Eckdaten 2026: Branche knackt Zwölf-Millionen-Marke – Studie zeigt Rekordwerte für Mitglieder und Umsatz

Fitnessboom in Deutschland: DSSV, Deloitte und DHfPG präsentieren Studie „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“.
Lesezeit: 6 Minuten
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Die Studie „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“, erstellt vom DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen – in Zusammenarbeit mit Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), macht es deutlich: Die Fitnessbranche in Deutschland wächst weiter. So steigen Mitgliederzahlen, Umsatz und Anzahl der Anlagen, ebenso wie die Marktdurchdringung. Aggregatoren erweitern den Markt zusätzlich. Die hohen Investitionen in Personal und Infrastruktur stärken die Bedeutung der Branche im Präventionsmarkt.

ECKDATEN 2026 AUF EINEN BLICK

  • Mitglieder: Die Branche erreicht 12,36 Millionen Mitglieder und wächst im Vergleich zu 2024 deutlich.
  • Umsatz: Mit 6,25 Milliarden Euro Nettoumsatz wird ein neuer Höchstwert erzielt.
  • Anlagen: Die Zahl der Fitness- und Gesundheitsanlagen steigt auf 9.647 Standorte.
  • Aggregatoren: 1,47 Millionen zusätzliche Trainierende stärken die Marktdurchdringung deutlich.
  • Investitionen: Betreiber investieren weiterhin stark in Personalentwicklung und Infrastruktur.

Die deutsche Fitness- und Gesundheitsbranche setzt ihren Wachstumskurs fort und erreicht neue Bestwerte. Dies zeigt die aktuelle Studie „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“, die der DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen – gemeinsam mit Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) veröffentlicht hat.

Mit 12,36 Millionen Mitgliedern, einem Nettoumsatz von 6,25 Milliarden Euro und 9.647 Fitness- und Gesundheitsanlagen präsentiert sich die Branche wirtschaftlich stark und gesellschaftlich relevanter denn je.

Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

  • Mitglieder: 12,36 Millionen (+5,6 % ggü. 2024)
    Umsatz: 6,25 Milliarden Euro netto (+7,4 % ggü. 2024)
  • Anlagen: 9.647 Fitness- und Gesundheitsanlagen (+5,7 % ggü. 2024)
  • Mitarbeitende: rund 167.100 Beschäftigte (+6,0 % ggü. 2024)
  • Marktdurchdringung: 14,8 Prozent der Gesamtbevölkerung trainieren in Fitness- und Gesundheitsanlagen (+1,0 Prozentpunkte ggü. 2024)
  • Aggregatoren: 1,47 Millionen Mitgliederäquivalente durch Aggregatoren (+21,5 % ggü. 2024)

Damit erreicht die Branche ein neues Rekordniveau – sowohl bei der Nachfrage nach Fitness- und Gesundheitsangeboten als auch bei ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

Fitness- und Gesundheitstraining gewinnt weiter an gesellschaftlicher Bedeutung

Die aktuellen Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass Fitness- und Gesundheitstraining für viele Menschen zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihres Alltags geworden ist.

Ralf Capelan weiter: „Unsere Branche leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland.“

Die steigende Nachfrage unterstreicht die zentrale Rolle der Betreiber von Fitness- und Gesundheitsanlagen im Präventions- und Gesundheitsmarkt.

Wirtschaftliche Stärke trotz herausfordernder Rahmenbedingungen

Auch wirtschaftlich präsentiert sich die Branche weiterhin stabil. Mit einem Nettoumsatz von 6,25 Milliarden Euro wurde ein neuer Höchstwert erreicht.

Der durchschnittliche monatliche Mitgliedsbeitrag liegt branchenweit bei 48,55 Euro (brutto). Dabei zahlen Mitglieder in Kettenanlagen im Durchschnitt 40,54 Euro, in Einzelanlagen 59,24 Euro, während Special-Interest-Studios im Schnitt 80,02 Euro pro Monat verlangen.

Die Fitnessbranche zeigt eine bemerkenswerte wirtschaftliche Stabilität.

Karsten Hollasch von Deloitte und Co-Autor der Eckdatenstudie erklärt: „Trotz gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt die Bereitschaft der Menschen hoch, in ihre Gesundheit zu investieren. Das unterstreicht die langfristige Wachstumsdynamik und die zunehmende Bedeutung der Branche.

Bildergalerie Eckdatenpräsentation 2026

Aggregatoren treiben Marktdurchdringung weiter voran

Auch Aggregatoren gewinnen in der deutschen Fitnesswirtschaft weiter an Bedeutung und tragen wesentlich zur erweiterten Marktdurchdringung bei. Im Jahr 2025 werden zusätzlich rund 1,47 Millionen Menschen über Aggregatorenmodelle in Fitness- und Gesundheitsanlagen trainieren. Werden diese Mitglieder berücksichtigt, steigt die Gesamtzahl der Trainierenden auf 13,83 Millionen. Dies entspricht einer Reaktionsquote von rund 16,5 Prozent.

Aggregatoren sind im Markt fest etabliert: 76,1 Prozent der Anlagen in Deutschland sind bereits an mindestens ein entsprechendes Netzwerk angebunden. Die Entwicklung zeigt, dass Aggregatoren neue Zielgruppen erschließen und den adressierbaren Markt vergrößern, ohne dabei klassische Mitgliedschaften primär zu substituieren.

Qualifiziertes Personal als zentraler Erfolgsfaktor

Mit rund 167.100 Beschäftigten ist die Fitness- und Gesundheitsbranche ein bedeutender Arbeitgeber im Dienstleistungssektor. Hervorzuheben ist insbesondere die hohe Investitionsbereitschaft in die Personalentwicklung: 95,3 Prozent der Anlagenbetreiber investieren in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden.

Gut qualifizierte Trainerinnen und Trainer sind die Kompetenzträger der Fitness- und Gesundheitsanlagen.

Janosch Marx fügt hinzu: „Die hohe Weiterbildungsquote zeigt, dass die Branche konsequent in ihr Personal investiert und damit die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Betreuung und nachhaltigen Erfolg schafft.“

Bildergalerie Eckdatenpräsentation 2026

Hohe Investitionsbereitschaft und moderne Anlagen

Neben der Ausbildung ihres Personals investieren Betreiber weiterhin stark in ihre Anlagen und Infrastruktur. Im Jahr 2025 belief sich das Investitionsvolumen der Branche auf rund 798 Millionen Euro (netto). Das entspricht durchschnittlich Investitionen in Höhe von 83 Tausend Euro (netto) pro Anlage.

Rund 80 Prozent der Betriebe planen, im Jahr 2026 Investitionen zu tätigen. Diese Entwicklung zeigt, dass die Betreiber kontinuierlich daran arbeiten, die Trainingsbedingungen, die Servicequalität und das Kundenerlebnis weiter zu verbessern.

Fitness als wichtiger Baustein der Prävention

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen den hohen gesundheitlichen Mehrwert von regelmäßigem Kraft- und Ausdauertraining. Fitness- und Gesundheitstraining trägt maßgeblich zur Prävention zahlreicher Zivilisationskrankheiten bei und gewinnt daher auch gesundheitspolitisch zunehmend an Bedeutung.

Regelmäßiges Training in Fitness- und Gesundheitsanlagen kann einen wesentlichen Beitrag zur Prävention leisten.

Sarah Kobel ergänzt: „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen aktiv etwas für ihre Gesundheit tun. Gesundheit ist für Einige dabei nur der ‚positive Nebeneffekt‘, für viele aber zentrales Trainingsmotiv.“

Positive Perspektiven für die kommenden Jahre

Die Studie macht deutlich, dass sich die Fitness- und Gesundheitsbranche weiterhin auf Wachstumskurs befindet. Steigende Mitgliederzahlen, eine hohe Investitionsbereitschaft und eine zunehmende gesellschaftliche Bedeutung bilden eine stabile Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Marktes.

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Alexander Wulf
presse@dssv.de
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Methodik der Studie
Die Anzahl der Anlagen wurde über eine Vollerhebung bestimmt. Grundlage hierfür war der umfassende und kontinuierlich gepflegte Adresspool des DSSV, der durch zusätzliche Recherchen des DSSV, von Deloitte sowie der DHfPG ergänzt wurde. In der Eckdatenstudie 2026 wurden zudem erstmals Daten des Fachverlags fitness MANAGEMENT berücksichtigt. Dieser setzt seit 2024 eine technische Schnittstelle ein, die einen systematischen Abgleich der Erhebungsdaten mit den in Google Maps verfügbaren Informationen ermöglicht. Durch diese erweiterte und präzisierte Form der Datengewinnung konnte die Datenbasis weiter verbessert werden. Dadurch wurden Anlagen identifiziert, die bislang nicht in der Grundgesamtheit enthalten waren. Die beobachteten Veränderungen einzelner Kennzahlen – insbesondere der Anlagenzahl – resultieren daher sowohl aus der tatsächlichen Marktentwicklung als auch aus der technisch bedingten Erweiterung der Datengrundlage.

Für fitness MANAGEMENT berichtet

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