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'Fit wie Eisenkurt' – Warm-Up: Richtig aufwärmen vor dem Training

Trainingsvorbereitung mit Dehnungsprogramm – denn ein kalter Körper trainiert nicht gern. Daher gilt auch: Jedes Training ist nur so gut wie sein Aufwärmprogramm. Unser Experte Kurt Köhler (68) erklärt, wie er zum Thema Warm-Up steht und welche Methoden er über die mehr als 50 Jahre Trainingserfahrung getestet hat. In Teil 3 der fM ONLINE-Serie 'Fit wie Eisenkurt' widmet er sich dem Thema 'Trainingsvorbereitung'.

Warm-Up und Trainingsvorbereitung: Teil 3 der fM ONLINE-Serie 'Fit wie Eisenkurt'.

Nach einem Kaltstart sind nicht nur (Auto-)Motoren nicht voll belastbar auch unser Körper kann unaufgewärmt keine Höchstleistungen erbringen. Deshalb sollte ein (kurzes) Warm-Up fester Bestandteil jedes Trainings sein.

Zum Thema Streching und Dehnen existieren viele Meinungen. Kurt Köhler aka Eisenkurt hat über Jahrzehnte viele davon miterlebt, selbst ausführlich getestet und seine ganz eigene Meinung zum Thema 'Trainingsvorbereitung' gebildet:

"Ich finde das Beste ist, am eigenen Körper zu testen, wie das Gefühl ist, wenn vor dem Training die Muskulatur durch ein etwa 15- bis 20-minütiges Dehnungsprogramm vorbereitet wird. Ich bin der Meinung hier sollte man auf die Erfahrungen von Profis vertrauen, die ihren Körper viel intensiver kennen, durch ihr tägliches Training.

Locker warmlaufen

Ein Marathonläufer läuft sich zum Beispiel vor dem Rennen mindestens zwei Kilometer locker ein, um richtig warm zu sein für die Belastung von über zwei und mehr Stunden.

In unserem Kampfsporttraining ist es absolute Pflicht, gut vorzudehnen. Denn bei hohen Fusskicks ensteht bei nicht genügend aufgewärmter Muskulatur sehr schnell ein Muskelfaserriss.

Vor über 30 Jahren las ich bereits, dass beim FC Bayern 15 bis 20 Minuten vor der sportlichen Leistung gedehnt wird", erinnert sich Kurt Köhler.


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Und Eisenkurt weiß auch: "Ohne Aufwärmen bleibt ein Muskel in den Endbereichen unelastisch und ist viel verletzungsanfälliger."

Schlecht gedehnte Muskulatur

Rückblick: "Meine ersten Sportarten waren immer sehr viel Laufen und Basketball. Als ich dann in das Taekwondo Training kam, sah ich wie die fortgeschrittenen Gurtträger ihre Füsse in Kopfhöhe bewegten.

Durch mein Lauftraining und Basketball war meine Muskulatur überhaupt nicht gedehnt. Ich konnte damals praktisch keine hohen Fusskicks durchführen. Durch das ausführliche Dehnungsprogramm wurde ich mit den Jahren immer beweglicher."

Schneller durch Dehnungsprogramm

Kurt Köhler erinnert sich außerdem an zahlreiche andere Sportler, für die Dehnen einen hohen Stellenwert besaß: "Carl Lewis, der damals der schnellste Sprinter der Welt war, bestätigte, dass sein Dehnungsprogramm ihn einige Zehntel schneller macht.

Bei einem Training der Eishockeyprofis von SB Rosenheim, sah ich wie sich die Spieler vorher mit leichten Dehnungsübungen aufwärmten. Beim Lauftraining mache ich auch oft zwischendurch einige Dehnungsübungen und merke, dass es danach wieder locker weiter geht.

Tennisprofi John McEnroe machte sich bis zu eine Stunde durch Dehnungsübungen warm für sein Profiturnier. Auch bei den Zeitfahren der Tour de France sieht man die Profis vorher auch bereits immer auf der Rolle mit dem Rennrad beim Aufwärmprogramm."

Fußballer im Kampfsporttraining

Eisenkurt fügt hinzu: "Ich hatte auch vor Jahren Fußballer in meinem Kampfsporttraining, die mir eine bessere Beweglichkeit durch unser Training bestätigten und dadurch weniger verletzt waren.

In Brasilien weiß jeder Fussbalknirps, wie er seinen Körper elastisch macht."

Kurt Köhlers Fazit: "Findet selbst heraus, wie Ihr euren Körper für den Sport vorbereitet."

Über Eisenkurt

Kurt Köhler ist 68 Jahre alt und lebt in der Gemeinde Erdweg in Bayern. Er hält zahlreiche Weltrekorde: Darunter den Beintraining-Rekord (2006) mit der schrägen Beinpresse (385 kg), den Box-Rekord (2013) mit 23.150 Speed-Schlägen und den Rekord 500 Gewichtheberkniebeugen (in tiefer Ausführung, 2018). Sein Ziel: Der weltweit fitteste Sportler in der Kombination 'Kraft, Ausdauer & Schnelligkeit' zu werden. Mit 42 Jahren startete er noch eine Karriere als Leistungsschwimmer. Im Jahr 2019 plant er, mit dem Rennrad die vollständige Strecke der Tour de France abzufahren.

Alles über Eisenkurt und seine Rekorde lesen Sie auf seiner Homepage.

Auf diese weiteren Themen dürfen Sie sich in der fM ONLINE-Serie „Fit wie Eisenkurt“ freuen:

  1. Trainingsziel: Das Ziel im Blick (29.07.19)
  2. Trainingsvorbereitung (dieser Artikel)
  3. Trainingskontrolle
  4. Training in jedem Alter
  5. Abwechslung im Training
  6. Konzentration
  7. Das Kaugummigefühl und der Burnout
  8. Der innere Schweinehund
  9. Trainingszyklus Regeneration
  10. Mentale Stärke

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