fM Podcast: Wie Deutschland über Fitness denkt – Insights aus der Imagestudie 2025

Im fM Podcast Fitness im Ohr spricht Janosch Marx mit Prof. Dr. Sarah Kobel über die Ergebnisse der DSSV-Imagestudie.
Lesezeit: 2 Minuten
Wie denkt Deutschland wirklich über Fitnessstudios? Prof. Dr. Sarah Kobel enthüllt im fm Podcast Fitness im Ohr spannende Ergebnisse der Imagestudie 2025 – und zeigt, wie Studios endlich als Gesundheitsdienstleister wahrgenommen werden können.

Sind Fitnessstudios in der Öffentlichkeit immer noch „Muckibuden“ – oder längst anerkannte Gesundheitsdienstleister?

Diese Frage untersucht die neue Imagestudie 2025, die von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) gemeinsam mit dem DSSV – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen – durchgeführt wurde.

Im Gespräch mit Prof. Dr. Sarah Kobel, Leiterin der Abteilung Wissenschaft & Forschung an der DHfPG, geht es um überraschende Erkenntnisse zur Wahrnehmung der Branche, Vorurteile und die entscheidende Rolle des Personals.

Lücke zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung

Rund 46,5 Prozent der Deutschen waren schon einmal Mitglied in einem Fitnessstudio – und doch halten nur 45 Prozent der Nicht-Mitglieder Fitnesstraining für etwas Positives.

Viele Menschen haben ein veraltetes Bild aus den 90ern im Kopf.

Prof. Dr. Sarah Kobel erklärt: „Sie denken, Fitnessstudios seien laut, überfüllt oder nur etwas für junge, durchtrainierte Menschen.“

Diese Stereotype sind laut der Studie einer der größten Hemmfaktoren für den Einstieg in ein regelmäßiges Fitnesstraining.

Personalqualität entscheidet über das Image der gesamten Branche

Ein zentrales Ergebnis: Personalqualität entspricht der Imagequalität. „Wenn das Personal gut qualifiziert ist, wird die gesamte Branche als Gesundheitsanbieter wahrgenommen“, betont Kobel.

Selbst Menschen ohne Mitgliedschaft erkennen laut der Studie, dass Qualifikation der Schlüssel zur Gesundheitskompetenz ist.

Mitglieder schreiben ihren Studios eine höhere Gesundheitskompetenz zu als die Betreiber selbst. Während viele Unternehmer ihre Branche kritisch bewerten, erleben Mitglieder täglich, wie gut qualifizierte Trainerinnen und Trainer helfen, Rückenschmerzen oder Stress zu lindern. „Das zeigt, dass wir in der Wahrnehmung oft zu streng mit uns sind“, so Kobel.

Unsere Kundinnen und Kunden sehen schon heute, dass Training wirkt – wir müssen es nur stärker kommunizieren.

Beitrag als Qualitätsbotschaft

Viele Verbraucher wünschen sich niedrige Beiträge und maximale Flexibilität. Doch laut Kobel sendet ein zu niedriger Preis falsche Signale: „Preis ist eine Qualitätsbotschaft. Wer sich als Gesundheitsanbieter positionieren will, darf nicht den Eindruck erwecken, billig zu sein.“

Darüber hinaus fordern sowohl Mitglieder als auch Nicht-Mitglieder mehr Transparenz und Fairness bei Beiträgen, Vertragslaufzeiten und Zusatzgebühren.

Menschen, die sich zum ersten Mal ins Fitnessstudio trauen, verdienen Anerkennung und Unterstützung. „Wenn eine Person mit Übergewicht oder ohne Trainingserfahrung kommt, dann hat sie schon die größte Hürde genommen“, sagt Prof. Dr. Sarah Kobel.

Eine gelebte Willkommenskultur kann entscheidend dazu beitragen, neue Zielgruppen zu gewinnen und langfristig zu binden.

Key Takeaways der Imagestudie

Die Imagestudie zeigt deutlich: Die Fitnessbranche hat enormes ungenutztes Potenzial. Mit klarer Positionierung, qualifiziertem Personal und ehrlicher Kommunikation kann sie sich langfristig als anerkannter Gesundheitsdienstleister etablieren. „Die Menschen wissen, dass Bewegung wirkt“, resümiert Kobel.

Jetzt müssen wir zeigen, dass Fitnessstudios die Orte sind, an denen Gesundheit täglich passiert.

Über den fM Podcast Fitness im Ohr

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