Eltern können durch eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung bereits vor der Zeugung die Gesundheit ihres Kindes aktiv beeinflussen.
Lesezeit: 2 Minuten

Eine aktuelle Artikelserie im Journal „Lancet“ verdeutlicht, dass die körperliche Gesundheit und die Ernährung beider Elternteile vor einer Empfängnis deutlich wichtiger sind, als bisher angenommen. Diese Faktoren haben, laut der Studienleiterin Prof. Dr. Judith Stephenson vom Institute for Women’s Health (University College London), tiefgreifende Auswirkungen auf die Entwicklung, das Wachstum und die langfristige Gesundheit der Kinder während bzw. nach der Schwangerschaft.

Der Zeitraum vor der Empfängnis ist eine kritische Zeitspanne, in der die elterliche Gesundheit - also das persönliche Ernährungsverhalten, das individuelle Fitness-Level sowie die körperliche und physische Konstitution eine entscheidende Rolle für die spätere Entwicklung des Kindes spielt. Eltern, die das Risiko zukünftiger chronischer Erkrankungen und Übergewicht bei ihren Kindern positiv beeinflussen möchten, sollten deshalb bereits vor der Schwangerschaft körperlich aktiv werden.

Angesichts der umfangreichen Studienbefunde sollten sich Eltern, die eine Schwangerschaft planen, bereits frühzeitig nicht nur über mehr Bewegung, bessere körperliche Fitness sondern auch ggf. eine umfassende Lebensstil-Intervention Gedanken machen. Hier sehen die Experten deutlichen Nachholbedarf in punkto Prävention, Beratung und Unterstützung. Ganzheitliche Konzepte müssen deshalb langfristig verstärkt auch die Zielgruppe potentieller Eltern in den Fokus nehmen, um Fettleibigkeit, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel bei Kindern- und Jugendlichen nachhaltig zu reduzieren.

Vorbildcharakter ist hier ein wichtiger Faktor. Aber auch der eigenen Gesundheit der Eltern sollte hier (bereits beim Kinderwunsch) mehr Berücksichtigung geschenkt werden. Je sportlich aktiver und gesünder die Eltern leben, umso eher haben die Kinder auch die Chance, in einem gesunden und aktiven Umfeld aufzuwachsen. Deshalb gilt es gerade bei werdenden Eltern bereits frühzeitig ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass bereits vor der Empfängnis der Grundstein für eine gesunde Lebensführung gelegt wird.

Hier sind aber nicht nur die Eltern gefragt, sondern Gesundheitsanbieter, die Politik sowie qualifiziertes Fachpersonal stehen in der Verantwortung, besser aufzuklären und konkrete Entscheidungshilfen zu bieten. Es sollte deshalb ein Umdenken erfolgen und noch früher mit der Prävention begonnen werden. Familien und Paare, die über einen Kinderwunsch nachdenken, können hier u.a. auf ausgebildete Fachkräfte zurückgreifen, die sowohl vor als auch nach der Schwangerschaft spezifische Trainings- und Ernährungskonzepte anbieten können.

                                                                                                                                                    

Zur Artikelserie "Preconception Health" im medizinischen Fachmagazin "The Lancet" gelangen Sie hier.

Auch das Ärzteblatt greift das Thema in einem Artikel auf.

Informationen zur Ausbildung zur(m) Kursleiter(in) „Fit durch die Schwangerschaft“ bei der BSA-Akademie bekommen Sie hier.

neuro trainer

-Anzeige-

Mehr von diesen Autoren

Das marea Fitness in Lingen hat das Zertifizierungsverfahren „ZertFit“ der BSA-Zert nach DIN-Norm 33961 erfolgreich absolviert und beantwortet damit zugleich...
An dieser Stelle haben wir Anfragen Ihrer Kollegen, unserer Mitglieder, zum Thema Rechte und Pflichten gegenüber Mitarbeitern gesammelt. Kurz und...
Schulung von UV-Fachpersonal: In der Wahrnehmung vieler Betreiber und auch der Öffentlichkeit ist die Schulung und Zertifizierung von UV-Fachpersonal der...

Das könnte dich auch interessieren

Trainerin unterstützt eine Frau bei einer Übung auf einer Trainingsmatte.

Wirksame Trainingsbetreuung

Beim Aufstiegskongress zeigen Andreas Barz und Bernhard Beidl, wie qualifizierte Trainingsbetreuung Kundenerfolg und Wirtschaftlichkeit verbindet.
Junge Erwachsene trainieren gemeinsam mit Langhanteln und Kettlebells in einem Fitnessstudio.

Gen Z als Zielgruppe

Beim Aufstiegskongress 2026 zeigt Bastian Thum, wie Studios mit Coaching, Community und digitalen Angeboten die Gen Z langfristig binden können.
Frau mit Tablet und Mann mit Smartphone im Gespräch am Empfang eines Fitnessstudios.

KI trifft Mensch

Prof. Dr. Sabine Kind zeigt, wie KI-Kompetenz und Deep Human Skills Fitness- und Gesundheitsanbieter bei der Transformation unterstützen können.
Frau trainiert an einem Fitnessgerät; eingeblendet sind Aufstiegskongress 2026 und Mannheim.

Neue Zielgruppen durch GLP-1

Beim Aufstiegskongress zeigt Prof. Dr. Markus Wanjek, welche Chancen GLP-1 für Studios, Geschäftsmodelle und Mitgliederbindung eröffnen kann.
Drei Personen trainieren mit Kurzhanteln in einem Fitnessstudio.

Von der Forschung in die Praxis

Wie werden Forschungsergebnisse praktisch nutzbar? Eine Gesprächsrunde mit Prof. Dr. Sarah Kobel, Mahssa Noori, Alexander Schopenhauer, Stephan Schulan und Janosch Marx zeigt Maßnahmen für Fitnessstudios und gibt Einblicke in die...
Niko Kappel hält lächelnd eine Medaille in der Hand und hebt die andere Faust.

Von Rückschlägen und Erfolgen

Niko Kappel spricht beim Aufstiegskongress 2026 über Rückschläge, klare Ziele, neue Wege und die Rolle von KI im Training.