Fitness, Gesundheit | Autor/in: Albert Busek |

Arbeit, Leistung und Resultate: WORK(OUT)!

Zwei meiner lebenslangen Freunde beschrieben ihre Einstellung zu Arbeit und Leistung so: Arnold Schwarzenegger: „Work your ass off“; Joe Weider: „Always be the hardest worker in the room“. Diese beiden Ikonen der Bodybuilding- und Fitnessbranche setzten auch einen der Grundsätze von Muhammad Ali höchst effektiv in die Tat um: „He who is not courageous enough to take risks will accomplish nothing in life.“

Arbeit, Leistung und Resultate: WORK(OUT)!

„Wenn du dir nicht die Zeit nimmst und wenn du nicht die Arbeit machst,

wirst du auch keine Resultate erzielen.“

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Arnold Schwarzenegger


Und ganz aktuell steht folgender Satz seit September 2023 im Goldenen Buch der Stadt Braunschweig: „Hard work always pays off“. Geschrieben vom Kapitän der deutschen Basketballnationalmannschaft, Dennis Schröder, der auch zum Most Valuable Player (MVP) der Weltmeisterschaft 2023 gewählt wurde.

Auf den Punkt gebracht: Leistungs- und Risikobereitschaft sind für ein zielorientiertes Leben essenziell. Diese Lebenseinstellung wird zurzeit in vielfacher Hinsicht vehement kritisiert. Dabei wird ein Bild gezeichnet, als wären wir alle gleich. Das sind wir nicht. Jeder Mensch ist einzigartig.

Die grundsätzlichen Lebenseinstellungen von Arnold, Joe, Muhammad und Dennis mögen vielen überzogen und nicht nachahmenswert erscheinen, aber im Kern sind sie die Voraussetzung für ein sinnvolles und erfülltes Leben – egal auf welchem Gebiet. Wir haben nur dieses eine Leben und sollten die erwähnten Grundsätze so beherzigen, dass sich die jeweiligen Talente voll entfalten können – geistig, körperlich, kulturell und sozial.


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Leistung ist per se nichts Negatives, wie uns verschiedene „Ideologien“ neuerlich weismachen wollen. Nicht, was man kann und tut, soll gemäß dieser Einstellung honoriert werden, sondern was einem angeblich vorenthalten wird. Subvention und Alimentation sollen eine „Gleichmacherei“ befördern, die nicht nur der menschlichen Natur widerspricht, sondern unsere Gesellschaft vor sehr große Probleme stellen würde.

Wo ein Wille ist …

Bei Leistung ist es wie mit den Muskeln – ohne sie geht wenig bis gar nichts. Für Menschen mit Einschränkungen ist das Erbringen einer Leistung in vielen Fällen sogar überlebenswichtig, auch wenn diese Leistung für Außenstehende schwach oder gar unnütz erscheinen mag. (Auch lesenswert: 'Sieben Erfolgsregeln')

Ich habe sehr oft in meiner jahrzehntelangen Betreuungsarbeit im Studio und in der Ausbildung erlebt, dass Menschen sogar mit extremen körperlichen Einschränkungen nachhaltig großartige Leistungen erbracht haben. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – lautet ein Sprichwort. Dem Willen muss aber die Leistung folgen. Im Sport und in der Therapie heißt das: bewegen, bewegen, bewegen!

Kinder machen es uns allen immer wieder aufs Neue vor. Sie sind ständig in Bewegung und haben größten Spaß dabei. Es ist keine Gesetzmäßigkeit, dass Erwachsenen die Freude an der Bewegung abhanden gehen muss! Die Weichen werden im Kindes- und Jugendalter gestellt.

Wenn der natürliche Spiel- und Bewegungstrieb nicht entsprechend gefördert wird, verkümmert er schon sehr früh. Das langsame und kontinuierliche Überhandnehmen der Bequemlichkeit ist die völlig unnötige Folge, von den möglichen volkswirtschaftlichen Schäden ganz zu schweigen.

Ungesunde Entwicklung

Die Krankenkassen schlagen schon seit vielen Jahren Alarm. Übergewicht und Adipositas nehmen nach neuesten Erhebungen rasant zu, wobei Adipositas am Beispiel Hessen (eines von vielen) bei den 13- bis 14-Jährigen anteilsmäßig am häufigsten auftritt. Die Entwicklung ist aber flächendeckend ähnlich und betrifft laut Barmer Arztreport 2023 auch die Erwachsenen – von 2012 bis 2021 stieg in Hessen die Zahl der extrem Übergewichtigen um 32 Prozent auf 634.200 (Grobe & Szecsenyi, 2023).


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Viele Menschen aus der Gruppe der Übergewichtigen sind Sportfans und treiben teilweise auch selbst mit ganz individuellen Zielen Sport. Die gigantischen Zahlen der TV-Einschaltquoten bei Sportevents und die Reichweiten der populärsten Sportlerinnen und Sportler im Netz belegen, dass herausragende Leistungen größtes Interesse wecken. (Lesetipp: 'Selbstwirksamkeit stärken')

Zu den Interessierten zählen auch viele Menschen, die ansonsten mit aktivem Sport gar nichts zu tun haben wollen. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung respektiert zumindest die hinter diesen Leistungen stehende Kombination von Arbeit und Willen. Oft wird daraus auch Bewunderung und Vorbild.

Motivation mit Kompetenz

Warum also bleiben so viele Menschen auf dem Weg zur Tat hängen? Gabor Steingart, renommierter deutscher Journalist, hat es so formuliert:

„Machen ist wie Wollen, nur krasser!“. Und Goethe schrieb seinen Mitmenschen schon vor 200 Jahren ins Stammbuch: „Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.“ Bezüglich unserer Branche haben viele Menschen immer noch Vorbehalte, ja sogar die Version der „Folterkammer“ als Beschreibung eines Fitnessstudios kursiert noch in so manchen Köpfen. Diese Barriere ist nur mit vorgelebter Freude nachhaltig zu überwinden.

Um bei jeglicher Anstrengung Freude zu spüren, ist eine kompetente Beratung und Förderung die Brücke zum Erfolg – in jedem Leistungsstadium, aber vor allem zu Beginn. In der Fitnessbranche ist diese zwingend notwendige Kompetenz der Betreuer und Trainer dank hervorragender Ausbildungsmöglichkeiten heute weitgehend vorhanden.

Die Freude ist aber schwankend und muss deshalb beständig neu angestachelt werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass dies mit Abstand am effektivsten in der Präsenzbetreuung erreicht werden kann. Ob in der Gruppe oder one-to-one, der direkte und persönliche Kontakt ist entscheidend. (Auch interessant: 'Mit Wille und Willenskraft zu mehr Erfolg')

Ähnlich verhält es sich in der Ausbildung. Präsenz ist unvergleichlich effektiv. Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen: „Nothing beats the real thing!“. Und zu den schönsten „real things“ gehört die Dusche nach einer erbrachten Trainingsleistung. Für 2024 wünsche ich allen Leserinnen und Lesern, dass sie dieses Gefühl oft erleben können.


Literaturliste

Grobe, T. G.& Szecsenyi, J. (2023). Barmer Arztreport 2023. Berlin: Barmer.

Diesen Artikel können Sie folgendermaßen zitieren:

Busek, A. (2024). Work(out). fitness MANAGEMENT international, 1 (171), 114–115.

 

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