High-Tempo-Musik für High-Performance-Training und mehr Motivation?

Welche Rolle spielt die richtige Musik beim Workout für die Trainingsmotivation und insbesondere das wahrgenommene Belastungsempfinden?
Lesezeit: 3 Minuten
Fitness-Playlist: Die richtige Musik fürs Workout
Fitness-Playlist: Die richtige Musik fürs Workout
Beats for Performance: Viele Fitnesssportler hören während des Trainings Musik und wollen dadurch ihre Motivation und ihre Leistung pushen. In den Gruppenworkouts wird den Kunden heute mit hochfrequenter Musik eingeheizt und Anbieter, wie etwa John Reed, machen das Fitnessstudio mit Live-DJ sogar zur Fitness-Party-Location. Aber wie wichtig ist Musik in der Praxis wirklich? Dieser Frage ging eine aktuelle Studie nach und lieferte spannende neue Erkenntnisse.

Musik und Bewegung gehören einfach zusammen: Das sollte jedem klar sein, der schon einmal 'stocksteif' in der Disco gestanden hat oder in der Zumba-Session vergeblich versucht hat, Takt und Choreografie zu folgen. (Lesen Sie auch: Ein Hit-Feuerwerk – Finale der Groupfitness Convention XPLOSION)

Studie geht Fitness-Beats auf die Spur

Inwiefern die Auswahl der richtigen Musik und insbesondere des richtigen Tempos sich auch in puncto Motivation und Belastungsempfinden auswirken, wurde bisher nur wenig untersucht.

Beats per Minute und RPE

Eine aktuelle Studie (erschienen in der Zeitschrift Frontiers in Psychology) geht nun genau diesen Zusammenhängen nach.


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Die Forscher untersuchten dazu 19 aktive Frauen (Durchschnittsalter 26,4 Jahre) während des Ausdauertrainings auf dem Laufband (bei unterschiedlichen Intensitäten) und hochintensiven Belastungen an der Beinpresse bei jeweils unterschiedlich schneller Musikbeschallung.

High-Tempo-Beats: Das Mittel der Wahl?

Während des Workouts herrschten vier verschiedene, zufällig zugewiesene Bedingungen: keine Musik (NM), mit Musik bei 90 - 110 bpm (LOW), mit Musik bei 130 - 150 bpm (MED) und bei 170 - 190 bpm (HOCH).

Die Studienleiter analysierten unterdessen die Herzfrequenz und das individuelle Belastungsempfinden mittels der RPE-Skala.

Fachartikel Krafttraining: Hat eine Steuerung über RPE-Skalen Vorteile?

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass mit steigendem Tempo der Musik das subjektive Belastungsempfinden während der Trainingseinheit nachweislich abnahm. Musik mit einem Beat von 170 und 190 Schlägen pro Minute (bpm) erzielte hier den größten Effekt.


„Wir haben festgestellt, dass das Hören von High-Tempo-Musik während des Trainings im Vergleich
zum  Nicht-Hören von Musik die höchste Herzfrequenz und die geringste wahrgenommene Anstrengung zur Folge hat.“
_______________________________

Prof. Dr. Luca Ardigo, Universität Verona


Während der Ausdauerbelastung auf dem Laufband waren die RPE-Veränderungen interessanterweise deutlich höher als bei den hochintensiven Belastungen an der Beinpresse.

Let the Music play! Aber bitte mit Bedacht

Zumindest in der Frage nach den richtigen Beats kann die neue Studie weitere Erkenntnisse liefern. In Anbetracht der Ergebnisse kann davon ausgegangen werden, dass die Musik beim Training einen wichtigen Motivationsfaktor darstellt und gerade bei Ausdauerbelastungen 'pushend' wirken kann.

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Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse aber auch, dass die Musik auch dazu führt, bei steigender Intensität und höherem Puls die tatsächliche Belastung geringer einzuschätzen – dies sollten Trainer immer im Hinterkopf behalten, wenn sie mit Musik arbeiten.
 

Auf der Suche nach den richtigen Beats?

Sie brauchen noch weitere Inspiration bei der Musikauswahl für die Workout-Playlist? Kein Problem: Bei MOVE-YA oder GetSongbpm etwa können Sie gezielt nach Songs mit entsprechendem Tempo und den richtigen Beats pro Minute suchen. (Lesen Sie auch: 20 Jahre MOVE YA! 20 Jahre Musikgeschichte!)

In der Spotify-Playlist der 50 angesagtesten Workout-Songs sollte für jede Trainingsgelegenheit der richtige Titel dabei sein.

DSSV begrüßt MOVE YA! als neues Fördermitglied

Weitere Statements und aktuelle Diskussionen rund um die Studie finden Sie hier.

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Für fitness MANAGEMENT berichtet

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