Malte Gertenbach: „Entscheidender Motivationsfaktor ist der Alltagsübertrag.“

FIT in Kiel bietet hochintensives Kleingruppentraining mit Check-ups, Levelstruktur und engem Coaching.
Lesezeit: 9 Minuten
Porträt eines Mannes mit Brille und verschränkten Armen vor dunklem Hintergrund; trägt ein helles Sweatshirt mit UFC GYM Schriftzug
Malte Gertenbach setzt in Kiel auf Hochintensives Intervalltraining in Kleingruppen für unterschiedliche Altersgruppen
Die FIT-Studios setzen auf hochintensives funktionelles Kleingruppentraining mit klarer Struktur und engem Coaching. Ein 30-Minuten-Konzept, verpflichtende Check-ups und ein Trainer-Teilnehmer-Verhältnis von eins zu acht sichern Qualität und Sicherheit. Zielgruppen sind vor allem Best Ager, Berufstätige und zunehmend junge Erwachsene.

fM: Die FIT-Studios bieten ein hochintensives funktionelles Training in Kleingruppen mit einer gesundheitsorientierten Ausrichtung an. Was macht dieses Studiokonzept aus und was waren die Beweggründe, genau dieses Trainingskonzept anzubieten?

Malte Gertenbach: Im Zentrum unseres Studiokonzepts steht der Dienstleistungsaspekt: Wir möchten Menschen ein persönlich betreutes, funktionelles Training ermöglichen, das sie nicht allein bewältigen müssen. Während meines Studiums habe ich als Personal Trainer gearbeitet und mir immer wieder überlegt, betreutes Training einer größeren Kundengruppe zugänglich zu machen.

In klassischen Fitnessstudios habe ich immer wieder beobachtet, dass Trainierende nicht wirklich wissen, welche Übungen sinnvoll sind oder wie sie diese ausführen sollen. Genau hier setzen wir an: Unser Kleingruppentraining bietet eine strukturierte Anleitung, die dem Mitglied sämtliche Entscheidungen abnimmt – von der Übungsauswahl über die Intensität bis zur richtigen Ausführung. Der Kunde kann zwei Minuten vor Beginn erscheinen, geht auf die Trainingsfläche und wird vollständig begleitet.

Personal Training ist zwar ideal, aber nicht für jeden finanzierbar. Das Kleingruppenkonzept schließt diese Lücke. Wir bieten über alle Standorte hinweg 300–350 angeleitete Sessions pro Woche, inklusive Open-Gym-Slots sogar rund 600 buchbare Trainingsmöglichkeiten. Ein Schwerpunkt liegt auf kraftorientierten Anteilen, weil nur bei ermüdenden Wiederholungsbereichen echte Reize für Muskelaufbau und Gesundheit entstehen.

Zugleich greifen wir Trends wie HYROX auf, dessen funktionelle, leicht erlernbare Bewegungen sich optimal in unsere Trainingsphilosophie integrieren lassen. So stellen wir sicher, dass jedes Mitglied eine hohe Trainingsqualität hat und langfristig gesundheitsrelevante Fortschritte erzielt.

Warum ist hochintensives Training der beste Weg, die Gesundheit der Menschen zu erhalten oder zu verbessern?

Hochintensives Training (HIT) ist die effektivste Methode, um die Gesundheit ganzheitlich zu fördern. In klassischen Fitnessstudios arbeiten die Leute häufig isoliert an Geräten, ohne wirklich von den Synergieeffekten zwischen Kraft, Ausdauer, Mobilität und Stabilität zu profitieren. HIT in einem funktionellen Gruppentrainingskontext vereint diese Komponenten in einem durchdachten Ablauf.

Das FIT-Konzept setzt auf ein strukturiertes 30-Minuten-Programm mit drei klaren Phasen: sechs bis acht Minuten Aktivierung zur Förderung von Mobilität und Stabilität, danach Krafttraining mit funktionellen Ganzkörperübungen und einem intensiven Workout-Finale, in dem einfache Übungen in hoher Frequenz kombiniert werden.

Wir sagen klar: Das Training ist intensiv, aber zielführend.

Im Kraftteil geht es darum, Menschen behutsam an effektives Hypertrophietraining heranzuführen – weil insbesondere Frauen von sich aus häufig zu geringes Trainingsgewicht wählen. In Kombination mit kardiovaskulären Elementen entsteht eine ganzheitliche Trainingsform, die für viele erstmal ungewohnt, aber hochwirksam ist.

Der entscheidende Effekt: der schnelle und spürbare Alltagsübertrag. Viele Mitglieder berichten nach wenigen Wochen, wie deutlich sich ihr Wohlbefinden verbessert hat, sowohl körperlich als auch psychisch, weil ihnen Bewegungen im Alltag leichter fallen. Daraus entwickelt sich die Motivation, regelmäßig zu trainieren – und das ist der Schlüssel zur langfristigen Gesunderhaltung.

Wie werden diese anspruchsvollen Trainingsangebote mit vielen Kursen und dem entsprechenden Betreuungskonzept im Studiobetrieb miteinander kombiniert?

Pro Standort haben wir zwei Haupttrainingsräume. In den Trainingseinheiten arbeiten wir mit einem Trainer-Teilnehmer-Verhältnis von eins zu acht, um die Betreuung wirklich leisten zu können. Die Organisation des Trainingsbetriebes haben wir in Form einer App digitalisiert, die unsere Mitglieder auf ihrem Smartphone haben und in der die Einheiten verwaltet werden.

Über den Interviewpartner

Malte Gertenbach

Bereits während seines Studiums der Sportwissenschaften (M. A.) arbeitete er als Personal Trainer. Nach seinem Abschluss eröffnete er 2011 in der Kieler Innenstadt das erste FIT, ein Studio mit einem neuen Konzept für funktionelles Small-Group-Personal-Training. 2019 folgte der zweite Standort am Leistungszentrum des Handball-Bundesligisten THW Kiel in Altenholz, 2024 der dritte im Kieler Wissenschaftspark.

Foto: Manuel Weber

Einsteiger starten mit einem kostenlosen Auftakttermin inklusive Check-up. Hier führen wir eine umfassende Anamnese inklusive BIA-Körperanalyse durch. Danach geht es im Eins-zu-eins-Setting mit einem Trainer oder einer Trainerin zu einem kleinen Assessment, wo erste Übungen durchgeführt werden. Das ist die Basis für das eigentliche Probetraining in der Gruppe, das 45 Minuten dauert; nicht 30, weil wir uns für die Technikschulung und die Einweisung mehr Zeit nehmen.

Ziel ist, alle Kunden in unsere Level-eins- und Level-zwei-Gruppen zu überführen, die mit einer Dauer von 30 Minuten und kürzeren Pausen kompakter gestaltet sind. Dort setzen wir die Techniken voraus. Der Unterschied zwischen Level eins und Level zwei ist nur die Intensität. Level zwei ist schon ein ernsthaftes Athletiktraining, das aber für Leute, die regelmäßig trainieren, machbar ist.

Bei gesundheitsorientiertem Training denken die meisten Neukunden vermutlich nicht zuerst an kurze, hochintensive Trainingseinheiten. Wie gelingt es, dass die Kunden den hohen gesundheitlichen Nutzen dieser Trainingsform verstehen und motiviert sind, dieses Training durchzuführen?

Hochintensives Training wirkt, aber der Einstieg ist nicht immer leicht. Besonders für sportliche Neueinsteiger oder Menschen mit längerer Trainingspause kann die erste Einheit zu einer ernüchternden Erfahrung werden. Heftiger Muskelkater ist aber immer auch ein klares Zeichen: Hier passiert etwas.

In unserer Kommunikation setzen wir auf Ehrlichkeit und sagen klar: Das Training ist intensiv, aber zielführend. Wir sagen nicht: „Bei uns ist alles ganz locker und dauert nur 15 Minuten“. Wir sagen: „Es ist anstrengend – aber es lohnt sich.“ Dieser ehrliche Ansatz zieht zwar nicht jeden an, aber erreicht Menschen, die bereit sind, ihre Komfortzone zu verlassen.

Viele neue Mitglieder sind am Anfang von der Intensität beeindruckt. Hier beginnt die zentrale Arbeit unserer Teams: Motivation durch Aufklärung, Coaching und realistische Zielsetzung. Ein großer Hebel ist dabei das Gruppentraining selbst, weil der soziale Kontext motiviert. Wenn ich sehe, dass jemand mit 50 fitter ist als ich mit 30, dann kann das antreiben oder abschrecken; aber es zeigt, was möglich ist.

Der entscheidende Motivationsfaktor ist auch hier der Alltagsübertrag, weil die Mitglieder schon nach kurzer Zeit konkrete Verbesserungen spüren – mehr Energie, ein besseres Körpergefühl, mehr Stabilität.

Wie lässt sich das individuelle Leistungslimit für Kundinnen und Kunden sicher ermitteln und welche inhaltlichen oder didaktischen Prozesse können dafür definiert werden?

Jede Kundenreise beginnt bei uns mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Sicheres und effektives Training beginnt mit einer fundierten Einschätzung der körperlichen Ausgangslage. Alle neuen Kundinnen und Kunden starten mit einem Fitness-Check-up, in dem körperliche Voraussetzungen, funktionelle Fähigkeiten und individuelle Trainingsziele erfasst werden.

Das Check-up-Konzept bei FIT beinhaltet ein Bewegungsscreening, in dem funktionelle Grundbewegungen wie Ausfallschritt, Unterarmstütz oder Übungen am Slingtrainer absolviert werden. Dabei beurteilen die Coaches Mobilität, Stabilität und Bewegungsqualität. Diese Einschätzung bildet die Grundlage für eine Trainingsempfehlung und einen Einstiegspfad.

Weitere Interviews und Hintergründe

Die Interviews mit Ralf Trierweiler und Robert Jablukov liest du, indem du auf eines der nachstehenden Bilder klickst.

Lies außerdem unseren Artikel „Performance is Health“ als Einstieg zum Interview.

FIT legt großen Wert darauf, dass neue Kundinnen und Kunden sich nicht überfordern und falsch starten. Deshalb empfiehlt das Trainerteam, zunächst an der Functional Basics-Einheit teilzunehmen. Hier wird nicht nur trainiert, sondern erklärt: Was ist eine saubere Kniebeuge? Warum ist ein Ausfallschritt funktionell relevant? Was heißt Ganzkörpertraining konkret?

Sobald ein gewisses Bewegungsverständnis vorhanden ist, steigen die Teilnehmer systematisch in das Leveltraining ein. Je nach persönlichem Fortschritt und Interessenlage folgen dann spezialisierte Kurse, etwa das besonders strukturierte Modified Strongman Training, bei dem die Kraftkomponente im Vordergrund steht.

Ein wesentliches Element im FIT-System ist das aktive Coaching bei der Kurswahl. Wenn jemand zu früh in ein zu intensives Training einsteigt, weisen die Coaches bewusst darauf hin und empfehlen, einen Schritt zurückzugehen.

Wie lässt sich der Spagat zwischen Motivation und Trainingssicherheit gewährleisten und welche Rolle kommt dabei dem Trainerteam zu?

Der Erfolg des Konzepts hängt maßgeblich von unserem gut geschulten Trainerteam ab. Die Qualität eines hochintensiven Gruppentrainings wird von der Kompetenz, Präsenz und Sensibilität der Trainerinnen und Trainer geprägt.

Gruppentraining erfordert eine hohe didaktische und soziale Kompetenz, weit über das hinaus, was auf der Trainingsfläche nötig ist. Die hohe Betreuungsqualität und die persönliche Atmosphäre im Training unterscheiden FIT von herkömmlichen Studios.

Ein gutes Gruppentraining ist fachlich exzellent und lebt auch von der Atmosphäre. Stimmung, Authentizität und zwischenmenschliche Dynamik entscheiden darüber, ob ein Kunde wiederkommt. Bei FIT kommt den Coaches eine doppelte Verantwortung zu: Sie sollen ihre Kundinnen und Kunden begeistern, motivieren und anleiten, aber auch rechtzeitig eingreifen, wenn jemand sich überfordert. Gerade in höheren Intensitätsbereichen muss man sehr genau hinschauen.

Wir haben ein eigenes Schulungskonzept, das besonders auf die Anforderungen des Gruppentrainings ausgelegt ist. Neben der engen Zusammenarbeit mit dual Studierenden setzen wir auf regelmäßige Fortbildungen und Hospitationen. Monatlich finden interne Trainings zu zwei Kernfeldern statt: Trainingswissenschaftliche Inhalte, z. B. zu Übungsausführung und Belastungssteuerung, sowie Coaching-Kompetenzen, mit Inhalten z. B. zu Kommunikation oder Verhalten in der Gruppe. Ziel ist es, die Trainerteams nicht nur fachlich, sondern auch didaktisch und emotional weiterzuentwickeln. Unsere Teams coachen aktiv. Sie geben klare Anweisungen, korrigieren, motivieren und sagen „Stopp“, wenn es nötig ist.

Welche Zielgruppen betreiben dieses spezifische Training in den FIT-Studios? Was ist der häufigste Grund der Kundinnen und Kunden, sich für FIT zu entscheiden?

Die Zielgruppe von FIT ist breit gefächert, hat aber einen gemeinsamen Nenner: Das Konzept spricht vor allem Menschen an, die effizient trainieren möchten, einen spürbaren gesundheitlichen Nutzen erwarten und gleichzeitig ein modernes, motivierendes Umfeld suchen. Viele unserer Mitglieder kommen aus der Gruppe der „In-der-zweiten-Lebenshälfte-Ankommer“, also Personen ab circa 45 Jahren. Sie sind beruflich stark eingebunden, haben Familie und wenig Zeit, aber hohe Ansprüche an sich selbst.

Die Kundschaft in den FIT-Studios reicht von motivierten Sporteinsteigern bis zu sehr fitten, ambitionierten Mitgliedern, die mehrmals pro Woche trainieren: Menschen über 50, die schon lange trainieren und fitter sind als viele 30-Jährige, Trainierende, die Klimmzüge oder Liegestütze lernen wollen – oft erstmals im Leben, sowie junge Erwachsene, die körperlich fit bleiben und gleichzeitig Zeit sparen möchten.

Ein zentrales Trendthema für FIT ist Firmenfitness. Durch Kooperationen mit großen Anbietern wie Hansefit oder Wellpass haben wir eine deutlich größere Reichweite. Die Mitgliedschaften sind für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer meist kostenfrei oder subventioniert, wodurch die Hemmschwelle zum Einstieg sinkt. Viele entdecken FIT über diese Schiene und probieren das Training zunächst aus.

Welche Zielgruppen haben das größte Wachstumspotenzial für Trainingskonzepte mit hochintensiven Belastungen? Inwieweit ist das Marketing bei FIT darauf eingestellt?

Ich sehe zwei zentrale Zielgruppen mit hohem Potenzial für Trainingskonzepte mit funktioneller Ausrichtung und – je nach Leistungsstand – auch mit hoher Intensität: zum einen die Gruppe der über 60-Jährigen, zum anderen junge Erwachsene, die zunehmend gesundheitsorientiert denken. Aber nicht jede Zielgruppe eignet sich für jede Trainingsform, hier ist die Differenzierung entscheidend.

Die Altersgruppe 65 plus ist bei uns sehr stark vertreten, viele Mitglieder sind sogar über 70 Jahre alt. Bei ihnen steht nicht die Trainingsintensität im Vordergrund, sondern Alltagsfähigkeit und Lebensqualität. Das Training zielt auf funktionelle Kräftigung, Mobilität und kardiovaskuläre Grundbelastung, ohne die Grenze zur Überforderung zu gehen. Insbesondere die älteren Menschen erfahren durch gezieltes funktionelles Training einen enormen Nutzen – etwa bei Gangsicherheit, Mobilität im Alltag oder Sturzprophylaxe. Auch das Community Building funktioniert in dieser Gruppe hervorragend. Sie organisieren sich in WhatsApp-Gruppen und achten aufeinander – das ist richtig schön zu sehen.

Ein gutes Gruppentraining ist fachlich exzellent und lebt auch von der Atmosphäre.

In den letzten Jahren fällt auf, dass junge Erwachsene im Alter zwischen 20 und 35 Jahren heute – anders als noch vor 20 Jahren – deutlich bewusster im Umgang mit ihrer Gesundheit sind. Fitness, Leistungsfähigkeit und auch ihr Aussehen spielen für sie eine größere Rolle. Das führt zu einer überraschend hohen Bereitschaft, sich mit intensivem Training auseinanderzusetzen. Fit sein ist heute ein Coolnessfaktor und der lässt sich im Marketing gut aufgreifen.

Unsere Marketingstrategie setzt fast ausschließlich auf Social Media, insbesondere auf Instagram. Das Ziel ist dabei weniger die direkte Werbebotschaft, sondern der realistische Einblick in Training, Vielfalt der Teilnehmenden und Ablauf. Die Leute sollen sehen, dass bei uns ganz normale Menschen trainieren. Diese Authentizität senkt Hemmschwellen, insbesondere bei potenziellen Migliedern, die bisher wenig Berührungspunkte mit intensiverem Training hatten.

Hochintensives Training ist kein Massenprodukt. Ziel ist nicht, jede Zielgruppe gleichermaßen anzusprechen, sondern den passenden Einstieg für unterschiedliche Menschen zu schaffen – angepasst an Alter, Trainingsstand und Zielsetzung. Entscheidend ist Ehrlichkeit im Marketing: keine falschen Versprechen, sondern realistische Erwartungen und individuelle Begleitung.

Welche wesentlichen Vorteile bieten Trainingsformen mit hoher Intensität über das Trainingsangebot hinaus – z. B. bei der Kundenbindung oder beim Aufbau einer Community?

Der Aufbau einer Community funktioniert bei uns eher über das Trainingserlebnis in der Gruppe. Wer regelmäßig dieselben Kurszeiten besucht, hat gemeinsame Erlebnisse, lernt andere kennen und wird Teil einer Gruppe, ohne explizite Communityprogramme oder -events. Diese Form des Zusammenhalts ist besonders stark bei den Best Agern ausgeprägt, aber auch bei jüngeren Gruppen sichtbar.

Hochintensive Trainingsformen im Gruppensetting sind kein Angebot für alle – aber für viele, die bleiben, sind sie der entscheidende Unterschied. Die gemeinsame Anstrengung, das bewusste Verlassen der Komfortzone und das Wir-Gefühl schaffen eine besondere emotionale Bindung – sowohl zum Training als auch zur Community. Für uns ist diese Wirkung ein zentraler Bestandteil der Kundenbindung.

Vor allem in den abschließenden Workout-Phasen der FIT-Einheiten entsteht eine Dynamik, die über das rein Sportliche hinausgeht. Auch wenn nicht explizit im Wettbewerb trainiert wird, vergleichen sich viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer – bewusst oder unbewusst – mit anderen. Wer hält durch? Wer macht noch eine Wiederholung? Wer zieht mit? Diese leise Wettkampfsituation motiviert viele. Für andere ist sie abschreckend. Die Trainingsform wirkt, aber sie polarisiert. Wir versuchen gar nicht, es allen recht zu machen, sondern stellen das Konzept offen und transparent dar – in Probetrainings, auf der Website und auf Social Media.

Welche Empfehlungen gibt es für Existenzgründer, Trainer und Trainerinnen sowie Studiobetreibende, die ihr Angebot mit intensiven Trainingsformen erweitern möchten?

Die Trainingsform gut erklären und, wenn sie ergänzend angeboten wird, die klare Abgrenzung zu anderen Trainingsmethoden, damit die Kunden sich bewusst für oder gegen kurzes, intensives Training entscheiden können.

Dann zählen zwei Aspekte: Coaching, Motivation und die Stimmung in der Trainingseinheit auf der einen, die fachliche Komponente auf der anderen Seite. Es ist wichtig, permanent in die Ausbildung der Mitarbeitenden zu investieren und sich selbst voranzubringen. In den Trainings muss ein konkreter roter Faden vorgegeben werden, damit sichergestellt ist, dass die Trainerinnen und Trainer sich an die Konzepte halten und nicht übermotiviert Dinge ausprobieren.

Wie in vielen Lebensbereichen wird es immer wichtiger, die Community in den Mittelpunkt zu stellen. Viele Leute organisieren sich mittlerweile über Social Media z. B in Run Clubs, laufen gemeinsam eine Strecke, unterhalten sich. Auf solche Szenarien muss sich die Fitnessbranche vorbereiten und dem Community Building mehr Aufmerksamkeit widmen.

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Für fitness MANAGEMENT berichtet

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