Fitness, Management, Anzeige | Autor: Jürgen Wolff |

Outdoor Fitness: „Das Feedback ist überwältigend!“

Stefan Polzer hat das Trainingsangebot im J+ Just More fitness in Bergneustadt im April 2020 durch einen Outdoorbereich mit Functional Tower ergänzt. Seit April 2021 verfügt die Fläche für Sport im Freien im J+ Just More über einen Cardio- und einen Kraftbereich, der mit Outdoorgeräten ausgestattet ist.

Interview Outdoor Fitness mit Stefan Polzer von J+ Just More fitness

fMi: Welche Gründe haben Sie dazu bewogen, Outdoortraining in Ihr Studiokonzept zu integrieren?

Stefan Polzer: Das Thema beschäftigt uns schon seit Jahren. Der Gedanke war, unseren Kunden eine tolle Alternative zu bieten, da einige gerade in den Sommermonaten nicht indoor trainieren möchten – Kraftsport an der frischen Luft ausüben zu können wäre phänomenal.

Ende des Jahres 2019 haben wir uns in der Familie entschieden, einen Outdoor-Functional-Tower über die Firma Pro Functional im Studio zu implementieren. Durch die sehr schnelle Umsetzung der Firma mit ein paar baulichen Maßnahmen wurde der Turm im April 2020 aufgebaut und unsere Kunden konnten dann trotz des ersten Lockdowns in unserer neuen Outdoor-Area trainieren. Aufgrund des positiven Feedbacks der Kunden, die auch bereits eine zweite Außenfläche für Kurse nutzten, trafen wir die Entscheidung, einen zweiten Outdoorbereich mit „richtigen“ Kraftgeräten zu gestalten. Es hat sich herauskristallisiert, dass der Turm von einer bestimmten Kundengruppe oder für Kurse genutzt wird, der „Normalkunde“ jedoch lieber an Geräten trainiert. Daher denke ich, dass Cardio- sowie Kraftgeräte ein absolutes Muss für einen Outdoorbereich sind.

Nach einem Gespräch mit Michael Birk von DHZ Fitness Europe wurden unsere Vorstellungen im Dezember 2020 konkret. Michael Birk kümmerte sich um die Geräte und wir setzten die baulichen Maßnahmen um. Mit einem Outdoorbodenbelag von Boden Konzept by Angelo Kunovic sowie einem Flexzelt der Firma Nomadik und weiteren baulichen Maßnahmen mit unserem tollen Team haben wir dann im März und April 2021 die Voraussetzungen für einen Outdoorbereich von ca. 150 Quadratmetern geschaffen.

Seit dem 12. April haben wir unsere Fläche für Sport im Freien für das Cardioworkout geöffnet und konnten Anfang Mai 2021 auch den Kraftbereich mit den Explode-Geräten von DHZ öffnen.


 


Wie sieht Ihr Outdoorfitnesskonzept in der Praxis aus? Wie haben Sie Ihr Indoor- und Outdoorangebot kombiniert?

Unsere Kunden, die sich solidarisch gezeigt haben, können alle Bereiche nutzen. Sobald der Lockdown aufgehoben wird, ist das Training im Außenbereich erst einmal kostenfrei. Ab 2022 können unsere Basic-Kunden Outdoortraining als Modul hinzubuchen, für die Fitness-Kunden ist es inklusive.

Aufgrund unserer Fusion mit dem Wellcome in Gummersbach, können die Mitglieder von dort jetzt auch den Außenbereich im J+ Just More fitness nutzen.


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Wie wird das Outdoorangebot von Ihren Mitgliedern angenommen und wertgeschätzt?

Das Feedback unserer Kunden ist überwältigend und definitiv die Bestätigung für diesen Schritt und die Investition in dieser Höhe. Aussagen wie „Ist ja der Wahnsinn, was ihr alles für uns macht. Endlich können wir wieder trainieren. Vielen Dank“ haben wir des Öfteren gehört.

Unter welchen Voraussetzungen können ergänzende Outdoorkursangebote und attraktive Freilufttrainingsflächen effektiv dabei helfen, Mitglieder jetzt langfristig an das Studio zu binden?

Je nach Machart ist eine Outdooranlage eine erhebliche Erweiterung des Portfolios, um nicht zu sagen, dass man ein weiteres Gym zur Verfügung stellt. Zu Zeiten von Corona ist es auch eine Art Hygienemaßnahme, durch die sicherlich viele Kunden zum Training kommen, die bei einem reinen Indoorangebot erst einmal zu Hause bleiben würden.


 


Was sind aus Ihrer Sicht die Erfolgsfaktoren und Schwierigkeiten, die interessierte Studiobetreiber bei der Umsetzung eines Outdoorfitnesskonzeptes beachten müssen?

Ein Functional Tower allein reicht nicht aus. Es müssen definitiv Geräte vorhanden sein, um auch tatsächlich das Flair eines Gyms zu schaffen. Unsere Licht- und Musikanlage trägt zusätzlich dazu bei, eine gewisse Atmosphäre zu schaffen.

Wie beurteilen Sie die Relevanz von Outdoorfitnessangeboten aktuell und in der Zukunft?

Ich denke, dass sich jeder Betreiber, der irgendwie die Möglichkeit hat, einen Outdoorbereich zulegen sollte. Es ist die Alternative zur Überbrückung der Corona-Pandemie. Später hat man die Möglichkeit, Kunden zurückzugewinnen, Neukunden etwas Besonderes zu bieten und im Sommer die saisonale Fluktuation zu senken.

Mehr zum Thema

fMi hat Outdoorfitness in der Praxis beleuchtet und dazu auch mit Henrik Gockel (PRIME TIME fitness) und Rainer Böer (MAP Sport & Fitness, Bitburg) über ihre Praxiserfahrungen und Einschätzungen zu aktuellen Herausforderungen sowie künftigen Marktentwicklungen für den Bereich 'Outdoorfitness' gesprochen. Klicken Sie einfach auf das entsprechende Bild und sie gelangen direkt zum Interview.

Diesen und weitere Artikel finden Sie in der fMi 03/2021 & für Abonnenten EXKLUSIV vorab.

Zum Abonnement
fMi 03/2021

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