Lagebericht der Fitness- und Gesundheitsbranche

In einem offenen Brief an die zuständigen Bundes- und Landesministerien weist DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze auf die schwierige Lage der Fitnessbranche hin.
Lesezeit: 2 Minuten
DSSV: Offener Brief zur Lage von Fitness und Gesundheit in Deutschland
DSSV: Offener Brief zur Lage von Fitness und Gesundheit in Deutschland
In einem offenen Brief an die zuständigen Bundes- und Landesministerien weist DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze auf die prekäre Lage der Fitness- und Gesundheitsanlagen hin. In unserem Artikel können Sie das komplette Schreiben nachlesen.

Am 12. Januar 2021 hat Birgit Schwarze, Präsidentin des DSSV e.V., an alle Kontakte der zuständigen Ministerien auf Bundes- und Länderebene einen offenen Brief zur Lage der Fitness- und Gesundheitsanlagen versandt. Im Folgenden lesen Sie den Wortlaut des Briefes.


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Sehr geehrter Herr Team,

als Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen möchten wir Sie zur aktuellen Branchensituation informieren und die Politik alarmieren. Wir haben bereits im November vergangenen Jahres als DSSV mittels unserer Forderung nach einem branchenspezifischen Nothilfeprogramm darauf aufmerksam gemacht, dass wir mit einem Milliardenschweren Branchen-Verlust rechnen.
(Lesen Sie dazu auch: 'Hilfe für die Branche').

Die Lage hat sich seitdem zugespitzt und ist mittlerweile als äußerst prekär zu bewerten. Aufgrund der erneuten Schließung der Fitness- und Gesundheitsanlagen im vergangenen November sind unsere Betriebe insgesamt nun mehr als 5 Monate ohne echten Umsatz. Eine Aussicht auf Wiedereröffnung wurde bis dato nicht gestellt. 

In den für die Branche wichtigen Monaten Januar und Februar werden in der Regel die meisten Neuverträge abgeschlossen. Es handelt sich somit um die umsatzstärksten Monate. Aufgrund des erneuten Lockdowns und der wiederum damit verbundenen Schließung aller Fitness- und Gesundheitsanlagen ist dieses so wichtige Geschäft - das die natürliche Fluktuation ausgleicht - nicht möglich. 

Es muss an dieser Stelle betont werden, dass die von den Bundesministern Altmaier und Scholz „schnell und unbürokratisch zugesicherten“ Gelder der November- und Dezemberhilfe bis dato gar nicht oder aber nur in geringen Maßen, als Abschlagszahlung, an die Unternehmen geflossen sind. Zudem ist es enttäuschend, welchen Komplexitätsgrad die November- und Dezemberhilfen als auch die Überbrückungshilfe II aufgrund der ständigen Erweiterungen und Änderungen erreicht haben. All dies hat immense Auswirkungen, denn die Liquidität der meisten Betriebe ist nun aufgebraucht. In der momentanen Situation zählt jeder Tag. 

Unser Unmut steigt, da auch die bis dato nur spärlich verfügbaren Angaben zur Überbrückungshilfe III keine Planungssicherheit bei den Unternehmern schaffen. Die bisher bekannten Zugangsmöglichkeiten zur Antragsberechtigung sind unübersichtlich und Betriebe werden nicht partizipieren können. 

Wir möchten Sie daher nachdrücklich auffordern, die zugesagten Hilfsgelder umgehend auszuzahlen und den wirtschaftlichen Ruin unserer Betriebe zu stoppen! 

Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg

Birgit Schwarze

Präsidentin des DSSV e.V.


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