WHO-Studie zum globalen Bewegungsmangel: Immer mehr Menschen bewegen sich zu wenig

WHO-Studie zum globalen Bewegungsmangel. Wir setzen unsere Rubrik 'Science News' mit einer Studie fort. Wissenschaft kurz und kompakt.
Lesezeit: 3 Minuten
WHO-Studie zum weltweiten Bewegungsmangel: globale und nationale Trends zeigen, dass sich immer mehr Menschen zu wenig bewegen – mit deutlichen regionalen Unterschieden
WHO-Studie zum weltweiten Bewegungsmangel: globale und nationale Trends zeigen, dass sich immer mehr Menschen zu wenig bewegen – mit deutlichen regionalen Unterschieden
Aktuelle Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft für die Studiopraxis – oder kurz: 'Science News'. Studien liefern der Fitness- und Gesundheitsbranche mit ihren Ergebnissen nützliche Argumente, um die Bedeutung von körperlicher Fitness, ausreichend Bewegung, gezieltem Training und einer gesunden Ernährung hervorzuheben. Heute: 'National, regional, and global trends in insufficient physical activity among adults from 2000 to 2022' aus der Fachzeitschrift The Lancet Global Health.

Untersuchungsschwerpunkte

Durch Bewegungsmangel erkranken jährlich Millionen Menschen an Zivilisationskrankheiten und die Kosten für die Gesundheitssysteme steigen. Eine Studie im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat untersucht, wie sich das Bewegungsverhalten seit dem Jahr 2000 weltweit verändert hat.

Methode

Dazu wurden Daten aus 507 Erhebungen mit 5,7 Millionen Teilnehmenden ausgewertet. Die Ergebnisse dienten als Basis für Modellrechnungen, die Vergleichszahlen liefern und Faktoren wie Geschlecht, Alter und Einkommen berücksichtigen.

Zentrale Ergebnisse

Laut den Analysen erreichten 2022 weltweit 31,3 Prozent der Erwachsenen die von der WHO empfohlenen Mindestanforderungen für körperliche Aktivität nicht. Im Vergleich zu 2000 (23,4 %) und 2010 (26,4 %) ist dies ein deutlicher Anstieg. In 103 von 197 Ländern wurde ein zunehmender Bewegungsmangel festgestellt. Frauen (33,8 %) waren generell häufiger inaktiv als Männer (28,7 %), wobei sich regional deutliche Unterschiede zeigten und auch das Alter eine Rolle spielte.

Praxisrelevanz und Fazit

Aus Sicht der Autorinnen und Autoren ist dieser negative Trend besorgniserregend und gefährdet die angestrebten WHO-Präventionsziele für 2030. Umso wichtiger ist es, dieser Entwicklung mit ganzheitlichen Lösungsstrategien zu begegnen. Fitnessstudios spielen dabei eine wichtige Rolle und sind ein idealer Ort, um Menschen zu mehr Bewegung und einem gesunden Lebensstil zu motivieren.


Original-Quelle dieser 'Science News'

Hinweis: In unserer Rubrik 'Science News' fassen wir aktuelle Forschungsergebnisse bewusst kurz zusammen und bereiten sie so auf, dass wir Sie kompakt, aber fundiert informieren können.

Für eine vertiefende Lektüre und weitere Details haben wir für Sie die wissenschaftliche Originalstudie verlinkt.

Strain, T., Flaxman, S., Guthold, R., Semenova, E., Cowan, M., Riley, L. M. et al. (2024). National, regional, and global trends in insufficient physical activity among adults from 2000 to 2022: a pooled analysis of 507 population-based surveys with 5·7 million participants. The Lancet Global Health, 12 (8), e1232–e1243.


Weitere branchenrelevante Studien finden Sie in der aktuellen Printausgabe der fitness MANAGEMENT international (fMi) in der gleichnamigen Rubrik 'Science News' und regelmäßig hier auf unserer Website.


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