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Digital Sports Hub: KI-Initiative des deutschen Spitzensports zur smarten Gesundheitsförderung

Erkenntnisse aus dem Leistungssport: Wie können Daten von Spitzensportlern dazu genutzt werden, neue Konzepte für die Gesundheitsförderung der Gesamtbevölkerung zu entwickeln und welche Rolle spielt dabei die künstliche Intelligenz (KI)? Das sind Fragen, mit dem sich ein Netzwerk aus Forschern, Start-up-Gründern und Unternehmen in der Praxis aktuell im 'Digital Sports Hub' beschäftigt. 

Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) will Trainings-, Ernährung-, Gesundheits- und Wettkampfdaten zentral bündeln und mittels KI Erkenntnisse aus dem Spitzensport auswerten.

Wir sammeln über Fitnesstracker, Wearables (Lesen Sie dazu auch: Wearables auf dem Vormarsch – Gesundheit und Fitness fürs Handgelenk), digitale Trainingstagebücher oder Monitoring gerade im Spitzensport unzählige Daten, die bisher aber nirgends zentral gebündelt werden.


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Deshalb lassen sich diese Daten aktuell auch nur bedingt weiter für die Gesundheitsförderung genutzt werden – das soll sich nun ändern. 

Digital Sports Hub: Netzwerk mit geballter Kompetenz 

Um in Sachen Digitalisierung voranzukommen, haben sich vier Gründungmitglieder zu einem gemeinsamen Netzwerk namens „Digital Sports Hub“ zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp), das Institut für experimentelle Psychophysiologie Düsseldorf, der Lehrstuhl Maschinelles Lernen und Datenanalytik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen sowie die Plattform Wearable Technologies solch eine zentrale Datenbank schaffen und mittels KI aus diesen Daten neue Erkenntnisse gewinnen, die der Gesamtbevölkerung ebenfalls zu Gute kommen. 

Erkenntnisse aus dem Leistungssport gezielter nutzen 

Die umfassende Datenbank soll Trainings-, Ernährung-, Gesundheits- und Wettkampfdaten zentral bündeln und auch für Universitäten, Gesundheitsunternehmen, Sportartikelhersteller und Tech-Konzerne zugänglich machen. Aufgrund der engmaschigen Trainingsdokumentation sowie der sportmedizinischen Betreuung im Profisport existiert hier bereits ein großer Datenpool sowie eine Flut an Daten, die man für die angestrebte Datenbank zielführend nutzen und mittels KI weiter auswerten könne, so die Gründer (Lesen Sie hierzu auch den Artikel 'Sport meets KI' aus der Ärztezeitung).


„Der Spitzensport ist optimal, weil die Sportler ihre Gesundheit und ihr Training bereits permanent überwachen. (…) Diese Daten bieten eine gute Grundlage für die Gesundheitsförderung in der Bevölkerung.“

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Ralph Tiesler, BISp


Projekt mit vielfältigen Zukunftsperspektiven

Aktuell bewirbt sich das innovative Netzwerk im Rahmen des Projekts „KI made in Germany“ um Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), um den Standort Deutschland in Sachen KI und digitale Innovation weiter voranzubringen.

Sollte das Projekt gefördert werden, könnten neue Synergien geschaffen werden, um dieses Wissen zielführend für die Weiterentwicklung von beispielsweise intelligenteren Fitnesstrackern, Analysetools, Gesundheits-Apps, Trainingssoftware (Lesen Sie dazu auch: Intelligenter Gym Buddy – Robotische Therapiegeräte im Robo-Gym der Zukunft) und ähnlichen Gadgets zu nutzen.

Training von Top-Athleten und Breitensportlern verbessern

Die vorhandenen Daten können somit einerseits dazu dienen, das Training von Top-Athleten und Breitensportlern sportartübergreifend zu verbessern und andererseits dabei helfen, diese digitalen Trainings- und Gesundheitshelfer permanent weiterzuentwickeln.

Der gläserne Athlet: Wie viel Digitalisierung braucht es? (Für den Artikel einfach ins Bild klicken)

Es geht im Digital Sports Hub-Projekt eben nicht darum, diese Daten im Sinne des „gläsernen Athleten“ im Einzelnen auf individueller Basis transparent zu machen (was sicher auch aus datenschutzrechtlichen Gründen etc. eher kritisch wäre), sondern auf kollektiver Ebene aus diesem Datenpool relevante Erkenntnisse zu gewinnen, die auch gesamtgesellschaftlich für die Gesundheit, die Medizin etc. wichtig sind.

Weitere Hintergründe lesen Sie im Handelsblatt-Artikel 'Medizin der Zukunft – Operieren mit virtueller Navigation'.

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