Es sind viele kleine Besonderheiten, die das Iron&Soul Köln auszeichnen. Die Geschäftsführung – Gründer Axel Lankes, sein Sohn Laurenz Lankes und Alexander Frenger – verfügt über viele Jahre Branchenerfahrung und hat mit viel Liebe zum Detail einen Ort für gutes Training erschaffen und mehrere Trends der Branche weitergedacht.
Zu den Besonderheiten zählen auch Bereiche des Clubs, die auf den ersten Blick nicht viel mit Training zu tun haben. Es gibt in der Nähe des Check-ins einen kleinen Co-Working-Bereich sowie die More Bar, eine Protein- und Shakebar mit Kaffee aus der Siebträgermaschine. Beide Bereiche wurden gezielt als Orte für das Community Building geschaffen, an denen sich Mitglieder und auch Trainerinnen und Trainer nach dem Training treffen, sich vernetzen und gemeinsam etwas trinken können. „Daraus entsteht Community, und Community ist der Teil unseres Produkts, den man nicht einkaufen kann“, sagt Laurenz Lankes.
Die Unternehmer hinter den Iron&Soul-Clubs

Laurenz Lankes, Mitgründer
Laurenz Lankes ist in der Fitnessbranche aufgewachsen. Sein Vater Axel Lankes war über Jahrzehnte in der Branche in leitender Funktion tätig, Cluballtag war entsprechend früh Familienalltag. Sportlich kommt er aus dem Leistungstennis, heute trainiert er selbst HYROX. Nach dem Master in Business Analytics arbeitete er im Venturecapital im Bereich KI und begleitete dort den Aufbau junger Technologieunternehmen. Diese Kombination prägt seine Rolle bei Iron&Soul: Strategie, Zahlen, Digitalisierung und Expansion.

Alexander Frenger, Mitgründer
Alexander Frenger verantwortet bei Iron&Soul den operativen Bereich: Clubbetrieb, Prozesse, Personal und Qualität an den Standorten. Er sorgt dafür, dass aus einem Konzept ein funktionierender Alltag wird, und ist eines der beiden Gesichter der Marke nach außen. Davor hat er zehn Jahre lang den operativen Aufbau eines Kettenbetriebes mit mehr als 100.000 Mitgliedern begleitet.

Axel Lankes, Geschäftsführer und Gründer
Axel Lankes ist seit Jahrzehnten in der Fitnessbranche zu Hause und hat vor Iron&Soul eine Kette mit mehr als 20 Standorten aufgebaut und geführt. Er bringt in das Gründungsteam das ein, was sich nicht anlesen lässt: Erfahrung aus mehreren Marktzyklen, ein Gespür für Standorte und die Fähigkeit, Konzepte auf ihre wirtschaftliche Substanz abzuklopfen.
Gezielte Positionierung als Club
Das Design und die Inneneinrichtung sind nicht Mainstream. Knallige Farben wurden stilsicher miteinander kombiniert und durch gezielte Beleuchtungseffekte in Szene gesetzt, sodass jeder Raum seinen unverwechselbaren Charakter erhält. „Licht- und Farbgebung sind die Hebel, die aus der Trainingsfläche einen Ort machen, an dem man sich gern aufhält“, sagt Laurenz Lankes. „Unser Anspruch ist, dass sich der Standort wie ein Club anfühlt und nicht wie eine Halle mit Geräten.“
Hinzu kommt ein praktischer Aspekt: Die Räume des Iron&Soul Köln funktionieren auf Bild und Video. „Unsere Mitglieder filmen sich, unsere Trainer produzieren Content, und wir selbst leben stark über Social Media“, erklärt Laurenz Lankes. „Wenn der Standort auf dem Handy schlecht aussieht, verschenkt man den größten Marketingkanal.“
Die erste Alternative
Das auffällige Design ist Teil des Clubkonzepts. Auch Musik, Akustik und Duft haben im Iron&Soul Köln einen großen Stellenwert. Durch das Zusammenspiel entsteht ein Gesamterlebnis. „Unser Maßstab war die Frage, ob ein Nachmittag bei uns eine ernsthafte Alternative zu anderen Wochenendaktivitäten sein kann“, erläutert Laurenz Lankes. Was zugespitzt klingt, lässt sich anhand von Daten belegen: Der Sonntag ist inzwischen einer der stärksten Tage des Iron&Soul Köln.
Der Club ist als Lifestyleort konzipiert. Die Mitglieder kommen, weil sie Gleichgesinnte treffen, weil sie nach dem Training noch bleiben können und weil Iron&Soul in Bewegung bleibt und regelmäßig Neues bietet: neue Kurse, neue Trainer, neue Formate und Events.
Training einfach gemacht
Der Kraftbereich ist mit 1.200 Quadratmetern der größte Einzelbereich und das Herzstück des Clubs. Iron&Soul arbeitet bewusst nicht nur mit einem Hersteller zusammen, sondern betreibt „Cherry-Picking“: Für jede Muskelgruppe wird das beste Gerät ausgewählt. Im Ergebnis stehen EGYM, Matrix, HOIST, Panatta, Hammer Strength und gym80 nebeneinander. 800 Quadratmeter entfallen auf den Kurs-, 400 auf den Cardiobereich.
Im Obergeschoss befindet sich die großzügige Functional- und HYROX-Area, in der HYROX-Formate sowie die eigenen HIIT- und Running-Kurse stattfinden. Dazu kommt ein zweiter großzügiger Kursraum, der flexibel für Mobility-, Stretching- und kraftorientierte Kursformate genutzt wird. Die Recovery Suite umfasst Sauna, Kompressionsmanschetten und seit Kurzem Möglichkeiten für eine Kryo- sowie Rotlichttherapie.
Drei Trends – ein Konzept
Die Fläche für ihren Club hatte das Führungstrio bereits einige Jahre im Blick. Es kam lange nicht zu einer Einigung mit dem Vermieter, weil die Rechnung für einen reinen Fitnessbetrieb auf den insgesamt 5.500 Quadratmetern nicht aufging. Erst als das gesamte Objekt angemietet und Teile davon untervermietet wurden, ließ sich der Standort wirtschaftlich darstellen.
Der inhaltliche Impuls, ein neues Clubkonzept zu starten, kam aus der Branchenerfahrung des Gründerteams, das drei Makrotrends identifiziert hatte:
- Fitness und Gesundheit wachsen zunehmend zusammen. Das Verständnis dafür, wie relevant Krafttraining für die Gesundheit ist, hat sich in der Breite durchgesetzt.
- Menschen suchen Orte, an denen sie sich persönlich begegnen können. Der soziale Aspekt ist kein Nebenprodukt des Trainings mehr, sondern für viele der eigentliche Grund, zu kommen.
- Boutiquestudios sind qualitativ hervorragend, aber preislich für viele nicht dauerhaft tragbar.
„Daraus entstand unsere Idee“, erklärt Laurenz Lankes. „Boutiquekurse auf Champions-League-Niveau und richtig gutes Krafttraining an einem zugänglichen Ort, zu einem Preis, den man sich dauerhaft leisten kann. Wir sind kein günstiger Anbieter, aber man bekommt bei uns Krafttraining und Boutiquekurse an einem Standort statt zweier Mitgliedschaften bei zwei Anbietern.“ Eröffnet wurde Iron&Soul Köln im Januar 2025.








Topstandort mit starkem Wettbewerb
Der Standort im Kölner Süden ist durch ein dicht besiedeltes, urbanes Umfeld mit einer Mischung aus Studierenden, jungen Berufstätigen und Familien geprägt. Der Club ist gut erreichbar und in ein Wohn- und Alltagsumfeld eingebettet, in dem ein Clubbesuch nicht geplant werden muss, sondern nebenbei passiert.
Bei der Qualität des Standorts ist die Wettbewerbssituation entsprechend intensiv. Im Umkreis von 500 Metern befinden sich mehrere Ketten- und Einzelbetriebe. „Dass unser Konzept hier funktioniert, sagt mehr über das Produkt als jede Standortanalyse“, sagt Laurenz Lankes. „Bereits im ersten Jahr waren wir einer der meistbesuchten Partnerstandorte des Netzwerks von Urban Sports Club. Seit der Eröffnung haben rund 50.000 unterschiedliche Menschen bei uns trainiert.“
Learning by Doing
Nicht alles hat vom Start weg funktioniert. Das größte Lernfeld waren die Kurskonzepte. Yoga wurde wieder aus dem Programm genommen, weil es nicht zur Positionierung und zur Zielgruppe passte. „Wir sind emotionaler, lauter und energiegeladener. Ein Format, das dem entgegenläuft, wird bei uns nicht gut besucht, egal wie gut der Trainer ist. Inzwischen haben wir unser Kursportfolio klar geschärft und passen es künftig standortspezifisch an“, erklärt Alexander Frenger.
Eine weitere Veränderung war die More Bar, die im vergangenen Jahr implementiert wurde. Mit Warenmanagement, Pricing und Logistik wird sie wie ein Geschäft im Geschäft geführt. Die Partnerschaft mit More Nutrition und Oace für Gym- und Streetwear wird am zweiten Standort in Neuss und an weiteren geplanten Standorten fortgeführt.
Partnerschaften und Netzwerk
Kooperationen sind ein zentraler Baustein des Modells von Iron&Soul. Die engsten Partnerschaften bestehen mit More Nutrition und ESN im Zusammenhang mit der More Bar und den Vendingautomaten sowie mit Oace im Bereich Bekleidung und gemeinsamen Communityevents. Hinzu kommen Partnerschaften mit Herstellern.
Die Partner profitieren von der Präsenz über die Social-Media-Kanäle von Iron&Soul, auf denen im Jahresverlauf mehrere Millionen Impressions erzielt werden, und vom direkten physischen Zugang zu einer kaufkräftigen Zielgruppe. Der Club kann seinen Mitgliedern ein besseres Produkterlebnis bieten und erhält Zugang zu Know-how.
Für weitere Kooperationen sind wir offen – überall dort, wo sich Synergien heben lassen.
Laurenz Lankes – Mitgründer Iron&Soul
Viele Karriereoptionen für das Team
Wie läuft die Zusammenarbeit des Teams im Studioalltag? „Jung, energiegeladen und sehr eng getaktet. Wir arbeiten mit klaren Standards, aber ohne starre Hierarchie im Alltag. Feedback läuft in beide Richtungen – zeitnah, nicht einmal im Jahr im Mitarbeitergespräch“, sagt Alexander Frenger.
Den Teammitgliedern stehen sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten und Karriereoptionen offen – von der Trainingsbetreuung auf der Fläche über die Kursleitung bis in die Clubleitung. Auf dem Expansionskurs von Iron&Soul entstehen diese Möglichkeiten laufend. „Wir besetzen lieber intern als extern“, so Alexander Frenger.
Qualifikationen und Soft Skills
Die fachliche Qualifikation ist dabei wichtig, steht aber nicht an erster Stelle. Am wichtigsten sind die Bereitschaft, anzupacken und zu lernen, Offenheit für Feedback sowie Freundlichkeit. „Wer keine Lust auf People Business und Service hat, wird bei uns nicht glücklich, egal wie gut die Zeugnisse sind.“
Das Verständnis für das komplexe Angebot bei Iron&Soul Köln ist ein weiterer entscheidender Punkt: Kurse, Kraftfläche, EGYM, Recovery, More Bar. Mitarbeitende müssen das Gesamtkonzept verinnerlichen, um Gäste wirklich beraten zu können. „Ein weiterer Punkt ist Haltung. Wir suchen Menschen, die Lust darauf haben, einen positiven Einfluss auf das Leben anderer zu nehmen. Das ist der eigentliche Job“, so Alexander Frenger.
Digitalisierung mit Leitplanke
Die Digitalisierung hat einen hohen Stellenwert – mit einer klaren Leitplanke: Im Club steht das Menschliche an erster Stelle. Deshalb wird nicht alles digitalisiert, was sich digitalisieren ließe.
Den ersten Kontakt im Club digitalisieren wir bewusst nicht. Wer zu uns kommt, soll von einem Menschen begrüßt werden.
Alexander Frenger – Mitgründer Iron&Soul
Digitale Tools und KI werden dort eingesetzt, wo sie Freiräume schaffen, um sich auf Menschen zu konzentrieren, sowie dort, wo sie Dinge sichtbar machen, die sonst übersehen würden.
Social Media ist Baustein des Clubkonzepts
„Social Media ist mit Abstand unser wichtigster Kanal in der Neukundengewinnung. Wir engagieren uns stark, menschlich und unterhaltsam zu sein, und liefern gleichzeitig echte Informationen statt reiner Werbung“, erklärt Laurenz Lankes. „Für ein Konzept wie unseres, das stark über Atmosphäre und Community funktioniert, ist das essenziell: Man kann Atmosphäre schlecht in einem Preisaushang erklären, aber sehr gut zeigen.“
Ein großer Teil der Inhalte entsteht aus dem Cluballtag heraus: Kurse, Umbauten, Trainerporträts, Behind-the-Scenes – auch die Unternehmensführung ist auf den Kanälen präsent. Der Service für die Mitglieder und Interessenten findet ebenfalls zu einem erheblichen Teil über Social Media statt, „weil Menschen sich dort informieren, wo sie ohnehin sind“, so Alexander Frenger.
Marketing und Community
Jeder Standort hat einen eigenen Account. Bei Iron&Soul ist der standorteigene Account ein wichtiger Bestandteil des Community Buildings, weil so relevante Informationen wirklich bei den Mitgliedern eines Standorts ankommen und sich rund um jeden Club eine eigene Community bildet. Das ist eine ressourcenintensive Strategie, insbesondere für neue Standorte, die sich aber bewährt. Für die Mitgliederbindung nutzt Iron&Soul Feedback-Automatisierung, digitale Mitgliederkommunikation und WhatsApp als schnellen, direkten Kanal für Interessenten.
Das Marketing arbeitet weniger mit demografischen Segmenten, sondern mit Anlässen und Formaten. Wer HYROX sucht, wird über den Functional-Bereich und die eigenen Wettkampfformate angesprochen. Wer den Einstieg ins Krafttraining sucht, über EGYM und Betreuung. Wer Community sucht, über Kurse, Events und die More Bar.
Ein Konzept auf Wachstumskurs
Passend zum frischen, lebendigen Social-Media-konzentrierten Auftritt ist die Zielgruppe tendenziell etwas jünger als im Branchendurchschnitt. Über den Trainingsalltag verteilt ist das Altersspektrum der Trainierenden breiter als die Positionierung vermuten ließe. Es kommen alle Altersgruppen zusammen, weiblich wie männlich. Die Trainierenden setzen sich bei Iron&Soul aus zwei Gruppen zusammen: Direktmitglieder mit voller Nutzung des Clubs sowie Nutzerinnen und Nutzer, die über Aggregatoren kommen und vor allem die Kurse nutzen, zunehmend aber auch auf der freien Fläche trainieren.
„Der hohe Frauenanteil auf der Krafttrainingsfläche freut uns besonders. Das freundliche Design und unser starker Kursfokus senken die Hemmschwelle spürbar. Und wenn Frauen auf der Trainingsfläche vielen anderen Frauen begegnen, wirkt sich das positiv auf das generelle Trainingsklima aus“, sagt Alexander Frenger.
Das Iron&Soul Köln in Zahlen
Studiofläche
- Fläche des Studios gesamt: 3.300 m²
- Kraft: 1.200 m²
- Cardio: 400 m²
- Kurse: 800 m²
- Recovery: 300 m²
- Co-Working: 100 m²
- More Bar: 50 m²
Ausstattung
- Kraft: EGYM, gym80, Hammer Strength, HOIST, Matrix, Panatta
- Cardio: Concept2, Matrix
- Recovery: Medner, Reboots
- More Bar und Vending: Alpro, ESN, More Nutrition
- Clothing: Oace
- Verwaltung: Magicline
- Operating und Analytics: fittec
- Smartes Training: EGYM
- Mitgliederbefragungen: Make, Slack, Typeform
Weitere Informationen
- Mitarbeitende: 15 insgesamt
- Bildungspartner: DHfPG
- Verband: DSSV e. V.
Kontakt
Iron&Soul Köln GmbH
Weyerstraßerweg 10A
50969 Köln
Diesen Artikel kannst du folgendermaßen zitieren:
Wolff, J. (2026). Performance. Boutique. Recovery. fitness MANAGEMENT international, 5 (187), 18-22.






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