Premiere auf der FitnessConnected: Wie E-Textiles Fitnessgeräte noch smarter machen können

E-Textiles im Fokus: Auf der FitnessConnected 2021 präsentiert ZSK Stickmaschinen in Kooperation mit gym80 einen innovativen Geräte-Prototyp.
Lesezeit: 3 Minuten
-Anzeige-
Innovation auf der FitnessConnected: Wie E-Textiles Fitnessgeräte smarter machen
Innovation auf der FitnessConnected: Wie E-Textiles Fitnessgeräte smarter machen
Ausblick FitnessConencted 2021: Smarte Technik für noch innovativere Trainingsgeräte. Welche Chancen und neuen Einsatzmöglichkeiten E-Textiles in der Praxis bieten, zeigt ein neuer Prototyp von ZSK Stickmaschinen in Kooperation mit gym80, der auf der B2B-Fachmesse exklusiv vorgestellt wird.

Neben einem neuen Messekonzept (Lesen Sie auch: 'Grünes Licht für Fitnessmesse') werden den Besucher der B2B-Fachmesse 'FitnessConnected – part of the ISPO-Network' (18.-20.11.2021 in München) vor Ort auch viele Innovationen präsentiert.



Technologie im Fokus: E-Textiles bieten neue Potenziale

In vielen Branchen werden Elektronikkomponenten wie zum Beispiel Sensoren, Elektroden, LEDs oder Antennen bereits serienmäßig in Textilien integriert, um Maschinen und Geräte intelligenter und benutzerfreundlicher zu machen.

Diese Entwicklung bietet auch für die Fitness- und Gesundheitsbranche neue Möglichkeiten: „Ich freue mich daher sehr, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern ZSK Stickmaschinen und gym80 auf unserer Live-Fachmesse in München einen innovativen Prototyp präsentieren können, der zeigt: E-Textiles haben auch im Gesundheits- und Fitnessbereich großes Potenzial“, sagt Ralph Scholz, CEO der FitnessConnected.


FOLGEN Sie uns bei LinkedInFacebookInstagram & Twitter
und verpassen Sie keine Fitness-NEWS mehr!


Diese Vorteile bietet der neue Prototyp

Bei dem Prototyp handelt es sich um eine Rückenstreckmaschine für die untere Rückenmuskulatur, bei der drei Sensoren – nicht spürbar für den Nutzer – in den Polstern integriert sind.

Ein Belegungs-Sensor erkennt, ob eine Person auf dem Gerät Platz nimmt und aktiviert in diesem Fall die anderen beiden Sensoren: Ein Drucksensor im Rückenbereich prüft, ob diese Person mit ihrem unteren Rücken und Gesäß nah genug an der Polsterung ist, ein Bewegungssensor hat dann die korrekte Bewegungsausführung im Blick.

Fehlerkorrektur über Vibration

Falls die Person nicht in der richtigen Ausgangsposition sitzt oder sich bei der Bewegung überstreckt, erhält sie per Vibration Feedback von der smarten Maschine.

„In dieser Entwicklung sehen wir viele Vorteile, sowohl für die trainierende Person als auch für den Fitnessstudio-Betreiber. Gerade Laien, die noch unsicher im Umgang mit Geräten sind, bekommen so sehr einfach Hilfestellungen dazu, wie sie eine Übung richtig ausführen. Die Technik ersetzt natürlich nicht die Anleitung durch einen professionellen Trainer und das ist auch nicht ihr Sinn“, erklärt Tobias Lochthowe, der verantwortliche Produktmanager bei gym80.

Sie unterstützt aber dabei, wenn zum Beispiel gerade kein Trainer verfügbar ist oder eine trainierende Person Hemmungen hat nachzufragen. Für die Fitnessstudiobetreiber bedeutet sie vor allem eine Entlastung des Personals und zusätzliche Kontrolle über die Sicherheit und Gesundheit der Trainierenden“, so  Lochthowe weiter.



Das unterschätzte Potenziale von E-Textiles

Die Elektronikkomponenten werden im Stickverfahren in die Polsterung integriert. „Der große Vorteil des Stickens gegenüber anderen Verfahren ist, dass die Komponenten automatisch durch die Maschine mit leitfähigen Fäden verbunden werden können. Nachträgliche Prozesse wie zum Beispiel Löten sind deswegen nicht mehr nötig“, erklärt Melanie Hörr, Manager of Technical Embroidery Applications, Smart & E-Textiles bei ZSK Stickmaschinen.

Die Expertin, die das Verfahren für ZSK bereits in anderen Anwendungsfeldern erfolgreich einsetzt, ergänzt: „Wir gehen davon aus, dass auch der Fitnessmarkt viel Potenzial dafür hat. Viele Gerätehersteller wissen bisher nur zu wenig über die Möglichkeiten von E-Textiles. Umso mehr freue ich mich, dass wir gemeinsam mit gym80 auf der FitnessConnected dafür sorgen können, dies zu ändern,“ so Hörr weiter.

Noch viele weitere Anwendungsbereiche für E-Textiles denkbar

Gespannt ist man laut eigenen Angaben bei gym80 auf das Feedback der Besucher, die das innovative Gerät vom 18. bis 20. November 2021 in der Messe München erleben können. „Wir können uns vorstellen, E-Textiles zukünftig auch in anderen Geräten einzusetzen und zu testen“, sagt Tobias Lochthowe abschließend.

Mit Blick in die Zukunft ergänzt Melanie Hörr: „Neben körperfernen Elektroden, wie sie beim gym80-Prototyp eingesetzt werden, gibt es ja auch noch körpernahe Elektroden, die zum Beispiel in Bekleidung integriert werden und Vitalwerte wie etwa EKG messen. Ich könnte mir speziell für die Fitnesswirtschaft vorstellen, dass man in Zukunft körperferne und körpernahe Sensorik miteinander kommunizieren lässt und Training somit noch smarter und effektiver macht. Der Weg ist noch nicht zu Ende, es gibt noch viele Möglichkeiten.“

neuro trainer

-Anzeige-

Für fitness MANAGEMENT berichtet

Mehr von diesen Autoren

Das marea Fitness in Lingen hat das Zertifizierungsverfahren „ZertFit“ der BSA-Zert nach DIN-Norm 33961 erfolgreich absolviert und beantwortet damit zugleich...
An dieser Stelle haben wir Anfragen Ihrer Kollegen, unserer Mitglieder, zum Thema Rechte und Pflichten gegenüber Mitarbeitern gesammelt. Kurz und...
Schulung von UV-Fachpersonal: In der Wahrnehmung vieler Betreiber und auch der Öffentlichkeit ist die Schulung und Zertifizierung von UV-Fachpersonal der...

Das könnte dich auch interessieren

Eine sportlich aktive Frau absolviert ein intensives Step-Workout in einem modernen Fitnessstudio. Das Motiv steht für leistungsorientiertes Training, funktionelle Belastungssteuerung und präventive Gesundheitsförderung

Gesund trainieren und schlafen

Gesundheit mit Training und Schlaf beeinflussen. Drei Expertinnen und Experten der DHfPG stellen auf dem FIBO Congress 2026 verschiedene Gesundheitsinterventionen vor.

HIIT im Ohr

Dr. Marcel Reuter zeigt, warum HIIT bei gleichem Energieverbrauch wirksamer ist als moderates Training – und was das für Studios bedeutet.
Collage mit drei Bildbereichen: Links ein aufgeschlagenes Notizbuch mit gelbem Cover und der Illustration eines Gehirns, das eine Langhantel stemmt. Daneben stehen die Worte „Denkanstöße 2026“ und das ACISO-Logo. Rechts oben ist ein Konferenzraum mit vielen sitzenden Teilnehmenden an Tischen zu sehen. Vorne befindet sich eine Präsentationsfläche mit Leinwand und Referent. Unten rechts ein Mann im Sakko bei einem Vortrag vor einer projizierten Folie mit inhaltlichen Stichpunkten. Der Hintergrund ist farbig beleuchtet.

Denkanstöße 2026

Die ACISO Netzwerk Tour 2026 bringt Fitnessunternehmer aus ganz Deutschland zusammen. Sie setzt auf Austausch und strategische Denkanstöße und rückt nachhaltige Unternehmensführung in den Mittelpunkt.
Innenraum eines Büros mit Schreibtisch und Monitor, eine Frau sitzt auf einem Bürostuhl und streckt die Arme nach oben, Logos der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und der BSA-Akademie sind eingeblendet, Hinweis auf den FIBO Congress 2026 oben rechts.

BGM neu gedacht

Tabus im BGM brechen: Zwei Expertinnen der DHfPG stellen auf dem FIBO Congress 2026 neue Ansätze für BGM vor.
Ein Richterhammer liegt im Vordergrund auf einem Tisch. Im Hintergrund ist unscharf ein Laptop mit einer Videokonferenz zu sehen, in der mehrere Personen zugeschaltet sind.

Rechtssicher durch 2026

Das DSSV Online-Seminar „Wir gestalten Ihr Recht“ informiert kostenfrei zu Gesamtpreisangabe und Scheinselbstständigkeit.
Grafik zu dem Podcast Fitness im Ohr mit Janosch Marx und Volker Lichte zum Thema „Supersportjahr 2026“

Supersportjahr im Ohr

Was können Fitnessstudios vom Spitzensport lernen? Volker Lichte erklärt im Podcast Fitness im Ohr, welche Prinzipien aus Olympia und WM den Studioalltag besser machen.