Digital, Fitness, Management, Markt | Autor: Florian Schmidt |

Branchenübergreifend fehlen Informatiker – DHfPG launched neuen Studiengang

Der Fachkräftemangel stellt den Wirtschaftsstandort Deutschland vor wachsende Herausforderungen und macht auch vor der Fitness- und Gesundheitsbranche keinen Halt. Die DHfPG bietet ab dem Wintersemester 2020 deshalb mit dem Studiengang 'B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik' die Lösung für den IT-Fachkräftemangel innerhalb unserer Branche. Alle Hintergrundinfos zum neuen Studienangebot und die wichtigsten Kennzahlen aus der aktuellen Bitkom-Studie.

Infografik zum IT-Fachkräftemangel: Neuer technischer Bachelor-Studiengang 'B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik' an der DHfPG

Laut einer Studie von Bitkom Research hat der Fachkräftemangel im deutschen IT-Sektor ein neues Rekordhoch erreicht. Branchenübergreifend suchen die Unternehmen händeringend nach qualifizierten Mitarbeitern und viele Stellen bleiben unbesetzt. Wir haben die wichtigsten Kennzahlen und Statements in unserer Infografik für Sie aufbereitet.

Fachkräftemangel auf Rekordhoch 

Die Zahl der unbesetzten IT-Stellen ist laut den repräsentativen Ergebnissen des Digitalverbands Bitkom, die Ende November 2019 in Berlin vorgestellt wurden, binnen eines Jahres um 51 Prozent auf aktuell 124.000 gestiegen.

Noch nie waren deutschlandweit in diesem Arbeitsmarkt-Sektor mehr Stellen vakant und der Negativtrend wird sich aus Sicht der mehr als 850 befragten Experten weiter fortsetzen: Zwei Drittel der befragten Unternehmen und auch der Bitkom-Präsident Achim Berg selbst rechnen in den nächsten Jahren mit einer weiteren Verschärfung des Fachkräftemangels.


„Der Mangel an IT-Experten betrifft längst nicht mehr nur die IT-Branche, sondern die gesamte Wirtschaft und auch Verwaltung, Behörden und Wissenschaft.
So wie sich die Digitalisierung beschleunigt, wird der Bedarf an IT-Fachkräften in den kommenden Jahren weiter stark steigen.“
_______________________________

Achim Berg, Bitkom-Präsident


 

Besonders begehrt sind heute Software-Entwickler, gefolgt von IT-Anwendungsbetreuern und Data Scientists. „Der hohe Bedarf an Software-Entwicklern zeigt die gravierenden Veränderungen, die im Zuge der Digitalisierung in den Unternehmen stattfinden. Software wird immer mehr zum Teil des Kerngeschäfts. Damit zieht die Software-Entwicklung quer durch alle Branchen in die Unternehmen ein und gewinnt dort massiv an Bedeutung“, erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Gehemmte Innovationskraft durch Vakanzen

Die weiteren Marktanalysen zeigen, dass in jedem sechsten Unternehmen die IT-Stellen länger als ein halbes Jahr unbesetzt bleiben. Durchschnittlich bleiben die IT-Jobs im Schnitt sechs Monate vakant – 2018 waren es noch fünf Monate.

Generell sind IT-Jobs deutlich schwieriger zu besetzen und sind häufig mit langwierigen, kostspieligen Suchkosten verbunden. Der Markt ist längst zum 'Arbeitnehmermarkt' avanciert und der Kampf um die qualifizierten Mitarbeiter ist groß.

Bitkom-Präsident Achim Berg warnt: „Jede unbesetzte IT-Stelle kostet Umsatz, belastet die Innovationsfähigkeit der Unternehmen und bremst die nötige digitale Transformation. Der Mangel an IT-Experten bedroht die Wettbewerbsfähigkeit unserer gesamten Wirtschaft.“


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Maßnahmen gegen den IT-Fachkräftemangel

Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt muss sich aus Sicht der Experten sowie der Studienverantwortlichen deutlich weiterentwickeln, um mit den dynamischen Veränderungen des IT-Sektors Schritt zu halten. Deshalb schlägt Bitkom unter anderem folgende Maßnahmen vor, um dem Fachkräftemangel in der Praxis aktiv zu begegnen:  

  • Mehr junge Menschen für ein Informatik-Studium oder eine Informatik-Ausbildung begeistern
  • Anzahl der Informatik-Absolventen erhöhen – Abrecherquote senken
  • IT-Weiterbildung innerhalb und außerhalb der Unternehmen intensivieren

Ein detaillierter Blick auf den Hochschulsektor zeigt, dass von den Holschulen generell zu wenige qualifizierte Informatiker in den Arbeitsmarkt entlassen werden und zusätzlich eine deutliche Diskrepanz zwischen der Zahl der Studienanfänger und den tatsächlichen Absolventen in diesem Fachgebiet zu erkennen ist.

Gleichzeitig erfüllt zumindest ein Teil der Absolventen häufig nicht die branchenspezifischen Anforderungen, die mit der jeweiligen Position einhergehen.

Die Lösung für unsere Branche: B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik

Speziell in unserer Branche fehlt es bisher an qualifizierten Nachwuchskräften, die sowohl die fachliche Informatik-Expertise als auch das trainings- und gesundheitsphysiologische Knowhow mitbringen. Aus diesem Grund geht die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) neue Wege und bietet ab dem Wintersemester 2020 den dualen Bachelor-Studiengang 'B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik' an.

Andere deutsche Hochschulen und Universitäten bieten bisher nur die Wahl zwischen typisch technisch-mathematischen und sport- und gesundheitswissenschaftlichen Fachgebieten.

Für die Digitalisierung qualifiziert

Der neue interdisziplinäre, technik- und gesundheitsorientierte, duale Studiengang ist der erste Studiengang deutschlandweit, der diese Gebiete miteinander vereint und Fachkräfte für die Digitalisierung des Sport-, Fitness- und Gesundheitsmarktes qualifiziert.

Ausgebildete Spezialisten

Der Studiengang bildet Spezialisten aus, die solche komplexen Systeme nicht nur planen, sondern auch digital umsetzen können.

Alle Informationen rund um den neuen Studiengang der DHfPG haben wir hier für Sie verlinkt.

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