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Hat Morgenstund wirklich Gold im Mund? Welche Rolle spielt die innere Uhr?

DONALD Studie liefert neuste Erkenntnisse über die Rolle des Chronotyps bei Kindern und Jugendlichen. Zu welchem Chronotyp gehören Sie?

Im Rahmen der DONALD Studie (Dortmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study) haben deutsche Forscher den Zusammenhang zwischen der Tageszeit und der Energieaufnahme, speziell bei Kindern und Jugendlichen, unter die Lupe genommen. Das gemeinsame Kooperationsprojekt der Universitäten Bonn und Paderborn untersuchte hierzu Daten von insgesamt 262 ausgewählten Heranwachsenden. Die Ergebnisse sind bereits online im Fachjournal „Appetite“ erschienen und werden deutschsprachig in der Herbst-Ausgabe der „ERNÄHRUNGS UMSCHAU“ weiter ausgeführt. Die fM-Radaktion hat für Sie vorab die ersten Ergebnisse und relevanten Links zusammengefasst:

Angesichts der bisherigen Befunde tickt die innere biologische Uhr bei Kinder und Jugendlichen anders, als bisher angenommen. Der sogenannte „Chronotyp“, also der Startpunkt des individuellen 24-Stunden-Rhythmus, verändert sich bei Heranwachsenden und ist höchst unterschiedlich. Besonders Jugendliche ab elf Jahre gehören demnach dem späteren Chronotyp an und präferieren größere Mahlzeiten eher am Abend. Je älter die Kinder werden, desto eher verschieben sich hier die Präferenzen von einem reichhaltigen Frühstück zu einem ausgedehnten Abendessen. Diese Präferenz begünstig eine höhere gesamt Tagesenergiezufuhr und kann so evtl. auch Übergewicht begünstigen. Das Sprichwort „Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler“ trifft angesichts dieser Ergebnisse zumindest auf die jüngere Bevölkerung eher nicht zu.

Dr. Ute Alexy (Universität Bonn) und Prof. Dr. Anette Buyken (Universität Paderborn) sehen hier langfristig ein Problem, denn die Schulstartzeiten (und somit auch das Frühstück) stehen im Konflikt mit dem physiologischen Chronotypen vieler jugendlicher Schüler. Aus diesem Grund sollte (sofern sich diese ersten Ergebnisse durch weitere Studien bestätigen) über veränderte Pausenzeiten bzw. ein zusätzliches Pausenangebot im schulischen Alltag nachgedacht werden. Solche zusätzlichen Mahlzeitangebote entsprächen zumindest dem verbreiteten Chronotyp der Kinder und Jugendlichen. Hier sollten Politik, Schulen und Ernährungsexperten gemeinsam über innovative Lösungen gerade auch im Rahmen der Ganztagsbetreuung nachdenken.

Auch für Berufstätige spielt die innere biologische Uhr hinsichtlich der Leistungsfähigkeit und der Ernährung eine entscheidende Rolle. Testen Sie selbst, welcher Chronotyp Sie sind.

 

Ausführliche Informationen über die DONALD Studie an der Universität Bonn bekommen Sie hier.

Die vollständige Studie können Sie über diesem Link beziehen.

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Weiterführende Informationen über die Chronobiologie des Essens bekommen Sie hier.

Lesen Sie hier mehr über Mahlzeiten im Rhythmus mit der inneren Uhr für Berufstätige.

 

Ausführliche Informationene über die Ausbildung zum Ernährungscoach an der BSA-Akademie bekommen Sie hier.

 

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