Corona, Digital, Fitness, Markt, DSSV | Autor: David Köndgen |

Corona-Krise: Ketten folgen DSSV-Empfehlung – fMi-Webseite mit Corona-Hilfen eingerichtet

Sämtliche Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland sind seit dem 17. März 2020 geschlossen, um die Verbreitung des Coronavirus (Covid-19) einzudämmen. Hierzu gehören auch die großen Fitnessketten. In Zusammenarbeit mit dem DSSV hat fitness MANAGEMENT international (fMi) die Kundenbindungs-Maßnahmen der 20 größten Fitnessketten im Zuge der Corona-Krise analysiert. Auf dieser Basis hat die fMi eine zentrale Informationsseite mit kostenfreien Corona-Hilfen eingerichtet, von der insbesondere die Einzelstudios profitieren können.

Corona-Krise: Fitnessketten folgen DSSV-Empfehlung

Bereits wenige Stunden nach der behördlichen Schließung aller Fitnessstudios in Deutschland haben die großen Ketten reagiert und ihre Mitglieder über die Maßnahmen in den kommenden Wochen informiert. 

Als primäre Kanäle wurden E-Mail-Newsletter, die Webseiten der Betreiber sowie Social Media und Internetportale verwendet.


 


Analyse der 20 größten Ketten

Im Rahmen einer Analyse des DSSV – Arbeitgeberverbands deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen und fitness MANAGEMENT wurden die 20 größten Fitnessketten in Deutschland betrachtet. 

Gemäß der aktuellen Studie 'Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020' von DSSV, Deloitte und DHfPG umfassen diese 20 Ketten 1.674 Anlagen und 4,2 Millionen Mitglieder in der Bundesrepublik.

Beiträge bei Ketten werden weiter gezahlt

Nennenswert ist die Feststellung, dass die betrachteten Fitnessketten die Mitgliedsbeiträge auch in der Corona-Krise weiter einziehen. Damit folgen die Betreiber der Empfehlung des DSSV. 

Auch die öffentliche Meinung und etwa die BILD-Zeitung (Artikel vom 20.03.2020) argumentieren in diese Richtung und verhalten sich solidarisch gegenüber der Fitnessbranche und den Studiobetreibern. (Lesen Sie auch: Studios während der Corona-Krise unterstützen)


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Zwei wesentliche Maßnahmen

Die Kettenbetreiber zeigen sich kundenorientiert und kommunizieren mit ihren Mitgliedern. Als Kompensation für die Fortzahlung der Beiträge bieten die Studios ihren Mitgliedern im Wesentlichen zwei Maßnahmen an:

  1. Schließzeit nachholen
  2. Digitale Angebote

Als weitere Variante, insbesondere im Premium-Segment, werden beispielweise Gutscheine vergeben, die gegen Personal Training oder Getränke eingetauscht werden können. Diese Maßnahme wird im Folgenden jedoch nicht weiter betrachtet.

Mehr als 80 Prozent holen Schließzeit nach

Wie vom DSSV empfohlen, ist sowohl für Fitnessstudios als auch Mitglieder die einfachste und fairste Variante den Beitrag fortzuzahlen und die Zeit, in der nicht trainiert werden kann, anderweitig zu vergüten.

Mehr als zwei Drittel aller betrachteten Kettenanlagen haben sich bereits für diese Variante entschieden. Sie vergeben Trainingsguthaben und hängen beispielsweise die Schließzeit an die vereinbarte Vertragslaufzeit dran. Bezogen auf die Mitglieder entspricht dies sogar 82,5 Prozent der betrachteten Fitnessketten (vgl. Abb. 1). 

Hinweis: Der DSSV stellt seinen Mitgliedsstudios Musterschreiben zur Verfügung, mit denen sich Studios und Endkunden auf die Fortzahlung des Beitrags sowie auf den Erwerb eines Trainingsguthabens einigen können.

Rund drei Viertel mit digitalen Angeboten

Als zweite Maßnahme werden digitale oder Online-Lösungen kostenfrei angeboten, mit denen die Mitglieder auch von zu Hause aus trainieren können.

Solche Angebote umfassen etwa Fitness-Apps, Workout-Videos, virtuelle Kurse oder digitale Trainings- und Ernährungspläne. Aus der Analyse geht hervor, dass 77,3 Prozent der Kettenanlagen diese digitalen Betreuungsmaßnahmen als Kompensation für die Studioschließung anbieten und somit 78,4 Prozent der Ketten-Mitglieder diese Angebote nutzen können (vgl. Abb. 2).

Kostenfreie Angebote für Einzelstudios

Kritiker könnten nun sagen, dass die Ketten ganz andere Voraussetzungen haben und aufgrund ihrer Größe solche Angebote einfacher und schneller anbieten können als Einzelstudios.

Doch auch hier überrascht die Fitnessbranche in punkto Solidarität: eine Vielzahl von Herstellern und Zulieferern aus der Fitnessindustrie bieten den Studios während der Corona-Krise kostenfreie Angebote.

Diese können von Studiobetreibern genutzt werden, um ihren Mitgliedern während des Shutdowns einen Mehrwert zu bieten und sie weiter zu binden. (Lesen Sie auch: Kundenbindung in Zeiten der Corona-Krise – Tipps des 'Retention Guru')

Zentrale Webseite mit kostenfreien Corona-Hilfen für Studios

Auch wir als führender Fachverlag und offizielles Organ des DSSV bieten Ihnen als Studiobetreiber relevante Informationen, die Ihnen und Ihren Mitgliedern einen direkten Mehrwert bieten

Hierfür haben wir Ihnen einen wertvollen Überblick zu aktuellen Hilfs-Angeboten – darunter auch viele digitale Angebote – der Fitnessindustrie zusammengestellt. Diese Übersicht haben wir in unserer neuen Rubrik 'Corona-Hilfe' verlinkt. Diese zentrale Informationsseite wird regelmäßig aktualisiert – also klicken Sie am besten täglich rein.

Fazit DSSV

Das Handeln der Ketten bestätigt die Empfehlung des DSSV: „Studiobetreiber sollten in den Zeiten der Corona-Pandemie direkt und persönlich mit ihren Mitgliedern in Kontakt treten und individuelle Lösungen suchen. In jedem Fall sollte versucht werden, dass die Mitgliedbeiträge weiter gezahlt werden.“

Diese Empfehlung des DSSV bedeuten keine oder nur geringe Umsatzausfälle, die Beiträge werden ganz regulär eingezogen und das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit für Studiobetreiber wird reduziert.

DSSV als Anlaufstelle für Studiobesitzer

Eine Übersicht mit allen rechtlichen Fragen rund um Studioschließungen hat der DSSV erstellt. Sie erhalten diese relevanten Informationen auch wenn Sie kein DSSV-Mitglied sind. Eine persönliche Fachberatung ist jedoch nur für DSSV-Mitglieder möglich.

Viele Tipps für die Dauer des Shutdowns finden Sie unserem Artikel 'Shutdown, und nun?'.

Corona-Solidarität: Stay Strong – Stay Together!

Vereint die Corona-Krise bewältigen: Unter dem Slogan 'Stay Strong – Stay Together!' appellieren Entscheider und Studiobetreiber an die Solidarität und Loyalität untereinander. (Lesen Sie auch: Zusammenhalt während der Corona-Krise)

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