Fitness, Gesundheit, Markt, DSSV | Autor/in: fM Redaktion |

6. Parlamentarischer Abend in Berlin: Für mehr Fitness und Gesundheit in der Bevölkerung

Seit Jahren ist der Bewegungsmangel eines der unterschätzten Gesundheitsrisiken überhaupt. Die Folge: Immer mehr Menschen leiden unter den sogenannten Zivilisationskrankheiten. Aus diesem Grund haben der DSSV e. V., die DHfPG und die BSA-Akademie den 6. Parlamentarischen Abend unter dem Motto „fit & gesund in Deutschland – Fitnessstudios bewegen das Land“ in der Saarländischen Landesvertretung in Berlin veranstaltet. Das Ziel: Die überaus erfolgreiche „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ Vertreter:innen des Bundestags, der Forschung, der Fitness- und Gesundheitsbranche sowie der gesetzlichen Krankenkassen vorzustellen und eine Umsetzung des Modellprojektes auf Bundesebene einzuleiten.

Parlamentarischer Abend in Berlin: Fitness- und Gesundheitsexpert:innen diskutieren mit Vertreter:innen aus Politik und Forschung.

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Die wichtigsten Fakten in Kürze:

  • Auf dem 6. Parlamentarischen Abend in Berlin wurde die "Fitmach-Aktion: fit und gesund im Saarland" vorgestellt, die sehr erfolgreich gestartet ist und als Modellprojekt für ganz Deutschland dienen könnte.
  • Branchenexperten und Politiker diskutierten die Bedeutung von Fitness und Sport für die Gesundheit der Bevölkerung.
  • Der Wunsch der Beteiligten ist es, dass gegenüber der Fitness- und Gesundheitsbranche ein Umdenken in der Politik stattfindet.
  • Fitnesstraining soll zukünftig als Präventionsmaßnahme mehr im Fokus stehen.

Los geht's! Die Hintergründe und Detailinformationen:

Nach einigen Monaten Lockdown wurden für viele Menschen die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Bewegungsmangel immer deutlicher.

Mit der „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ konnten das saarländische Gesundheitsministerium, die DHfPG, der Verein für Prävention und Gesundheit im Saarland (PuGiS) e. V., die saarländischen gesetzlichen Krankenkassen, die Fitness- und Gesundheitsanlagen sowie der DSSV e. V. als Unterstützer die Menschen im Saarland gemeinsam zu mehr Bewegung und Fitness motivieren.


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Dieses erfolgreiche Projekt wurde nun auf dem 6. Parlamentarischen Abend in Berlin vorgestellt und sollte zu einem gemeinsamen Austausch mit Politik, Forschung sowie der Fitness- und Gesundheitsbranche führen.

Anregende Gespräche. Wichtiger Input. Neue Erkenntnisse.

Nachdem Annegret Naßhan, Dienststellenleiterin der Saarländischen Landesvertretung in Berlin, den 6. Parlamentarischen Abend mit einleitenden Worten eröffnete, wurden die Gäste von DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze sowie Prof. Dr. Thomas Wessinghage, Prorektor der DHfPG, begrüßt.

Beiden war es ein Anliegen aufzuzeigen, welchen Herausforderungen die Fitness- und Gesundheitsbranche während der Corona-Pandemie ausgesetzt war, obwohl sie essenziell für die Gesundheit der Menschen ist.


„Ich habe mich sehr gefreut, Gast auf dem 6. Parlamentarischen Abend zu sein, der die Bedeutung von Fitness und Sport für die Gesundheit nochmals verdeutlicht hat. Die Präsenz der politischen Vertreter vor Ort ist ein wichtiges Signal für die Branche.“
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Silke Frank, Event Director FIBO global


Die Folge dieser pandemiebedingten Schließungen und Einschränkungen wird seit der Wiedereröffnung immer ersichtlicher: Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes nehmen rapide zu. Um diesem Negativtrend entgegenzuwirken, soll nun die „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ bundesweit umgesetzt werden.


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Vorgestellt wurde die „Fitmach-Aktion“ im Anschluss an die Begrüßung von Projektleiterin Prof. Dr. Sarah Kobel (Leitung Marktforschung, DHfPG), die bereits erste Ergebnisse präsentieren konnte.

Fitmach-Aktion: überwältigende Anmeldezahlen

„Die Menschen sind dankbar für die Unterstützung auf ihrem Weg zu mehr Bewegung im Alltag. Das zeigen auch die überwältigenden Anmeldezahlen: Bereits wenige Wochen nach Start war kein Platz mehr frei“, so Prof. Kobel.

Im Rahmen der „Fitmach-Aktion“ absolvieren 1.000 Proband:innen die gar nicht, wenig oder unregelmäßig sportlich aktiv sind, in einem wohnortnahen Fitness- oder Gesundheitsstudio ihrer Wahl ein achtwöchiges, individuell ausgerichtetes Trainingsprogramm gemäß den evidenzbasierten Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).


„Das war eine sehr gute und wichtige Veranstaltung, um den Politikern die Bedeutung von Fitness für die Gesundheit zu verdeutlichen. Die Vorträge und vor allem die Gesprächsrunde haben das aus unterschiedlichen Perspektiven gut auf den Punkt gebracht. Die Fitmach-Aktion ist durch die wissenschaftliche Begleitung ein wertvolles Werkzeug und zeigt, dass eine gemeinsame Aktion der Branche, der Politik und der Krankenkassen sehr gut geeignet ist, um viele Menschen für ein gesundheitsorientiertes Training zu begeistern.“
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Stefan Lang, Inhaber & Geschäftsführer Step Sports GmbH


Mit Fragebögen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten während der Trainingsphase ausgefüllt werden, dokumentieren die Fitnessfachkräfte, wie oft die Proband:innen das Training absolvieren bzw. absolviert haben, wie ihr körperliches sowie mentales Befinden ist und welche Motivation sie zum jeweiligen Zeitpunkt zum Training antreibt.

Nach dem Best-Practice-Vortrag von Prof. Kobel bat Moderator Prof. Wessinghage Akteure aus Politik, Forschung, Fitness- und Gesundheitsbranche auf die Bühne:

  • Philipp Hartewig, Mitglied des Deutschen Bundestags, Obmann des Sportausschusses und sportpolitischer Sprecher der FDP
  • Birgit Schwarze, Präsidentin des Arbeitgeberverbandes deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen
  • Prof. Dr. Sarah Kobel, Projektleiterin der „Fitmach-Aktion“ und Leiterin Marktforschung DHfPG
  • Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstand der IKK Südwest und Professor an der DHfPG
  • Frank Vogelgesang, Inhaber der Motivitas GmbH in Kleinblittersdorf (Saarland)

In dem Austausch diskutierten die Expert:innen über den aktuellen Gesundheitszustand der Bevölkerung und die branchenübergreifenden Handlungsmöglichkeiten rund um das Thema Fitness.

So betonte Philipp Hartewig unter anderem: „Es muss ein Umdenken besonders in der Politik stattfinden. Die Politik muss die Akzeptanz der Fitness- und Gesundheitsbranche vorantreiben und ihre positiven wirtschaftlichen sowie gesundheitlichen Einfluss entsprechend anerkennen.“

Prävention: Krankenkassen in der Verantwortung

Prof. Dr. Jörg Loth sieht auch die Krankenkassen in der Verantwortung: „Die Krankenkassen geben aktuell sehr viel Geld für die Heilung von Menschen aus. In die Prävention wird allerdings momentan viel zu wenig investiert. Das muss sich ändern.“

Beim anschließenden Get together nutzten die Expert:innen und die Gäste die Möglichkeit, gemeinsam darüber zu beraten, wie der Bevölkerung niedrigschwellige Angebote zum regelmäßigen Fitnesstraining unter professioneller Anleitung zugänglich gemacht werden können.

Unterhaltend. Überzeugend. Erfolg versprechend.

Die teilnehmenden Gäste aus Politik, Forschung und der Fitness- und Gesundheitsbranche zeigten sich vom Programm, den Redner:innen und dem Modellprojekt „Fitmach-Aktion“ beeindruckt.

Prof. Dr. Rüdiger Reer, Professor am Institut für Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg, resümierte: „Dass Bewegungsmangel ein Gesundheitsrisiko darstellt, ist durch viele Studien hinlänglich bewiesen worden – diese Problematik ist also bekannt. Eine politische Deckung gibt es jedoch aktuell nicht. Denn es wird immer noch die Reparaturmedizin deutlich gefördert, aber nicht die Prävention. Und hier muss unbedingt ein Umdenken stattfinden.“

Einen Bewegungsgipfel einleiten

Auch Frank Ullrich (SPD), Vorsitzender des Sportausschusses und ehemaliger Biathlet, war begeistert: „Ich als ehemaliger Leistungssportler weiß, dass Fitnesstraining die Lösung sein kann. Jetzt sind wir auch endlich soweit, sozusagen einen Bewegungsgipfel einzuleiten. Die Fitness- und Gesundheitsbranche kann sich hierfür auf den Weg machen und wir werden das konsequent unterstützen.“

Start für bundesweites Modellprojekt

Der 6. Parlamentarische Abend in Berlin kann eine Initialzündung sein, um ein gesamtdeutsches Modellprojekt zu starten, das den Menschen nachhaltig dabei hilft, regelmäßiges Fitnesstraining zu betreiben und so ihre Gesundheit aktiv zu verbessern.

Weitere Infos zum Modellprojekt „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ finden Sie hier.

Bildergalerie: 6. Parlamentarischer Abend

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