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Fördert häufiges Junk-Food-Essen das Vergessen?

Einen Burger in Ehren kann keiner verwehren – das gilt insbesondere für den heutigen National Junk-Food-Day. Einmal ist keinmal, aber allzu oft sollten Sie trotzdem nicht zum Junk-Food greifen, das schadet nämlich ihren grauen Zellen. Aber Achtung! Junk-Food ist nicht gleich Fast Food.

Demenzrisiko durch Junk-Food: Burger, Pommes, Pizza und Co. schaden dem Gehirn.

Heute ist in den USA „National Junk-Food-Day“. Der Hype um ungesundes Junk-Food wie Burger, Pommes, Pizza und Co. ist im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nach wie vor ungebrochen.


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Und dieser Hype schlägt sich auf der Waage wie auch den Hüften nieder (Lesen Sie auch bei den Kollegen der Welt: Die Menschen werden immer dicker – auch die schlanken). Unkonventionelle Konzepte, wie beispielsweise der „Heart Attack Grill“, der Burger mit mehr als 9.000 Kalorien anbietet, stehen bei Junk-Food-Liebhabern nach wie vor hoch im Kurs. Das hat sich auch nach dem Kinoerfolg „Supersize ME“ nicht geändert.

Gemüse statt fettiger Fritten und XXL-Burger

Zwar sind uns die Amerikaner in puncto Übergewicht und ungesunder Ernährung noch deutlich voraus, aber vielleicht sollten Sie heute angesichts neuer Studienergebnisse statt zum Burger doch lieber zur gesunden Karotte oder dem Apfel greifen. 

Junk-Food schadet auch dem Gehirn

Dass der übermäßige Konsum von Junk-Food das Risiko für Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, ist in vielen Studien bereits belegt. Ein Forscherteam der Australian National University liefert nun mit einer neuen Metaanalyse von mehr als 200 internationalen Studien neues „wissenschaftliches Futter“ bzw. Wasser auf die Mühlen der Junk-Food-Kritiker. Studienleiter Prof. Dr. Nicolas Cherbuin findet klare Worte:


„Mit einer ungesunden Fast-Food-Ernährung und wenigem bis keinem Sport essen sich die Menschen praktisch ihr Gehirn weg. Die negativen Effekte auf das Gehirn können bereits in einem sehr viel früheren Lebensstadium als bisher vermutet auftreten.“

Prof. Dr. Nicolas Cherbuin, Australian National University


Junk-Food fördert Diabetes und Demenz

Cherbuin sieht des Übels Kern bei der Entstehung von Diabetes und Demenz vor allem in der kalorienreichen Ernährung (zu viel und das Falsche) sowie einem inaktiven Lebensstil. Die Neurodegenerationen im Gehirn aufgrund dieser ungesunden Lebensführung trete schon deutlich früher auf, als bisher vermutet.

Schuld daran seien vielerlei Risikofaktoren, die sich gegenseitig potenzieren. Fakt sei: gerade das kalorienreiche und besonders fett-, zucker- und salzhaltige Junk-Food könne das Demenzrisiko erhöhen.

Somit stehen laut den Forschern Burger, Limo, Pizza und Co. in direktem Zusammenhang mit der Entstehung von Demenz. Die ersten Anzeichen und degenerativen Veränderungen dafür seien bereits im mittleren Alter festzustellen, deshalb müsse bei der Prävention schon deutlich früher angesetzt werden, so der Forscher. 

Demenz mit richtiger Ernährung und Sport vorbeugen

Je früher man bereits im Kindesalter mit gesunder Ernährung und Bewegung ansetze, umso eher ließe sich vorbeugen. (Lesen Sie auch: Frisch auf den Tisch – Deutschlands Teller im Blick)

Sportlicher Lebensstil gegen Substanzverlust im Gehirn

Eine weitere Studie des Jülicher Forschungsinstituts für Neurowissenschaften und Medizin zeigt ebenfalls, dass ein sportlicher Lebensstil dem Substanzverlust im Gehirn vorbeugt.

Ausreichend Bewegung, Kraft- und Ausdauertraining sowie eine grüne, frische Ernährung sind der Schlüssel um Übergewicht, Diabetes und Co. zu vermeiden.

Am 21. Juli darf es ausnahmsweise auch mal ein Burger sein – morgen gibt es dann aber wieder Gemüse. Und nein, Gurke und Salat auf dem Burger zählen nicht!

Die fM wünscht einen guten National Junk-Food-Day! 

Mehr zum Thema auf fM ONLINE

Mit unserem Buchtipp „Essen gegen das Vergessen“ haben Sie immer das richtige Powerfood für Ihr Gehirn im Einkaufskorb. Mehr konkrete Tipps zum Thema Sport und Demenz finden Sie im folgenden Fachartikel von Anna Welker (DHfPG).

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