Eine neue Metaanalyse sorgt für Diskussionsstoff und zeigt auf, dass solche Studienergebnisse durchaus differenziert betrachtet werden sollten.
Lesezeit: 2 Minuten

Die Häufigkeit (Prävalenz) von Asthmaerkrankungen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Neben dem Rauchen sehen internationale Experten auch in der zunehmenden Fehlernährung eine weitere wichtige Ursache für die Entstehung von respiratorischen Lungenerkrankungen.

Ein aktueller Review aus dem Journal „Respirology“ zeigt zumindest deutliche Tendenzen, dass ein übermäßiger Fast Food-Konsum das Asthmarisiko um bis zu 58 Prozent erhöht.

Aus der Puste aufgrund falscher Ernährung?

Für die Metaanalyse verglichen chinesische und australische Forscher insgesamt 16 ausgewählte Studien und konnten hier eine signifikante Dosis-Wirkungsbeziehung feststellen. Die Ergebnisse sind ein Indiz dafür, dass durch fettreiche Mahlzeiten und insbesondere Fast Food die Symptome von Atemwegsentzündung bei Asthma verschlimmert werden.

Die Studienergebnisse werden aktuell jedoch durchaus kritisch von Experten diskutiert, obwohl kausale Erklärungsansätze für die untersuchten Zusammenhänge existieren. Beispielsweise kann ein überhöhter Konsum von gesättigten Fettsäuren die Freisetzung von Zytokinen (Proteine, die das Wachstum von Zellen regulieren) begünstigen, die nachweislich entzündliche Prozesse begünstigen. Aufgrund der vorliegenden Befunde lässt sich ein Kausalzusammenhang durch die ausgewählten Ernährungsstudien jedoch nicht vollumfänglich belegen.

Viele Experten gehen vielmehr davon aus, dass hier indirekte Effekte eine ebenso relevante Rolle spielen, denn mit steigendem Konsum von Fast Food-Gerichten steigt meist auch das Risiko für Übergewicht, Diabetesmellitus Typ II und andere Zivilisationskrankheiten. Wer sich also generell ungesünder ernährt, tendiert auch oftmals dazu, sich weniger zu bewegen. Somit ist ein erhöhter Verzehr von Fast bzw. Junk Food auch ein indirekter Indikator für einen wenig gesundheitsförderlichen Lebensstil.

Genau aus diesem Grund sollten ganzheitliche Präventionskonzepte, beispielsweise für Kinder, nicht nur die Ernährung, sondern auch die Bewegung und Fitness in den Fokus nehmen – das gilt für den Kampf gegen Bewegungsmangel, Adipositas und auch die  damit einhergehenden Folgeerkrankungen, wie Asthma und Co. Hier können qualifizierte Ernährungsberater und Trainer entsprechende Angebote schnüren, um diesen Folgen präventiv bestmöglich entgegenzuwirken.

Bitte klicken Sie hier für die Studie der chinesische und australische Forscher.

Die Deutschen Ärzte Zeitung kommentiert die Studie kritisch und liefert weitere Hintergrundinformationen.

fitness Management hat den Themenkomplex und den Bedarf ganzheitlicher Präventionskonzepte in dem Beitrag "Fit oder fett? Unsere Jugend braucht Vorbilder" erst kürzlicht aufgegriffen. :

Ausführiche Informationen über den Lehrgang "Ernährunscoach" an der BSA-Akademie bekommen Sie hier.

Für die Ausbildungen der BSA-Akedemie im Bereich Fitness und Individualtraining klicken Sie bitte einfach hier.

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