Fitness, Gesundheit | Autor/in: David Köndgen |

Fitness in der Schwangerschaft: Werdende Mütter betreiben weiterhin Krafttraining

Schwanger ins Fitnessstudio: Prominente oder Influencerinnen machen es vor – immer mehr werdende Mütter werden beim Trainining im Gym gesichtet. Selbstverständlich trainieren Schwangere anders als nicht Schwangere. Sportmediziner:innen empfehlen ihnen lediglich moderates Krafttraining. Wie genau Frauen während der Schwangerschaft richtig trainieren und was es außerdem zu beachten gilt?

Werdende Mütter beim Kraftsport: Sport und Krafttraining auch mit Babybauch möglich.

Darf ich während der Schwangerschaft trainieren? Diese Frage stellen sich viele Frauen, die ein Kind erwarten. Die knappe Antwort lautet: Ja, bitte! (Lesen Sie auch: 'Körperlich aktiv in der Schwangerschaft' & 'Schwangerschafts-Pilates')

Verzicht aufs Workout keine Option

„Momentan trainiere ich ein bis zweimal pro Woche und achte extrem auf das, was mein Körper mir signalisiert“, schrieb Fitnesstrainerin Stefania Lou im Sommer 2019 bei Instagram. Denn: Damals war sie das erste Mal hochschwanger. Dennoch trainierte sie individuell weiter, um fit zu bleiben. Während der Schwangerschaft ganz auf Training zu verzichten, war und ist für sie keine Option.


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Denn im Sommer 2022 hat sie erneut einen Babybauch, erwartet gemeinsam mit ihrem Mann Seyit Ali Shobeiri – besser bekannt als Coach Seyit – und ihrer Tochter einen Sohn und präsentiert ihr aktuelles Fitness-Trainingsprogramm als Storyhighlight 'SSW Workouts'.

Mit Babybauch ins Fitnessstudio

So wie ihr geht es vielen Frauen. Der Hashtag #PregnantWorkout liefert bei Instagram rund 70.000 Treffer. Immer mehr werdende Mütter betreiben weiterhin Fitness und Kraftsport und bleiben während ihrer Schwangerschaft sportlich aktiv und dadurch körperlich fit.

In den Social Media ist Sport während der Schwangerschaft ein richtiger Trend. Längst präsentieren nicht nur prominente Frauen oder Influencerinnen ihren Babybauch beim Training im Sudio bei Facebook, Instagram und Co. Dafür ernten sie manchmal den ein oder anderen besorgten Blick. (Auch interessant: 'Buchtipp für Working Moms & starke Mütter')

Vorteile von Sport in der Schwangerschaft

Doch Expert:innen geben Entwarnung, denn Sport in der Schwangerschaft hat viele positive Effekte. Darunter etwa weniger Müdigkeit, mehr Kraft und Ausdauer für den Alltag mit dickem Babybauch, mehr emotionale Ausgeglichenheit oder mehr Durchhaltevermögen für die Geburt.

Gesundheitsrisiken bei Sport in der Schwangerschaft

Dennoch gilt es, einige Dinge zu beachten, um Gesundheitsrisiken auszuschließen. Zuallererst gilt: Einen Gang runter schalten! Weitere nützliche Infos liefern etwa Verena Wiechers und ihr Team von 'MamaWORKOUT', Gesundheitspartner der AOK.

 

Der wohl wichtigste Hinweis lautet: Fragen Sie Ihre:n Gynäkologen:in oder Ihre Hebamme und sprechen Sie mit ihrem Fitnesscoach über ihr Trainingsprogramm. Denn: Leider verläuft nicht jede Schwangerschaft unkompliziert und nicht jede schwangere Frau ist vollkommen gesund. Dann ist von jeglichem Sport abzuraten.

Spezifische Weiterbildung

Sie wollen sich im Bereich Gruppen- und Individualtraining für Frauen vor und nach der Schwangerschaft fortbilden? Im BSA-Lehrgang 'Kursleiter:in Fit durch die Schwangerschaft'' erlangen Sie theoretische und praktische Kenntnisse, um Trainings- und Ernährungskonzepte für Schwangere und junge Mütter zu erstellen.

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Die freiberufliche Fitness- und Ernährungstrainerin Elli Hachmann äußerte sich im Artikel 'Kraftsport mit Babybauch' ebenfalls zum Thema und der Zunahme von Schwangeren in den Fitnessstudios.

Zu Wort kommt darin auch Frauenarzt Christian Albring, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte: „Es sollte nicht versucht werden, mit betontem Bauchmuskeltraining einen flachen Bauch zu erhalten. Dabei riskierten die Schwangeren nur, dass die bindegewebigen Verbindungen zwischen den Bauchmuskeln überdehnt werden und sogar reißen.“

Workout-Tipps: Nur moderates Krafttraining

Der Tipp der Sportmediziner:innen lautet daher: moderates Krafttraining statt schneller Muskelaufbau. Dadurch seien bislang keine negativen Effekte auf die Schwangerschaft bekannt. Vielmehr gelte zunächst einmal pauschal: Sport in der Schwangerschaft ist für Mutter und Kind gesund. (Auch lesenswert: 'Stillen – gesund ins Leben')

FAQ Sport in der Schwangerschaft

Ausführlicher beantwortet Sportwissenschaftlerin Nina Ferrari weitere Fragen zum Thema im Spektrum-Interview 'In Bestform: 'Schwangere sollten unbedingt in Bewegung bleiben'' und die Berliner Charité hat in ihr FAQ zu 'Schwangerschaft und Geburt' auch zwei Fragen zu 'Sport in der Schwangerschaft' aufgenommen.

Auch Stefanie Meyer aka 'Sportymum', selbst zweifache Mutter, hat eine Meinung zum Besuch im Studio während der Schwangerschaft: „Ja, unbedingt!“ In diesem Blogpost gibt sie wedenden Müttern weitere Tipps und Tricks fürs Training und auch den sportlichen Wiedereinstieg nach der Geburt.

Video mit Babybauch

Stefania Lou lässt ihre Follower:innen bei Instagram natürlich nicht nur am Fortschritt ihrer Schwangerschaften teilhaben, sondern liefert ihnen mit #IAmStronger weitere wertvolle Hinweise fürs eigene Training.


Auch wichtig: 'Fitness & Gesundheit: Vorbildfunktion der Eltern'


Darunter etwa 'Übungen für die Core-Muskulatur in der Schwangerschaft'; nebst Video mit rundem Babybauch in SSW 34. Selbstverständlich führt sie alle Übungen selbst aus; liefert aber auch direkt einen 'Warnhinweis': „Wichtig! Voraussetzung ist natürlich, dass du fürs Training das ok [sic!] von deinem Frauenarzt hast und dich dabei gut fühlst.“

Fazit

Sowohl in als auch nach der Schwangerschaft ist trainingstechnisch vieles möglich. Vorausgesetzt, es gibt keine Ausschlusskriterien, darf bis kurz vor der Geburt (moderat) trainiert werden. 

Sie müssen es ja nicht ganz so auf die Spitze treiben wie Serena Williams, die im zweiten Monat schwanger war und mal eben die Australien Open gewann. Die ganze Geschichte dazu und wie sich Fitness und sportliche Leistungsfähigkeit während der ersten Monate einer Schwangerschaft sogar steigern, darüber berichtet die Süddeutsche Zeitung in diesem Artikel.

Zum Abschluss noch ein Hörtipp: Die Radiosendung 'Leonardo' von WDR5 zum Thema Sport in der Schwangerschaft.

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