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Kennen Sie den Lauftrend Retrorunning?

Ein Perspektivenwechsel tut gut – auch beim Laufen. Warum probieren Sie nicht mal Retrorunning? Profis messen sich sogar bei einer WM.

Wer rückwärts läuft, kommt besser vorwärts und läuft vielleicht sogar gesünder. So sehen es zumindest die vielen Fans des Retrorunnings. Dass der alternative Lauftrend aber nicht nur viele Fans, sondern auch Befürworter aus der Sportmedizin hat, hat mehrere Gründe.

Zum einen trainiert das Rückwärtslaufen die Wendigkeit, die Koordination sowie die Balance und die räumliche Wahrnehmung. Wohl dem, der beim Rückwärtslaufen auch im Blick hat, wo er hinrennt. Zum anderen beansprucht Retrorunning gezielt andere Muskelgruppen (Waden & Oberschenkel) als beim klassischen Laufen und schont dabei auch noch die Gelenke. Aus diesem Grund sehen Sportmediziner wie Robert Margerie Retrorunning als geeignete therapeutische Maßnahme an, die beispielsweise nach Verletzungen sinnvoll sein kann. Auch als alternative Trainingsform für Athleten etc. kann ein solches alternatives Training eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Egal, ob in der Kita oder bei der Arbeit mit Senioren (z. B. Sturzprophylaxe) – Rückwärtslaufen verbessert auch die motorischen Fähigkeiten.  

Der Mensch hat in Millionen Jahren der Evolution den aufrechten Gang gelernt und läuft nun wieder rückwärts? Sicher, das mag für viele eher süffisant beäugt werden und sich wohl kaum im Studio auf dem Laufband durchsetzen – aber angesichts der bisherigen Befunde spricht nichts dagegen, einmal die Lauf-Perspektive zu wechseln. Und für diejenigen, die eher auf Competition und Wettkampf gepolt sind, gibt es sogar eine eigene WM.

Deutschlandfunk Kultur hat dem "Lauftrend Retrorunning" vor Kurzem einen Beitrag gewidmet.

Auch das SWR-Format Landesschau Baden-Württemberg hat den skurril anmutenden Trend in einem Beitrag "Rückwärts zum Erfolg" gefeatured.

Impression von der Retrorunning WM 2018 in Bologna.

 

Für alle, die doch lieber vorwärts laufen, hat fitness MANGEMENT auch passende Beitäge:

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