Vom Bundestag in die Fitnessbranche: Philipp Hartewig ist neuer Geschäftsführer des DSSV e. V. und will die politische Stimme der Branche deutlich stärken.
In der neuen Folge des fM Podcasts Fitness im Ohr spricht er mit Host Janosch Marx über seinen Wechsel nach Hamburg, seine Erfahrungen als Bundestagsabgeordneter – und darüber, welche politischen Baustellen die Fitnesswirtschaft jetzt dringend angehen muss.
Nur die Fitness- und Gesundheitsbranche kann es leisten, individuell mit Personen an ihrer Gesundheit zu arbeiten.
Philipp Hartewig – Geschäftsführer DSSV
Dabei geht es um Themen, die für Betreiber unmittelbar relevant sind. Unter anderem behandelt er die Scheinselbstständigkeit und das Herrenberg-Urteil, die Zukunft von Minijobs, Bürokratie, Rechtssicherheit und die politische Anerkennung der Fitness- und Gesundheitsbranche.
Philipp Hartewig macht deutlich, dass der DSSV nicht nur Kritik äußern, sondern mit konkreten Lösungsvorschlägen auf die Politik zugehen will.
Ein weiteres Ziel: Fitness soll politisch stärker als Teil der Lösung für eine gesündere Gesellschaft wahrgenommen werden.
Gerade mit Blick auf Prävention, eine alternde Bevölkerung und die Bedeutung von Krafttraining sieht Philipp Hartewig großes Potenzial. Zugleich wirbt er für mehr Zusammenarbeit zwischen kommerzieller Fitnessbranche und organisiertem Sport.
Und man kann gemeinsam auch wirklich viel bewegen und sollte deswegen auch zusammen Dinge durchdenken.
Philipp Hartewig – Geschäftsführer DSSV
Im Rahmen der Europäischen Woche des Sports bringt die Kampagne „United let’s move.“ Deutschland und Österreich zusammen. 9.500 Anlagen öffnen für die Aktion ihre Türen.
Für Philipp Hartewig ist die Initiative ein starkes Beispiel dafür, wie die Fitnessbranche Bewegung fördern und zugleich ihre gesellschaftliche Bedeutung sichtbar machen kann.
Sollte es noch mal zu einer Pandemie oder Ähnlichem kommen, dann ist die Branche lauter und es sollte auch nie wieder zu Schließungen kommen.
Philipp Hartewig – Geschäftsführer DSSV
Und Philipp Hartewig richtet einen konkreten Appell an Studiobetreiber: Nicht nur über Politik sprechen, sondern mit Politikern sprechen. Regionale Abgeordnete sollten in die Studios eingeladen werden, um die Branche, ihre Leistungen und ihre Herausforderungen unmittelbar kennenzulernen.
Wie will der neue DSSV-Geschäftsführer die Interessen der Branche in Berlin durchsetzen? Welche Veränderungen braucht es bei der Selbstständigkeit von Trainern? Und warum könnte jetzt tatsächlich eine neue Phase der politischen Interessenvertretung beginnen?
Fitness im Ohr: hier aktuelle Folge als Podcast anhören
Key Takeaways
- Neue Ära beim DSSV: Philipp Hartewig will seine politische Erfahrung und sein Netzwerk nutzen, um der Fitnessbranche gegenüber Politik und Öffentlichkeit eine stärkere Stimme zu geben.
- Rechtssicherheit für Selbstständige: Beim Thema Scheinselbstständigkeit fordert er klare Regeln, damit selbstständige Trainer und Studios verlässlich planen können.
- Minijobs erhalten: Philipp Hartewig warnt davor, Minijobs durch zusätzliche Sozialabgaben unattraktiver zu machen, da sie für viele Beschäftigte und Fitnessbetriebe ein wichtiges flexibles Arbeitsmodell sind.
- Fitness als Gesundheitsfaktor: Die Branche soll politisch stärker als wichtiger Partner für Prävention, Bewegung und ein gesundes Altern wahrgenommen werden.
- Gemeinsam politisch sichtbarer werden: Mit Initiativen wie „United let’s move.“ und einem stärkeren Dialog mit Abgeordneten soll die gesellschaftliche und politische Bedeutung der Fitnessbranche weiter wachsen.






