umkleidekabinen und Duschen.

8. Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern müssen alle Mitarbeiter eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Der Mindestabstand ist auf 2 Meter festgelegt, als Maßstab gilt: eine Person pro 10 Quadratmeter Studiofläche. Außerdem muss eine Tagesanwesenheitsliste geführt werden.

Die Nutzung von Duschen, Schwimmbecken, Saunen und Solarien ist unter Auflagen seit 15. Juni 2020 wieder erlaubt (vgl. Artikel 1, g.) auf Seite 472 links unten); Die aktuell gültige Corona-Verordnung für Mecklenburg-Vorpommern (§ 2, Absatz 11) haben wir hier verlinkt.

9. Niedersachsen

Für Fitnessstudios in Niedersachsen hat die Landesregierung einen Mindestabstand von 2 Metern beschlossen und es müssen Anwesenheitslisten geführt werden. Duschen und Umkleideräume dürfen genutzt werden.

Auch Solarien, Schwimm- und Spaßbäder sowie Saunen dürfen wieder öffnen. Die vollständige 'Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus' haben wir hier für Sie verlinkt.

10. Nordrhein-Westfalen

ACHTUNG SONDERFALL! Die Nordrhein-Westfälische Landesregierung hat am 24. Juni 2020 wegen des aktuellen Infektionsgeschehens (Stichwort: Tönnies) eine neue Corona-Regionalverordnung für 'Regionen mit besonderem Infektionsgeschehen' veröffentlicht.

Aktuell betroffen sind die Landkreise Gütersloh und WarendorfFitnessstudios müssen dort wieder geschlossen bleiben. 

Für das restliche Bundesland NRW gilt aktuell diese Corona-Verordnung (Fitnessstudios unter § 9 Sport), sie erlaubt die Nutzung von Duschen und Umkleidekabinen. Saunen dürfen ebenfalls betrieben werden, Dampfbäder nicht. 

Der Mindestabstand zwischen Geräten, Personen und in Kursen beträgt pauschal 2 Meter. Beschäftigte müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, Trainer sind von dieser Regel ausgenommen.

11. Rheinland-Pfalz

Das Hygienekonzept sieht vor, dass zwischen Geräten ein Mindestabstand von 3 Metern eingehalten werden muss (Personenmindestabstand: 1,5 Meter) und die Wegeführung im Studio als 'Einbahnregelung mit geeigneter Markierung' erfolgt. 

Außerdem gilt bis 800 Quadratmeter Nutzfläche 1 Person pro 10 Quadratmeter und für jeden Quadratmeter über 800 1 Person pro 20 Quadratmeter. Das vollständige Hygienekonzept für Fitnessstudios in Rheinland-Pfalz (Stand: 19. Juni 2020) können Sie hier abrufen.

Hinweis: Seit 24. Juni 2020 gibt es außerdem neue Hygienepläne, die individuell etwa für Fitnessstudios, Sauna und Wellnessbereiche gelten. Sie finden diese auf der DSSV-Website.

12. Saarland

Die Rechtsverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie des Ministerrats im Saarland sieht seit Anfang Juni 2020 auch eine Öffnung der Duschen und Umkleidekabinen vor (unter § 4 (9) 5.).

In den saarländischen Fitnessstudios ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten und es muss kontaktfrei alleine oder oder in Gruppen von maximal 20 Personen trainiert werden. Saunen dürfen unter Auflagen wieder öffnen.

13. Sachsen

Im Freistaat Sachsen trat am 6. Juni 2020 ein weiteres Update der Corona-Verordnung in Kraft: Seither dürfen Umkleidekabinen und Duschen von Fitnessstudios und außerdem auch Trockensaunen mit einer Temperatur von mindestens 80 Grad Celsius (keine Aufgüsse!) wieder genutzt werden. Mindestabstand: 1,5 Meter.

Die vollständigen Hygieneregeln lesen Sie unter Punkt 12 in dieser Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.


 


14. Sachsen-Anhalt

Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt knüpft die Wiedereröffnung der Fitnessstudios an die Einhaltung dieser SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung

Es müssen die allgemeingültigen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, sprich: 1,5 Meter. Unter denselben Bedingunge dürfen auch Umkleidekabinen, Duschen, Saunas, Schwimm- und Dampfbäder genutzt werden.

15. Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein ist Indoor-Sport (§ 11) unter diesen Hygieneauflagen wieder möglich. Der Mindestabstand beträgt 1,5 Meter, für Umkleiden muss ein Hygienekonzept vorliegen. Saunen dürfen nur einzeln oder von Mitgliedern eines gemeinsamen Hausstandes genutzt werden.

16. Thüringen

Fitnessstudios in Thüringen unterliegen der 'Branchenregelung für Freizeiteinrichtungen'. Neben Fitness- und Gesundheitsanlagen dürfen im Freistaat auch Schwimm- und Freizeitbäder, Thermen und Saunen wieder öffnen. Am 16. Juli 2020 tritt diese Verordnung (gültig bis 30. August 2020) in Kraft.

Voraussetzung für den Betrieb sei jedoch ein vorliegendes Infektionsschutzkonzept, das vom zuständigen Gesundheitsamt genehmigt werden muss. Eine mögliches Hygienekonzept finden Sie im internen Bereich des DSSV.


Diese Übersicht wird regelmäßig aktualisiert!


Wiedereröffnung mit Zukunft: Hygiene-Vorgaben einhalten

Fitnesstraining unterscheidet sich in Post-Corona-Zeiten also in ganz Deutschland deutlich von der Zeit vor der Corona-Krise. Die Wiedereröffnung der Studios ist nämlich wie auch in anderen Branchen an die genannten Hygiene-Vorschriften geknüpft.

Kurzum: Studiobetreiber müssen die von den Ländern festgelegten Vorgaben für Sicherheit und Hygiene zwingend genau einhalten. Nur so kann die Wiedereröffnung Ihres Studios auch weiterhin Bestand haben.


 

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