Die Macht der Gedanken: All zu negative Gedanken steigern das Demenz-Risiko

Warum Sie das Glas lieber halb voll als halb leer sehen und öfters lachen sollten, zeigt eine neue Studie. Also denken Sie um, denn 'Positivdenker' leben länger!
Lesezeit: 3 Minuten
Gedanken können einiges bei Demenz bewirken!
Gedanken können einiges bei Demenz bewirken!
Ängste, Stress und Sorgen hat jeder einmal – gerade in der Corona-Zeit. Wenn die negativen Gedanken aber ständig im Kopf kreisen und einen nicht mehr loslassen, können sie nicht nur belasten, sondern auch langfristig krankmachen. Eine aktuelle Studie liefert spannende Erkenntnisse und Tipps, damit Sie der negativen Gedankenspirale erst gar nicht zum Opfer fallen.

Dass körperliche Aktivität, gezieltes Training und die richtige Ernährung innerhalb der Prävention einer Demenzerkrankung wichtige Bausteine sind, ist hinlänglich bekannt und die positiven Effekte wurden vielfach untersucht. 



Eine neue Studie aus Großbritannien ging nun den negativen Emotionen und Gedankenschleifen auf die Spur und liefert spannende neue Erkenntnisse.

Studie untersucht die Macht der Gedanken 

Ein Forscherteam der Psychiatrischen Fakultät des University College London (UCL) hat in der aktuellen Studie, die im Journal 'Alzheimer's & Dementia' veröffentlicht wurde, begünstigende Faktoren und Ursachen für eine Alzheimer-Erkrankung untersucht. 

Art und Häufigkeit der Gedanken spielen eine wesentliche Rolle 

In einer Langzeitstudie hat das Forscherteam um Studienleiterin Dr. Natalie Marchant 360 Probanden (im Alter von 55 Jahren und älter) intensiv beobachtet und über Befragungen und Hirn-Scans kognitive, neuronale und mikrobiologische Veränderungen untersucht.

Die Ergebnisse legen nahe, dass regelmäßige negative Gedanken, Sorgen und zu viel Grübeln (Repetitive Negative Thinking (RNT)) über einen längeren Zeitraum das Demenz-Risiko erhöhen können.


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Negative Gedanken begünstigen Alzheimer-Anzeichen

Bei Probanden, die häufiger negativ eingestellt waren und sich viele Sorgen um ihre Zukunft etc. machten, konnten die Forscher in ihren Analysen nicht nur einen negativen Effekt auf die Psyche, sondern auch auf wichtige Hirnareale und kognitive Funktionen feststellen.

Beispielsweise wurden die Gedächtnisleistung, die generelle Aufnahmefähigkeit, das Sprachzentrum und auch die räumliche Wahrnehmung dadurch negativ beeinflusst. 

Plaque-Ablagerungen im Gehirn nachweisbar

Dieser negative Effekt ließ sich nicht nur in den Testergebnissen, sondern auch anhand von Alzheimer-typischen Eiweiß-Plaque-Ablagerungen (vor allem Beta-Amyloid und Tau) im Gehirn feststellen.

Bei kurzfristigen Stimmungsschwankungen konnten die Forscher diese nicht nachweisen, wohl aber bei den Probanden, die generell sehr häufig von Unsicherheit, Sorgen, Ängsten und negativen Gedanken geplagt wurden. 



Weiterer Forschungsbedarf nötig 

Die Forscher gehen davon aus, dass negativ behaftete Denkschleifen deshalb, neben psychischen Vorerkrankungen (Angstzustände, Depressionen usw.), ebenfalls eine weitere wichtige Rolle bei der Entstehung von Demenz spielen.

Das Zusammenspiel dieser komplexen Einflussfaktoren sollte daher aus der Sicht der Studienautoren weiter untersucht werden, um noch mehr über die Entstehung zu erfahren.

Think Positive – seien Sie Herr über Ihre Gedanken 

Glücklicherweise kann man dieser Negativspirale durch zahlreiche Ansätze des Positiven Denkens, des Achtsamkeitstrainings und durch professionelles Mental-Coaching entgegenwirken.

Deshalb muss die Devise gerade in der Corona-Krise und bezüglich der Sorgen um die eigene Gesundheit lauten: Think positive! 

Denn wer mehr lacht und rundum positiv eingestellt ist, lebt länger und gesünder (Mehr dazu in unserer News zum Weltlachtag.)


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