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Superfood oder kein Superfood, das ist hier die Frage

Der 23. März ist internationaler Tag der Chia-Samen – Der Star unter den Superfoods hat also schon einen eigenen Ehrentag. Aber was ist dran am Hype um das schwarze Gold und welche heimischen Alternativen gibt es?

Der 23. März ist seit 2016 der internationale Tag der Chia-Samen und huldigt seither dem neuen „schwarzen Gold“ in Deutschlands Supermärkten. Der Markt boomt, das zeigt die folgende Superfood-Studie von Nielsen.

Für das Umsatzwachstum im Superfood-Markt sorgen vor allem die Chia-Samen, die allein 63 Prozent des Umsatzes ausmachen. Die ursprünglich aus Mexiko stammenden Samen sind der Verkaufsschlager schlechthin und der unangefochtene Star im Supermarktregal. Die Deutschen lieben die schwarzen Samen zum Beispiel als Zutat in Brötchen, als Pudding zum Frühstück, in Smoothies oder als Topping zum Salat.


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Was ist dran am Hype um das Superfood?

Superfood ist „in“ und längst kein kurzfristiger Hype mehr – immer mehr Deutsche achten beim Einkauf auf eine gesundheitsbewusstere Ernährung und jeder vierte deutsche Verbraucher schwört bereits auf Chia, Goji-Beeren und Co. Die Samen der Chia-Pflanze, die zur Gattung der Salvia-Gewächse gehört, wurde in Mexiko bereits seit der Maya-Zeit als Grundnahrungsmittel und gesundheitsfördernder Wirkstoff eingesetzt.

Inhaltstoffe: Gesund ja, aber wirklich Superfood?

Die Samen sind ein sehr guter Omega-3-Fettsäuren-Lieferant, reich an Antioxidantien sowie Mineral- und Ballaststoffen (wie etwa Magnesium, Vitamin E und Eisen). Pro 100 Gramm machen Ballaststoffe 34 Gramm aus und die gute Quellfähigkeit der Samen sorgt für ein länger andauerndes Sättigungsgefühl und wirkt sich zugleich verdauungsfördernd aus – aber nur, wenn man auch ausreichend dazu trinkt.

Laut Novel-Food Verordnung sollte man täglich auch nicht mehr als 15 Gramm des „schwarzen Goldes“ konsumieren.  

Trotz der vielen positiven Eigenschaften liegen bisher noch keine gesicherten Langzeitstudien zu den tatsächlichen gesundheitsförderlichen Aspekten vor. Einige sehen Chia-Samen kritisch, da hohe Transportkosten, Pestizid- bzw. Schimmelpilzbelastung gegen die Importware sprechen und einen Kilopreis zwischen 14 und 40 Euro (je nach Qualität) oder die Bezeichnung Superfood nicht rechtfertigen. 

Heimisches Pendant der Chai-Samen

Wer lieber auf heimisches Superfood zurückgreifen will und eine Alternative zu den teuren Chia-Samen sucht, findet in Leinsamen das passsende heimische Pendant. Sie liefern ganz ähnliche Inhaltsstoffe bzw. ernährungsphysiologische Eigenschaften wie die Chia-Samen und kosten lediglich ein Viertel, wie Ernährungswissenschaftlerin Christina Esser von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) in einer Sendung des Saarländischen Rundfunks (SR) erläuterte.   

Ob Sie am „Tag der Chia-Samen“ auf das internationale oder das heimische Superfood zurückgreifen, entscheiden Sie. Die fM wünscht Ihnen auf jeden Fall einen guten Appetit!

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