Deutschland trainiert am liebsten selbstorganisiert

Aktuelle Zahlen belegen: Die Fitnessbranche ist ein wichtiger Wirtschaftszweig und Wachstumsmotor im deutschen Sportsektor.
Lesezeit: 2 Minuten
Kennzahlen aus der deutschen Sportwirtschaft: Deutsche trainieren am liebsten selbstorganisiert.
Kennzahlen aus der deutschen Sportwirtschaft: Deutsche trainieren am liebsten selbstorganisiert.
Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) liefern in einem aktuellen Bericht wichtige Kennzahlen aus der deutschen Sportwirtschaft. Der informelle Sportsektor wächst und 72 Prozent der Deutschen trainieren selbstorganisiert. Fitnesstraining ist auch angesichts der Eckdaten 2019 weiter in der Erfolgsspur und Spitzenreiter der mitgliederstärksten Trainingsformen.

Der neue Bericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp) liefert aktuelle Zahlen aus der deutschen Sportwissenschaft und untersucht u. a. das Engagement und die Konsumausgaben für Sport inner- und außerhalb des Vereinssports.


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Bundesbürger sind sport- & fitnessverrückt – sie trainieren aber meist selbstorganisiert

Laut den neuen Keyfacts werden 92 Prozent der ausgeübten Sportaktivitäten dem informellen Sportsektor zugeordnet. 28 Prozent der Befragten waren Mitglied in mindestens einem Sportverein und die große Mehrheit (72 Prozent) der Sportler treibt ausschließlich selbstorganisiert Sport. Das schlägt sich auch in den Konsumausgaben nieder: 81 Prozent der Konsumausgaben der Sportler (ab 16 Jahre) entfallen auf ebendiesen Bereich. Das liegt u. a. daran, dass gerade beliebte Sportarten wie Fitness, Schwimmen oder Laufen meist außerhalb der Vereine praktiziert werden und ein zurückgehendes Wettkampfengagement, die zunehmende Individualisierung sowie die wachsende Konkurrenz von kommerziellen Sportanbietern den Sportsektor nachhaltig verändern.

Ungebrochener Trend – Fitnesstraining weiterhin die klare Nr. 1

Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in den aktuellen Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft (DSSV, Deloitte & DHfPG) wider. Der Fitnesstrend ist ungebrochen: Mit einem Vorjahresplus von 4,5 Prozent und 11,09 Millionen Mitgliedern liegt Fitnesstraining vor „König Fußball“ auf Platz 1.

Infografik aus den 'Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2019' von DSSV, Deloitte und DHfPG.

Nach der jährlichen Bestandsaufnahme des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) stellt Fitnesstraining, ungeachtet der Alters- und Organisationsstruktur, im Vergleich zu den klassischen Vereinssportarten die mitgliederstärkste Trainingsform in Deutschland dar und wächst weiter.

Lesen Sie hierzu auch: Eckdaten 2019 – Branche weiter auf Wachstums- & Erfolgskurs (der Link öffnet sich per Klick aufs Bild):

Studie zu den wichtigsten Zahlen der Fitness- und Gesundheitsbranche von DSSV, Deloitte und DHfPG.

Wachstumsrate von 5,1 Prozent

Besonders die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre spiegelt die weiterhin wachsende Fitnessbegeisterung in Deutschland wider. Allein in dieser Periode zwischen 2014 und 2018 konnte ein Wachstum von mehr als zwei Millionen Mitgliedern verzeichnet werden, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5,1 Prozent entspricht.

Wichtiger Wirtschaftszweig im deutschen Sportsektor

13,4 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung sind bereits Mitglied in einer der 9.343 Fitness- und Gesundheitsanlagen und die Branche ist mit mehr als 212.400 Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von 5,33 Milliarden € (netto) ein wichtiger Wirtschaftszweig im deutschen Sportsektor.

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