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Zu „unfit“ fürs Studio? Von wegen - Trainingsraum für jedermann

Joggen, um auf dem Stepper gut auszusehen? Was der „Postillion“ hier auf die Schippe nimmt, hat durchaus einen ernsten Hintergrund - ein Plädoyer für das Aufräumen mit Vorurteilen.

Eine kürzlich erschiene News aus dem Postillion unter dem Titel „Frau geht joggen, damit sie fürs Fitnessstudio gut aussieht“ sorgte unlängst für Amüsement aber auch für Stirnrunzeln. Die 25-jährige Antonia D. aus Kiel sorgt mit ihren Aussagen für Belustigung – im Kern versteckt sich dahinter aber durchaus ein gesellschaftliches Vorurteil.

Antonia ist bestrebt gut auszusehen und das natürlich besonders auch im Fitnessstudio. Sie trainiert deshalb täglich fleißig und geht joggen. Ihr Antrieb ist aber nicht der Gesunderhalt, sondern ein ganz anderer: Bevor die Studentin selbstbewusst ins Studio gehen kann, will Sie erst deutlich abnehmen. Der Grund: Sie will sich keine Blöße geben und ja nicht den Anschein erwecken, dass Sie das Fitnesstraining überhaupt nötig hätte ... Neben Joggen stehen auch Sit-Ups und Liegestützen auf dem Plan – schließlich will man ja auf dem Stepper eine gute Figur machen. Immer häufiger spielen hier auch soziale Medien und falsche mediale Schönheitsideale eine entscheidende Rolle.

Ein Blick auf Studienergebnisse der Techniker Krankenkasse „Beweg dich, Deutschland“ zeigt, dass die Bewegründe wie Gesundheit, Spaß und Entspannung deutlich vor dem Thema „Eitelkeit“ liegen. Bewegung ist gut für die Gesundheit. Neun von zehn Befragten gab dies als Hauptmotiv für das Sporttreiben an. Auch hinsichtlich der Gründe, die vom Training abhalten, liegen die Items „ich schäme mich beim Sport“ und „ich scheue den Leistungsvergleich mit anderen“ mit jeweils nur 6 % der Nennungen an letzter Stelle.

Im Kern bieten Fitness- und Gesundheitsanlagen den Raum, um in einem positiven Umfeld zu trainieren. Unabhängig von den jeweiligen Zielen, dem Alter, der körperlichen Konstitution und auch dem Fitnesslevel fördern Fitnessstudios Gesundheit und körperliche Aktivität. So unterschiedlich wie die Beweggründe, Ziele und Motivationen der Mitglieder auch sind, darf trotzdem nicht der Eindruck entstehen, dass hier eine negative Entwicklung stattfindet. Sicher spielen Athletik und Aussehen für einen Teil der Trainierenden eine wichtige Rolle, aber Fitness- und Gesundheitsanlagen sind heute weit mehr als „Tempel der Askese und des Körperkults“. Vielmehr trägt die gesamte Branche zu mehr Bewegung, Fitness und Gesundheit bei und ist für alle Altersgruppe die Anlaufstelle Nummer 1 für kompetente Betreuung & Training. Die deutschen Fitness- und Gesundheitsanlagen sind angesichts der „Eckdatenstudie“ weiter auf dem Vormarsch und tragen aktiv dazu bei, Bewegung und Fitness positiv in den Köpfen von über 10.08 Millionen Mitgliedern zu verankern.

 

Für die zitierte "Meldung" aus "Der Postillion" klicken Sie bitte hier.

Die TK Studie "Beweg dich, Deutschland" können Sie hier als PDF ansehen.

Für eine Zusammenfassung der "Eckdaten 2018" von Deloitte, dem DSSV und der DHfPG können sie einfach hier klicken.

 

 

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