Fitness, Anzeige | Autor: David Köndgen |

Mit Boris Herrmann in 80 Tagen um die Welt: Buchtipp 'Allein zwischen Himmel und Meer'

Boris Herrmann startete am 8. November 2020 als erster Deutscher bei der härtesten Regatta der Welt. Nach 80 Tagen beendete er sein Segel-Solo am 28. Januar 2021. Knapp acht Monate später erschien das Buch zu seiner insgesamt vierten Weltumseglung. Im Bestseller 'Allein zwischen Himmel und Meer' liefert er ein Paradebeispiel für Motivation und Durchhaltevermögen. Und nutzt seine Popularität auch für einen Aufruf zum Schutz der Weltmeere.

„Man muss nicht segeln können, um das Buch zu verstehen“, sagte Co-Autor Andreas Wolfers auf der virtuellen Pressekonferenz am Erscheinungstag des Buches 'Allein zwischen Himmel und Meer – Meine 80 Tage beim härtesten Segelrennen der Welt' (C. Bertelsmann).

Er hat recht. Denn gemeinsam mit dem Protagonisten, Segel-Star Boris Herrmann, nimmt er die Leser mit an Bord der Rennyacht 'Seaexplorer' und formuliert dabei spannend und auch für Laien verständlich. Unverzichtbare Fachbegriffe aus der Seglersprache finden sich im Glossar.


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Als Leser hat man so das Gefühl, selbst auf See zu sein. Auf einem gut 18 Meter langen 'Geschoss' der Bootsklasse 'Open-60-Rennyacht' geht es durch die Weltmeere: Atlantischer Ozean, vorbei am Kap der Guten Hoffnung, Indischer Ozean, entlang der Eisgrenze im Südpolarmeer, Pazifischer Ozean und schließlich um Kap Hoorn zurück in den Atlantik.

Dramatik, Abenteuer und Glücksgefühle – alles inklusive. Wie konnte dem Co-Autor dieses Kunststück gelingen?

Schließlich segeln sämtliche Teilnehmer der Vendée Globe, also auch der Hamburger, beim härtesten Segelrennen der Welt alleine um den Globus.

Modernen Kommunikationsmitteln sei dank: An Bord verfügen die Skipper 2.0 über Satellitentelefone, Antennen und WiFi-Zugangspunkte. Und so standen Boris Herrmann und Andreas Wolfers während der Reise via WhatsApp fast ununterbrochen im Austausch.

Einsam inmitten des endlosen Pazifiks

Wirklich alleine zwischen Himmel und Meer war Boris Herrmann also an keinem der 80 Tage. Dennoch kommen auch die nachdenklichen und einsamen Momente nicht zu kurz. Etwa Mitten im Pazifik zwischen Neuseeland und Chile, am abgelegensten Punkt der Erde: Point Nemo, auch Pol der Unzugänglichkeit genannt.

Er liegt fast 3.000 Kilometer abseits jeglicher Zivilisation. Zum Vergleich: Die Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS schweben 'nur' in einer Entfernung von rund 400 Kilometern um die Erde.

„Gäbe es eine Topografie der Emotionen, die sich über die Weltkarte meiner Reise legen ließe, dann verschwände Point Nemo in einem tiefen, dunklen Loch“, beschreibt Boris Herrmann seine Gefühlslage zwei Tage vor Silvester.

Durch des Weltumseglers Augen

Von seinem Aufstieg in den 29 Meter hohen Mast schickte er ein Video, anhand dessen der Co-Autor im Buch detailliert schildert, welche Emotionen währenddessen im Weltumsegler aufstiegen. „Das Rennen durch meine Augen zu erleben war das Ziel“, sagt Boris Herrmann. Ziel erreicht.


„Vorher hatte ich die Sorge, nicht genügend Informationen zu erhalten. Das Gegenteil war jedoch der Fall und die Auswahl fiel schwer.“
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Andreas Wolfers, Co-Autor von Boris Herrmann


Die Hintergründe hatten Herrmann und Wolfers bereits vor dem Start abgestimmt. So integriert Andreas Wolfers immer wieder auch informative Abschnitte etwa zu den Folgen des Klimawandels in den Reisebericht: „Die Ozeane nehmen neunzig Prozent der Wärmeenergie auf, die der Treibhauseffekt in der Atmosphäre erzeugt. Und sie nehmen ein Viertel des menschengemachten CO2 auf.“

Buch kaufen, Klima schützen

Denn auch das Thema Klimawandel ist den beiden Autoren eine Herzensangelegenheit. Zum Klimaschutz beitragen soll auch der Buchverkauf, für jedes Exemplar wird ein Setzling im Malizia Mangrove Park gepflanzt. Dort sollen bis Ende 2022 insgesamt eine Million Mangroven wachsen.

Wir nutzen die Bühne des Sports, um auf die Bedeutung der Weltmeere fürs Klima aufmerksam zu machen“, erklärt Boris Herrmann, der sich schon seit vielen Jahren für den Klima- und Naturschutz engagiert.

Unterwegs trägt Boris Herrmann selbst aktiv dazu bei, dass die Klimaforscher aktuelle Daten vom Ort des Geschehens erhalten. Zum einen setzt er immer wieder Messbojen in den entlegensten 'Ecken' der Weltmeere aus.

Aufmerksamkeit für Klimaprojekte nutzen

Zum anderen analysiert ein kleines auf der 'Seaexplorer' eingebautes Bordlabor entlang der gesamten Route Wasserproben – misst etwa die Konzentration von Mikroplastik im Ozean.

Natürlich freut mich das öffentliche Interesse auch deshalb, weil es unseren Klimaprojekten hilft; über das Bordlabor wird inzwischen viel berichtet, ebenso über unser Projekt 'Malizia Ocean Challenge'“, schreibt Herrmann.

Mit Greta Thunberg über den Atlantik

Rückblick: Bekanntheit über Seglerkreise hinaus hatte Boris Herrmann bereits 2019 erlangt, als sich Greta Thunberg und ihr Vater auf seiner Rennyacht emissionsfrei zur UN-Klimakonferenz nach New York über den Atlantik segeln ließen.


 


Mentale Herausforderungen, schöne Momente und auch gefährliche. Nichts wird ausgelassen. Genau das macht die Faszination für das Buch aus, in dem Wolfers und Herrmann gemeinsam diese unglaubliche Reise eindrucksvoll schildern.

So ist ihnen mit „Allein zwischen Himmel und Meer“ eine ganz große Abenteuererzählung gelungen oder wie Boris Herrmann es ausdrückt: „Es ist kein Buch nur für Segler, sondern für alle, die sich für Abenteuer interessieren“.

Rang 5 bei Vendée Globe Premiere

Nach einer spektakulären Aufholjagd und einem dramatischen Finale der Vendée Globe kam Herrmann bei seiner Premiere übrigens als Fünfter von 33 Teilnehmern ins Ziel. Das ist natürlich kein Spoiler, sondern soll nur als weiterer Leseanreiz dienen.


„Ich habe nicht erwartet, wie emotional Menschen auf meine offenherzigen Berichte von hier draußen reagieren.“
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Boris Herrmann, Weltumsegler


Welche weiteren Prüfungen die Reise noch für ihn bereithielt, lesen Sie am besten selbst und lassen sich beeindrucken und motivieren.

Mehr Abenteuer: 'Faszination SUP'

Boris Herrmanns Vendé Globe Reiseroute


Über die Autoren

Boris Herrmann (geboren 1981 in Oldenburg) ist der wohl derzeit bekannteste deutsche Segler. Ende 2020 nahm der Profisportler an der Vendée Globe teil; die Regatta für Einhandsegler findet alle vier Jahre statt und führt nonstop um den Globus. Zusammen mit seiner Frau Birte Lorenzen-Herrmann betreibt er das internationale Bildungsprojekt 'Malizia Ocean Challenge'.

Andreas Wolfers (Jahrgang 1958) ist Journalist und Autor. Er arbeitete 13 Jahre als Reporter beim Magazin GEO und war Textchef des STERN. Von 2007 bis 2019 leitete er die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg. Der gebürtige Flensburger segelt seit seiner Kindheit, den Atlantik hat er wie der Protagonist des Buchs auch schon überquert.

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