Public Health Index 2025: Deutschland hinkt bei Prävention deutlich hinterher

Der Public Health Index 2025 zeigt Defizite der deutschen Präventionspolitik auf. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit von zielgerichteter Prävention im Rahmen eines Gesundheitsmanagements.
Lesezeit: 2 Minuten
Grafische Deutschlandkarte in Schwarz-Rot-Gold mit Stethoskop, links Logos von AOK und Deutschem Krebsforschungszentrum.
Public Health Index 2025: AOK und DKFZ nehmen Deutschlands Gesundheitsprävention im europäischen Vergleich genauer unter die Lupe und sehen Handlungsbedarf
Der 'Public Health Index 2025' stuft Deutschland trotz höchster Gesundheitsausgaben als Präventions-Schlusslicht ein. Die AOK und das DKFZ sehen Handlungsbedarf und fordern etwa eine strengere Regulierung von Tabak, Alkohol und Zucker sowie mehr Public-Health-Prävention. Wie ein zukunftsorientiertes Gesundheitsmanagement aussehen kann, zeigt Band 1 der Schriftenreihe der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).

AUF EINEN BLICK

  • Deutschland erreicht im 'Public Health Index 2025' nur 36,9 von 100 Punkten und liegt damit im europäischen Präventionsvergleich weit hinten.
  • Trotz der höchsten Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben in der EU liegt die Lebenserwartung in Deutschland unter dem europäischen Durchschnitt.
  • Die Autoren des AOK/DKFZ-Reports kritisieren fehlende wirksame Regulierungen bei Tabak, Alkohol, und Zucker sowie unzureichende Maßnahmen gegen Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung.
  • Durch eine effektivere Prävention und ein umfassendes Gesundheitsmanagement könnten die Ausgaben deutlich gesenkt und das Gesundheitssystem entlastet werden.  
  • Qualifizierte Fachkräfte, Präventionsexperten sowie Fitness- und Gesundheitsunternehmen können im Rahmen eines umfassenden Public-Health-Ansatzes eine stärkere Rolle in der Prävention übernehmen.
  • Eine neue DHfPG-Schriftenreihe zeigt Perspektiven für ein zukunftsorientiertes Gesundheitssystem auf.

Dem neuen 'Public Health Index 2025: Gesundheitsschutz im europäischen Vergleich' von AOK und dem Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) zufolge zählt Deutschland im europäischen Vergleich zu den Schlusslichtern in puncto Gesundheitsprävention.

Public Health Index-Rankings: Deutschland auf dem vorletzten Platz

In der Studie, in der unter anderem Maßnahmen gegen zentrale Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel bewertet wurden, erreichte die Bundesrepublik lediglich 36,9 von 100 möglichen Punkten. Damit belegt sie den vorletzten Platz. In der Studie wurden Maßnahmen gegen diese Risikofaktoren bewertet.

Trotz der höchsten Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben in der EU liegt die Lebenserwartung in Deutschland unter dem EU-Durchschnitt. Die Autoren der Studie kritisieren fehlende wirksame Regulierungen und fordern unter anderem höhere Steuern auf Tabak, Alkohol und zuckerhaltige Produkte sowie Werbeverbote und Verkaufseinschränkungen für diese Produkte.

Handlungsbedarf bei zielgerichteter Prävention und Gesundheitsmanagement

Angesichts der steigenden Zahl von Zivilisationskrankheiten (z. B. Bluthochdruck, Übergewicht/Adipositas oder Diabetes) mahnen die Studienautoren gleichzeitig vor steigenden Gesundheitskosten und einer Überlastung des Gesundheitssystems.

Eine zielgerichtete Prävention und eine bessere Zusammenarbeit von Politik, Krankenkassen und Gesundheitseinrichtungen sind deshalb umso wichtiger. Im Rahmen eines ganzheitlichen Public-Health-Ansatzes gibt es in puncto Prävention also noch viel zu tun.

In diesem Zusammenhang können qualifizierte Fachkräfte, BGM- und Präventionsexperten sowie Fitness- und Gesundheitsunternehmen einen wertvollen Beitrag für die Gesundheit der Bevölkerung leisten. (Auch interessant: 'Partner für Gesundheit' und 'Wir sind Teil der Lösung')

Gesund in Deutschland aktiv gestalten

Angesichts des großen Bedarfs werden entsprechende Fachkräfte in Zukunft noch wichtiger werden. Studieren im Zukunftsmarkt: Die Studiengänge 'Bachelor of Arts Gesundheitsmanagement' und 'Master of Arts Prävention und Gesundheitsmanagement' der DHfPG qualifizieren Nachwuchskräfte für die Branche und die wachsenden Herausforderungen im Markt.

Das neue Herausgeberwerk 'Deutschland gesund gestalten – Status quo und Perspektiven' der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) zeigt, dass ein Großteil der Krankheits- und Kostenlast durch eine gezieltere und bessere Prävention vermeidbar wäre. 

Die Herausgeber Prof. Dr. Bernhard Allmann, Prof. Dr. Jörg Loth und Prof. Dr. Arne Morsch analysieren die strukturellen Probleme der verschiedenen Versorgungsbereiche und zeigen auf, wie sich das Gesundheitssystem durch richtige Prävention und ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement entlasten und zukunftsorientiert aufstellen lässt. (Mehr lesen: 'Neue DHfPG-Schriftenreihe'


Fragen, Feedback oder Fehler entdeckt? Lass es uns wissen – wir freuen uns auf deine Nachricht!

fitness management - Youtube

-Anzeige-

Für fitness MANAGEMENT berichtet

Mehr von diesen Autoren

Das marea Fitness in Lingen hat das Zertifizierungsverfahren „ZertFit“ der BSA-Zert nach DIN-Norm 33961 erfolgreich absolviert und beantwortet damit zugleich...
An dieser Stelle haben wir Anfragen Ihrer Kollegen, unserer Mitglieder, zum Thema Rechte und Pflichten gegenüber Mitarbeitern gesammelt. Kurz und...
Schulung von UV-Fachpersonal: In der Wahrnehmung vieler Betreiber und auch der Öffentlichkeit ist die Schulung und Zertifizierung von UV-Fachpersonal der...

Das könnte dich auch interessieren

Im Vordergrund sitzen mehrere Personen an weißen Tischen in einem hellen Seminarraum; mittig hält eine Frau in weißem Oberteil einen Stift an einem Notizbuch, links sitzt ein Mann im schwarzen Hoodie, rechts liegt ein aufgeschlagenes Buch; im Hintergrund befinden sich drei unscharfe Personen und ein Laptop. Links auf rot bis gelbem Farbverlauf das Logo der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).

Deutschlandstipendien 2026

Die DHfPG vergibt noch bis zum 30. Juni 2026 Deutschlandstipendien. Online über das Bewerberportal der StudienStiftungSaar bewerben!
Links eine Frau mit dunkelblauer Jacke und grünem Gymnastikball vor grauem Hintergrund. Rechts eine Grafik mit der Überschrift „Master-Talk“ und Informationen zum „Master of Arts Sport- und Bewegungstherapie“. Sichtbar sind Datum „20.05.2026“, Uhrzeit „17.00 Uhr“, URL „www.dhfpg.de/mastertalk“, QR-Code, Porträts der Referenten Arne Morsch, Fabian Pelzer, Tobias Mischo, Ida Morsch und Elena Feibel sowie das Logo der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement unten rechts.

Master-Talk MSBT

Die DHfPG präsentiert im Webinar den neuen Master-Studiengang Sport- und Bewegungstherapie, der ab Sommersemester 2026 berufsbegleitend für Therapie- und Rehabilitationsaufgaben qualifiziert.
Im Vordergrund sitzt eine Person an einem Tisch vor einem Laptop und schreibt in ein Notizbuch. Links oben steht das Logo mit dem Text „Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement University of Applied Sciences“.

Therapiekompetenz stärken

Die DHfPG startet eine Hochschulweiterbildung zur Sport- und Bewegungstherapie bei psychischen, psychosomatischen und suchtbezogenen Erkrankungen.
Große Gruppenaufnahme vor einer Messestand-Wand: etwa 40–50 Personen unterschiedlichen Alters und Geschlechts stehen dicht beieinander und lächeln in die Kamera

fMi & DSSV auf der FIBO

DSSV und fM freuen sich auf dich: Besuche uns am FIBO-Messestand B05 (Halle 6) oder folge der Berichterstattung auf unseren Social-Media-Kanälen.

Neue Chancen für Ihr Recruiting

Studieren ohne Abitur bei der DHfPG erweitert Recruitingmöglichkeiten und unterstützt Unternehmen dabei, Mitarbeitende gezielt weiterzuentwickeln und langfristig zu binden.

Duales Studium & Spitzensport

Tim Bechtold verbindet Kanurennsport, Studium und Beruf, erzielt Erfolge bei Deutscher Meisterschaft und U23-WM und plant 2026 seinen Abschluss und weitere internationale Spitzenleistungen.