Corona, Fitness, Management, Markt | Autor: Anke Sörensen |

Interview: Rettet die Fitnessstudios, runter mit der Mehrwertsteuer

Daniel Haymann, Gründer der Fitnesskette fitness4you, kämpft für die Fitnessbranche. In einer Petition setzt er sich jetzt für die Senkung der Mehrwertsteuer auf 7 Prozent ein. Zuvor hat er sich bereits mit einem emotionalen Handyvideo erfolgreich für die Wiedereröffnung der Fitnessstudios in Baden-Württemberg stark gemacht.

Kampagne: Rettet die Fitnessclubs!

"Mach mit! Rettet unsere Fitnessclubs!" Mit diesem Appell meldet sich Daniel Haymann, der in der Bodensee-Region neun Fitnessstudios betreibt, zu Wort. Mehr als 50.000 Unterschriften will er sammeln.


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Das Ziel seiner Kampagne: Runter mit der Mehrwertsteuer für die Fitness- und Gesundheitsclubs, um der Fitnessbranche die Chance zum Durchstarten nach Corona zu geben. Wir haben mit dem Gründer der Fitnesskette Fitness4you gesprochen.

fM: Schildern Sie uns kurz die Hintergründe zur Petition?

Daniel Haymann: Die Petition wurde am 13. Mai 2020 gestartet und nun bis Mitte Juni verlängert. Ich erhoffe mir über 50.000 Unterschriften, damit sie im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages angehört wird. Auf unserer Website rettetdiefitnessclubs.de erläutern wir unsere Forderung zur Senkung der Mehrwertsteuer auf 7 Prozent und alle Hintergründe.

Dazu haben wir gerade topaktuell ein Video veröffentlicht, in dem sich Studiobetreiber zu Wort melden:

Dieses Video wird von Youtube eingebettet abgespielt. Es gilt die Datenschutzerklärung von Google

fM: Wie reagiert die Branche auf den Aufruf zur Senkung der Mehrwertsteuer?

Daniel Haymann: Wir bekommen sehr positive Resonanz und glauben, dass sich unser Ziel erreichen lässt. Ich betreibe selbst acht Fitnessstudios und bin viel in Netzwerken unterwegs.

Täglich kontaktieren mich Studiobetreiber, inzwischen stehen auch einige großen Ketten hinter uns sowie der DSSV (Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen).

Mein großes Anliegen ist es, dass die Fitnessbranche jetzt zusammenhält, gemeinsam an einem Strang zieht und etwas unternimmt, statt zu jammern. Wir müssen aktiv werden, schließlich geht es um unsere Existenz.



fM: Über was für einen Zeitraum denken Sie in puncto Steuersenkung nach?

Daniel Haymann: Wir als Studiobetreiber tun viel für die Volksgesundheit. Daher bin ich der Meinung, dass eine Steuersenkung auch im gesellschaftlichen Interessen hinsichtlich des allgemeinen Gesundheits- und Präventionsgedanken sein sollte. Am besten wäre eine dauerhafte Steuersenkung, aber auch für nur ein Jahr würde sie vielen in der Branche das Überleben retten.


„Der DSSV hat am 13. Mai 2020 beim Bundesministerium der Finanzen in Berlin den Antrag gestellt, den Umsatzsteuersatz für Gesundheitsleistungen der Fitness-Anlagen auf 7 Prozent zu senken. Diese Initiative und online Petition ist genau der richtige Schritt, den Antrag des DSSV auf breiter Linie zu unterstützen. Deshalb ist der DSSV dabei!“
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Birgit Schwarze, Präsidentin des DSSV


Neben dem DSSV e. V. unterstützt auch Hollywoodstar Ralf Moeller die 7% MwSt-Initative von Daniel Haymann (Fitness4you - Bodensee) für die Fitnessbranche

fM: Sind Sie bereits politisch aktiv geworden?

Daniel Haymann: Direkt zu Beginn des Lockdowns hatte ich mit dem DSSV in Hamburg Kontakt aufgenommen und mehrere Telefonate mit Präsidentin Birgit Schwarze geführt. Wir hatten mit den Staatkanzleien der Bundesländer aber auch einzelnen Politikern gesprochen, die viel Verständnis zeigen und auf unserer Seite sind. Wichtig ist, dass wir nicht nur auf Branchenebene, sondern auch in der Politik Unterstützung finden.

Ich gehe auch über die Medien. Die Bildzeitung hat unseren emotionalen Aufruf zur Wiedereröffnung veröffentlicht und klärt ebenfalls, wie sie uns weiter unterstützen kann.


 

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