Digital, Markt, Anzeige | Autor: fM Redaktion |

Pionier in der Gesundheitsbranche: Innovationen fördern – die Branche voranbringen

Innovative Technologien eröffnen für die Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche neue Zukunftsperspektiven. Dazu werden qualifizierte Fachkräfte benötigt, die durch ihre interdisziplinäre Ausbildung im Bereich Informatik sowie Sport-/ Gesundheitswissenschaft über besondere Kompetenzen verfügen. Um für diese Nachfrage eine Lösung zu bieten, hat die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) einen Studiengang entwickelt: den Bachelor of Science Sport-/ Gesundheitsinformatik.

Innovationen fördern – die Branche voranbringen

Die zunehmende Digitalisierung wird branchenübergreifend zu einem wichtigeren Thema. Entsprechend sind es die IT-Spezialisten, die auf dem Arbeitsmarkt immer gefragter sind. Doch in vielen Fällen wird die Zusammenarbeit durch nicht vorhandene interdisziplinäre Kenntnisse erschwert. Der neue Studiengang Bachelor of Science Sport-/Gesundheitsinformatik der DHfPG ist ein fächerübergreifendes Studium, das eine Lösung für dieses Problem bietet.

Die Informatik – nur anonymer Dienstleister?

Die Sport- und Gesundheitswissenschaft setzt sich bis dato oftmals nur mit Themen der Informatik auseinander, um sich an deren Werkzeugen und bestehenden Ansätzen zu bedienen, ohne an der Konzeptualisierung und Entwicklung mitzuwirken. Zudem agieren Softwareentwicklungsunternehmenhäufig nur als anonyme Dienstleister ohne Kenntnis der Branchen, für die sie ihre Produkte herstellen.

Daraus könnten oft Benutzerschnittstellen und Geräte resultieren, die nicht optimal auf den Anwender abgestimmt sind. Selbstverständlich gibt es bereits Möglichkeiten der Verknüpfung der Informatik mit der Sport-/ Gesundheitswissenschaft, die durch ein zusätzliches Studium oder durch den Abschluss von Partnerschaften mit der Informatik erzielt werden können. So entstanden bis heute bereits bekannte technologische Innovationen, wie z. B. Hawk-Eye, ein computergestütztes System im Fußball, mit dessen Hilfe strittige Torentscheidungen während des Spiels geklärt werden sollen.

Die Informatik steht bis dato eher für den Einsatz von Computertechnologie im Sport bzw. in der Sport- und Gesundheitswissenschaft. Der Bachelor-of-Science-Studiengang Sport-/Gesundheitsinformatik der DHfPG umfasst hingegen auch die nachhaltige Anwendung von Methoden und Paradigmen aus der Informatik sowie aus Forschungsprogrammen, um Wissen aus der Sport- und Gesundheitswissenschaft auf die Informatik sowie Informatikwissen auf die Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche zu übertragen.

Sport-/ Gesundheitsinformatik – das innovative Studienfach

Die Informatik ist ein wertvoller, doch noch unterschätzter Partner der Sport- und Gesundheitswissenschaft. Obwohl sich die Wissenschaftler der Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche nur sehr selten mit dieser Disziplin auskennen, ist sie die Quelle für Innovationen.

Dies gilt besonders für die elektronische Datenverarbeitung und Softwareentwicklung, z. B. zur Dokumentation und Visualisierung von Trainingsdaten, zur Steuerung von Sensoren oder bei der Entwicklung und Unterhaltung computergestützter Trainingsgeräte. Studierende dieses Studiengangs werden speziell für den Einsatz in Sport-, Fitness- und Gesundheitsbetrieben ausgebildet.

Als Sport-/ Gesundheitsinformatiker sind die Absolventen dazu qualifiziert, zum einen alle digitalen Systeme des Betriebes zu verstehen, sie entsprechend zu bedienen und sie gegebenenfalls sogar weiterzuentwickeln. Zum anderen sind sie in der Lage, als ausgebildete Mitarbeiter auf der Trainingsfläche, im Selbstzahlerbereich oder in der Kundenbetreuung und -beratung zu agieren.

Möglich macht dies ein interdisziplinärer Modulaufbau, der nicht nur Themengebiete wie Programmierung, interaktive Systeme und Künstliche Intelligenz beinhaltet, sondern auch grundlegendes und vertiefendes Wissen in den Bereichen Anatomie, Physiologie und Trainingstheoretische Grundlagen des Fitness- und Gesundheitssports behandelt. Dadurch können Sport-/ Gesundheitsinformatiker eine Art Mittlerfunktion zwischen dem Fitness- bzw. Gesundheitssektor und der Informatik einnehmen.



Einsatzmöglichkeiten gibt es bereits heute

Dass diese Mitarbeiter schon für den gegenwärtigen Arbeitsmarkt hochinteressant sind, lässt sich an einigen Beispielen belegen: Gesammelte Daten von mobilen Schrittzählern, digitalen Blutdruckmessgeräten und Smartwatches werden heute schon von Krankenkassen als Grundlage verschiedener Bonussysteme verwendet.

Versicherte können also von einem gesunden Lebensstil, viel Bewegung und einer daraus resultierenden besseren Gesundheitsbilanz finanziell profitieren, indem sie aktiv am Krankenkassenbeitrag sparen, Rabatte auf kostenpflichtige Behandlungen (wie z. B. Akupunktur) erhalten oder Ermäßigungen auf den Mitgliedsbeitrag im Fitnessstudio bekommen. Die Gesundheitsdaten stehen dabei immer abrufbereit in einer entsprechenden App der Krankenkasse zur Verfügung.

Dass dieses Bonussystem nicht nur bei Krankenkassen erfolgreich sein kann, belegt die aktuelle Marketingkampagne einer Fitnesskette: Hier können sich die Kunden Rabatte „verdienen“, indem sie regelmäßig zum Training erscheinen. Dieses System könnte sich beispielsweise auch in Physiotherapiepraxen mit Selbstzahlerbereichen bewähren.

Die Kompetenz in Sachen Gesundheit liegt jedoch aktuell allein bei dem Auftraggeber, also dem Fitnessstudio oder der Krankenkasse, und hinsichtlich der Technik allein beim Auftragnehmer, also dem Softwarelieferanten. Ein Sport-/ Gesundheitsinformatiker könnte hier die ideale Schnittstelle zwischen beiden Seiten bilden und die Systeme vor Ort verwalten, individualisieren und organisieren.

Vorteile auch für kleinere Gesundheitsunternehmen

Gerade im Zuge der Digitalisierung stellt sich häufig die Frage, wie auch kleinere Gesundheitsunternehmen von der Sport-/ Gesundheitsinformatik profitieren können. Neben der Erfassung, Speicherung und Verwaltung von Daten können die Möglichkeiten der Modellierung, Analyse und Simulation ganz neue Therapiewege aufweisen.

Mithilfe sogenannter Serious Games, also angewandter „ernsthafter Spiele“, die vor allem in den Sektoren Militär, Bildung und Medizin eingesetzt werden, könnten z. B. Sportler, die während eines Wettkampfes eine Kopfverletzung erlitten haben, einfach und schnell auf ihre Wahrnehmung, Reaktion und motorische Kontrolle hin getestet werden.

Auch wäre mithilfe von 3D-Modellen und -Animationen die Nachstellung des genauen Bewegungsablaufs, der zu einer Verletzung geführt hat, möglich, um so eventuelle Schwachstellen in der Muskelstruktur herauszuarbeiten und gegebenenfalls zu beheben. Dadurch könnte die Rehabilitation anhand vorliegender Daten analysiert und individuell organisiert werden, um so eine schnellere und nachhaltigere Genesung zu erzielen.

Die Sport-/Gesundheitsinformatik kann diesen Genesungs- bzw. Präventionsprozess durch eine interdisziplinäre 360-Grad-Betreuung begleiten und die digitalen Maßnahmen effektiv und effizient einsetzen.

Fit in die Zukunft

Betreiber von Gesundheitsunternehmen sichern sich durch die Beschäftigung eines dual Studierenden dieses Studiengangs entscheidende Wettbewerbsvorteile. In Zukunft kann die Prävention im Rahmen des Gesundheitsmanagements sowie die Rehabilitation eines Patienten durch den Einsatz von innovativen Technologien wesentlich schneller und individualisierter gefördert werden.

Durch die Beschäftigung eines dual Studierenden der Sport-/ Gesundheitsinformatik können Betreiber diese neuen technologischen Möglichkeiten hervorragend ausschöpfen, einen Sport-/ Gesundheitswissenschaftler sowie IT-Spezialisten in einer Person ausbilden und so schon heute auf die Herausforderungen von morgen vorbereitet sein.

fMi-Kolumne: Digitale Transformation unserer Branche

Seit der Ausgabe 01/20 der fitness MANAGEMENT international (fMi) klärt Informatik-Experte Prof. Dr. Marco Speicher (DHfPG) in seiner sechsteiligen Kolumne über den digitalen Wandel im Sport-, Fitness- und Gesundheitsmarkt auf.

Der Experte erläutert, warum unsere Branche für diese Herausforderungen qualifizierte Nachwuchskräfte braucht und zeigt, welche innovativen und vielfältigen Berufsfelder Absolventen erwarten, die ab dem Wintersemester 2020/21 an der DHfPG den neuen dualen Studiengang 'B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik' absolvieren. (Lesen Sie auch: Sport UND Informatik – Erster Bachelor of Science der DHfPG ab dem Wintersemester 2020)

Den vollständigen Artikel finden Sie in mfhc 01/2020

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mfhc 01/2020

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