Corona, Fitness, Gesundheit | Autor: Anke Sörensen |

Das 1x1 der Masken: Welche Maske eignet sich für was?

Nun gilt die Maskenpflicht in allen Bundesländern im Nahverkehr und beim Einkaufen. Wir zeigen, welche verschiedenen Typen es gibt und welche Masken sich für wen eignen – auch beim Sport.

Maskenpflicht: Welche Maske eignet sich für das Training?

Seit dem 27. April 2020 gilt für die meisten Deutschen eine Maskenpflicht, nur Schleswig-Holstein zieht am 29. April nach. In öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen müssen Mund und Nase bedeckt sein, um sich und andere vor dem Coronavirus zu schützen. Beim Sport sind Masken bisher keine Pflicht.


 


So schützen Masken

Ist jemand an COVID-19 erkrankt, gelangen beim Husten, Niesen oder Sprechen Coronaviren in die Luft. Diese werden in feinen Tröpfchen beziehungsweise winzigen Aerosolen transportiert und können gesunde Menschen infizieren. Das Tragen einer Schutzmaske in der Öffentlichkeit verhindert die direkte Übertragung auf die Schleimhäute anderer.

Aktuell schreibt das Robert-Koch Institut: „Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung kann ein zusätzlicher Baustein sein, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Covid-19 in der Bevölkerung zu reduzieren – allerdings nur, wenn weiterhin Abstand von anderen Personen, Husten- und Niesregeln und eine gute Händehygiene eingehalten werden.“


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Die drei gängigsten Maskentypen

  1. FFP-Masken gibt es mit und ohne Atemventil. Sie filtern Aerosole und dienen dem Eigen- und Fremdschutz. Mit Atemventil fällt das Atmen leichter, dann können Viren aber auch nach außen gelangen. Diese Masken sind knapp, das Robert-Koch Institut empfiehlt sie zur Nutzung im medizinischen Bereich. Die FFP3-Masken bieten im Vergleich zu FFP2-Masken den größtmöglichen Schutz.
  2. OP-Masken, auch Mund-Nasen-Schutz (MNS) genannt, schützen etwas weniger intensiv als FFP-Masken, dafür in beide Richtungen. Als Einwegmasken sollten Sie nicht länger als acht Stunden getragen und dann entsorgt werden.
  3. Stoffmasken oder DIY-Masken sind im Gegensatz zu den oberen Varianten kein Medizinprodukt. Sie sind wasch- und wiederverwendbar und lassen sich aus dicht gewebtem Stoff, beispielsweise T-Shirts oder Geschirrhandtüchern, nähen. Diese Behelfsmasken dienen vor allem dem Fremdschutz.

 


Grundregeln im Gebrauch

  • Hygiene einhalten: Vor dem Aufsetzen die Hände waschen, die Maske zwischendurch nicht anfassen.
  • Regelmäßig wechseln: Sobald die Maske feucht wird, muss sie ausgetauscht werden. Dafür mit gereinigten Händen an den Schlaufen abnehmen.
  • Waschen oder entsorgen: Stoffmasken in heißem Seifenwasser (60 Grad) waschen, Einwegprodukte wegwerfen.

 


Masken beim Sport

Sehnsüchtig wird die Wiedereröffnung der Fitnessstudios erwartet. Bis dahin treiben viele Menschen zu Hause Sport und nutzen dafür Streaming-Angebote ihres Studios oder gehen Laufen, Radfahren und trainieren in der Natur.

Das Tragen von Masken beim Sport wäre eine Möglichkeit, die Hygieneregeln einzuhalten. Studiobetreiber wollen mit dem Einbau von Trennwänden beziehungsweise dem nötigen Mindestabstand zwischen den Geräten den Schutz vor der Übertragung von Coronaviren sicherstellen. Krafttraining an bestimmten Geräten könnte so stattfinden, Kurse würden vorerst entfallen.

Zum Training eignen sich nur Stoffmasken oder OP-Masken, da FFP-Masken zu wenig Sauerstoff durchlassen. Trotzdem erschweren Masken das Atmen und brauchen eine Eingewöhnungsphase, intensives Cardiotraining ist damit unmöglich.

Viele Jogger sieht man bereits mit Maske laufen. Besonders nachgefragt werden momentan die bei der deutschen Firma 'Manomama' produzierten 'Urbandoos'. Das sind keine Masken sondern Schals mit integriertem Atemschutzfilter, die ursprünglich vor Pollen und Umweltverschmutzung wie Feinstaub schützen sollten, aber in Zeiten der Pandemie eben auch vor dem Coronavirus.


Die Beeinträchtigung durch die erschwerte Atmung ist meiner Meinung nach viel zu groß."
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Dennis Aogo, Ex-Nationalspieler, auf Instagram


Wie stark anstrengendes Cardiotraining durch Masken erschwert wird, testete Fußballer Dennis Aogo gerade im Selbstversuch. Nach jeweils 15 Minuten Aufwärm-, Sprint-, Ball, Hütchen- und Kopfballübungen, absolviert mit zwei verschiedenen Arten von Mundschutz, kam der 33-Jährige zu einem deutlichen Fazit: Beide Masken eignen sich nicht für die Nutzung im Profi-Fußball.

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