Ernährung, Gesundheit, Markt, Anzeige | Autor: Florian Schmidt |

TÜV SÜD-Umfrage zeigt: Kuhmilch ist trotz pflanzlicher Alternativen beliebt

Pflanzliche Milchalternativen füllen zunehmend die Regale im Einzelhandel und die Endverbraucher haben die Qual der Wahl: Kuhmilch oder doch Soja-, Hafer-, Mandel-, Lupinen- oder Reismilch? In einer repräsentativen Umfrage hat TÜV SÜD mehr als 2.000 Verbraucher gefragt, zu was sie lieber greifen. Wir stellen Ihnen die Ergebnisse vor und geben in unserer Ernährungsmythen-Reihe jede Menge ernährungswissenschaftlichen Input, warum die Milch besser als ihr Ruf ist.

Muhhh! Kuhmilch ist laut einer Umfrage des TÜV SÜD weiterhin beliebt trotz zahlreicher Milchalternativen

Mehr als die Hälfte der Befragten (57 %) konsumiert aktuell keine pflanzlichen Alternativen zu Milch und Milchprodukten – das zeigt eine Verbraucherbefragung des TÜV SÜD. 29 % tun dies gelegentlich oder häufig (9 %), aber nur 4 % geben an, dass sie Kuhmilch derzeit vollständig durch pflanzliche Alternativen ersetzen.

Die Lieblinge unter den Alternativprodukten

Am beliebtesten sind pflanzliche Milchalternativen auf Basis von Mandeln (54 %), Hafer (48 %) und Soja (43 %). Verbraucher, die bereits heute pflanzliche Milchalternativen nutzen und ihren Konsum künftig noch ausweiten wollen, nennen dafür an erster Stelle gesundheitliche (57 %), ökologische (46 %) und ethische (28 %) Motive.


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Jüngere Verbraucher deutlich aufgeschlossener

Zwei Drittel (62 %) der Befragten gaben an, auch in Zukunft den Konsum an pflanzlichen Milchalternativen nicht steigern zu wollen. Unter den 18- bis 24-Jährigen ist die Bereitschaft, künftig mehr pflanzliche Milchalternativen zu konsumieren, am größten.

Fast jeder Zweite (48 %) unter den jüngeren Verbrauchern plant dies. Jeder Vierte gab an, den Konsum pflanzlicher Milchalternativen künftig steigern zu wollen, dabei aber weiterhin auch Kuhmilch und Kuhmilchprodukte zu verzehren.

Kompletter Milchverzicht? Eher nicht!

Lediglich 5 % der Verbraucher planen, künftig komplett auf Kuhmilchprodukte zu verzichten. Während sich bei Frauen und Männern kaum Unterschiede zeigen, wird in verschiedenen Altersgruppen durchaus ein unterschiedliches Interesse an den Milchalternativen deutlich: Im Personenkreis der über 55-Jährigen nutzen 67 % die Milchalternativen überhaupt nicht. Bei den 18-34-jährigen Befragten ist dies ein wesentlich kleinerer Teil von rund 40 %.


 


Unabhängig vom Alter der Befragten zeigt sich, dass die neuen Alternativen das vorhandene Angebot aus Kuhmilch zwar ergänzen, aber bei weitem nicht ersetzen. Dies gilt sowohl für den aktuellen als auch für den geplanten Konsum.

Umweltschutz und gesundheitliche Motive überwiegen

Die Hoffnung auf einen positiven gesundheitlichen Nutzen von Milchalternativen ist den Befragten aktuell am wichtigsten. Im Altersstufenvergleich wird aber deutlich: Für die jüngere Generation sind die gesundheitlichen Gründe weniger ausschlaggebend als für die ältere Generation.


 


Ökologische Gründe werden bei Personen unter 34 Jahren am häufigsten unter allen Altersgruppen angegeben. Dieses Motiv verliert mit steigendem Durchschnittsalter immer mehr an Bedeutung.

Wie gesund ist die Milch nun wirklich?

Dieser Frage sind wir in unserer Reihe 'Ernährungsmythen' zusammen Expertin Aline Emanuel (DHfPG) nachgegangen. Warum die Milch vielleicht doch besser als ihr Ruf ist, lesen Sie am besten selbst.

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