Fit ist „in“ – auch in den Medien

Immer mehr Menschen setzen auf Fitness. Erstmals begeistern sich mehr als 10 Millionen Menschen in Deutschland für Fitnesstraining in kommerziellen Studios.
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Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft
Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft
Die Reaktionsquote, der Anteil der Mitglieder in Fitness- und Gesundheits-Anlagen gemessen an der Gesamtbevölkerung, stieg in der für die Branche relevanten Kernzielgruppe der 15- bis 65-Jährigen auf 18,7 %.

Doch damit nicht genug: Die Zahl der Studios wächst, der Branchenumsatz steigt, die Investitionsneigung nimmt weiter zu, die Branche erweist sich als attraktiver Arbeitgeber und immer mehr Personen entdecken für sich ein branchenspezifisches Studium als lohnende Bildungsinvestition in die Zukunft. Fit ist „in“.

Die Fitness-Branche ist längst auch ein mediales Thema. Weit mehr als 14 Millionen Menschen haben zwischenzeitlich in über 150 Titeln von den 10 Millionen Fitness-Treibenden gelesen, die in 8.684 Studios trainieren. Mitglieder und Anlagen, diese wie viele andere Kennzahlen sind das Ergebnis der Eckdaten-Studie 2017, die wie in den Vorjahren der DSSV – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen gemeinsam mit dem Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG erstellt hatte. Die Medienresonanz ist beeindruckend. Ob Print oder Digital, ob Tages- oder Wochenzeitung, ob als Kurzmeldung oder als ausführlicher Hintergrundbericht, zahlreiche Leitmedien aus TV, Print und Online, wie ARD und ZDF, dpa und n-tv, vom Morgenmagazin über die Frankfurter Allgemeine Zeitung bis hin zu etlichen Online-Portalen griffen die positiven Kennzahlen auf.  

Und das Beste: Der Trend hält an. Die Entwicklung der Fitness-Branche gibt berechtigten Anlass zum Optimismus. „Fit for the future“, das Motto des von der DHfPG, der BSA-Akademie und der BSA-Zert veranstalteten Aufstiegskongresses 2017 am 6. und 7. Oktober in Mannheim ist Programm. 

Mitgliederverteilung nach Bundesländern

Aber wie verteilen sich die 10,08 Millionen Mitglieder auf die 16 Bundesländer? Und: In welchen Bundesländern zeigt sich eine hohe, wo eine geringere Reaktionsquote? Auch dieser Frage ist die Eckdaten-Studie 2017 nachgegangen. 

Die Deutschlandkarte zeigt die Reaktionsquoten je Bundesland, die einzelnen Kreise die jeweilige Abschöpfung. Insbesondere das Verhältnis von Mitgliedern zu Einwohnern spielt dabei für die Bewertung des Fitness- und Gesundheitsmarktes eine entscheidende Rolle. 

Reaktionsquote Deutschland

Der Stadtstaat Hamburg nimmt wie im Vorjahr mit einer Reaktionsquote von 18,5 % die führende Position ein. Auf den drei folgenden Plätzen liegen, ebenfalls unverändert gegenüber 2016, der Stadtstaat Bremen mit 16,1 % (Vorjahr: 16,2 %), das Saarland mit 15,6 % (Vorjahr: 15,1 %) und der Stadtstaat Berlin mit 14,5 % (Vorjahr: 14,3 %). Nordrhein-Westfalen, das mit mehr als 17,5 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Bundesland, weist eine Redaktionsquote von 12,6 % (Vorjahr: 12,4 %)?aus, liegt damit knapp über dem Bundesschnitt von 12,3 %. Das meiste Potential hinsichtlich der Reaktionsquote liegt trotz deutlicher Ausweitung gegenüber dem Vorjahr in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern mit 7,7 % (Vorjahr: 7,2 %) und Sachsen-Anhalt mit 8,5 % (Vorjahr: 7,2 %).

Mehr als die Hälfte aller in Fitness-Anlagen eingeschriebenen Mitglieder trainieren in den drei einwohnerstärksten Bundesländern: Nordrhein-Westfalen kommt auf 22,3 %, Bayern auf 15,0 % und Baden-Württemberg auf 14,6 %. Wie im Vorjahr weisen die hinsichtlich der Bevölkerung kleinsten Bundesländer Bremen mit 1,1 %, Mecklenburg-Vorpommern mit 1,2 % und das Saarland mit 1,5 % die geringsten Anteile im Verhältnis zum Gesamtmarkt auf. 

Bemerkenswert ist die Segment-Betrachtung der Mitgliederverteilung zum Gesamtmarkt. Die 1.786 Kettenbetriebe (Vorjahr: 1.637) zählten 4,8 Millionen Mitglieder (Vorjahr: 4,31 Millionen). Dies entspricht einem Marktanteil von 47,6 % der Mitglieder in den Kettenbetrieben am Gesamtmarkt (Vorjahr: 45,5 %). Auf die Bundesländer bezogen weisen die Kettenbetriebe in den Stadtstaaten Bremen mit 73,7 % (Vorjahr: 68,2 %) und Berlin mit 67,3 % (Vorjahr: 65,4 %) nicht nur die mit Abstand höchsten Werte auf, sie liegen damit auch deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Mit anderen Worten: In den beiden Bundesländern Bremen und Hamburg trainieren mehr als zwei von drei Mitgliedern in Kettenbetrieben. 

7,4 Millionen Mitglieder (Vorjahr: 4,65 Millionen) trainierten 2016 in den 2.054 Einzelstudios (Vorjahr: 1.876), sprich 47,0 %?vom Gesamtmarkt. Die Hälfte aller Bundesländer liegt über dem Bundesdurchschnitt, Bayern und Thüringen mit jeweils über 56 % auf den beiden vorderen Plätzen. 

550.000 Mitglieder (Vorjahr: 510.000) nutzen das Angebot der mehr als 2.000 Mikro-Anlagen (2016: 2053; Vorjahr: 1.876), was einem Marktanteil von 5,4 % entspricht. Die Stadtstaaten Berlin (8,1 %) und Hamburg (8,0 %) führen diese Aufstellung an, bei den Flächenländern sind es Brandenburg (6,9 %) und Mecklenburg-Vorpommern (6,8 %). 

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