Dann denkt man an all die Dinge, die man an diesem Tag nicht tun will, aber tun muss. „Das wird ein fürchterlicher Tag, und ich bin müde. Ich glaube, ich bleibe noch im Bett.“ Schließlich ist man zu spät dran – und wenn man sich schon morgens hetzen muss, wirkt sich das vielleicht negativ auf den ganzen Tag aus.
Wenn man sich von solchen Dingen nicht unterkriegen lässt, dann sorgt möglicherweise das Umfeld für die nächste Aufregung. Vielleicht passiert etwas mit dem Auto – eine Reifenpanne zum Beispiel. Verstopfte Straßen, Parkplatzprobleme und hektische Mitmenschen können den Puls noch weiter in die Höhe schnellen lassen. Und dann muss man sich am Ziel vielleicht noch die Worte anhören: „Sie sehen heute etwas müde aus. Fühlen Sie sich nicht wohl?“
Herausforderungen des Alltags
Im täglichen Leben sehen wir uns fast ständig mit Ereignissen konfrontiert, die negative Gedanken provozieren. Auch die Familie und jegliche zwischenmenschliche Beziehung stellen oft spezifische Herausforderungen dar. Versuchen Familienangehörige und Freunde, einen absichtlich niederzudrücken? Wie ist das Verhältnis zu den Eltern? Vielleicht gehört man zu den Glücklichen, die ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern haben, viele andere aber leiden: „Sie kennen mich nicht einmal richtig, wie können sie sagen, dass sie mich lieben?“ Vielen erscheint es ab einem gewissen Alter mehr als lästig, dass sie für Entscheidungen oft noch die Zustimmung der Eltern brauchen. Sogar der allerbeste Freund kann manchmal zur Nervensäge werden: „Als dein bester Freund möchte ich dir nur sagen, dass du dich gestern zum Narren gemacht hast.“
Verzerrte Körperwahrnehmung als Gefahr
Im Zusammenhang mit negativen Gedanken und Empfindungen wird der Körper bewusst oder unbewusst häufig ganz ausgespart. Manche Menschen mit mehr oder weniger großem Übergewicht, ja sogar absolut Fettleibige, verdrängen die Wahrheit und damit auch den negativen Effekt. Früher oder später wird man dann aber von der Realität eingeholt bzw. kommen bei den meisten die Signale des Körpers doch noch an. Zum Beispiel wenn man sich ganz einfach bückt, um etwas aufzuheben, und nur schwer wieder hochkommt. „Früher war ich doch fit. Was ist bloß passiert?“ Oder beim Blick in den Spiegel: „Woher kommen nur die Fettpolster, ich bin doch erst dreißig?“
Untersuchungen haben über Jahrzehnte bewiesen, dass Menschen mit mangelnder körperlicher Fitness viel häufiger zu Niedergeschlagenheit neigen. Dabei bieten sich gerade heute unzählige Möglichkeiten, fit zu werden und sich fit zu halten. Man muss es nur tun! Auch eine Negativspirale ist eine Energie. Diese Energie muss man nach außen ableiten. Wenn man nichts unternimmt, richtet sie sich nach innen, macht uns anfällig für Krankheiten und kann uns im schlimmsten Fall sogar zerstören.
Muskelaufbau als Lösung
Hier kommt nun das gezielte Körpertraining ins Spiel: Eine der wirksamsten Möglichkeiten, um diese Energie umzuleiten, ist gezieltes Muskeltraining. Es setzt positive Energie frei! Mit einem kraftvollen, leistungsstarken und gutaussehenden Körper werden negative Einflüsse viel leichter zurückgedrängt oder ganz eliminiert. Mit mehr körperlicher Kraft fühlt man sich auch psychisch stärker. Man hat sein Leben besser im Griff, ist selbstbewusster, entschlossener und wird seltener zum Opfer widriger Umstände oder negativer Gedanken.
Schon bald wird man diesen Eindruck gewinnen: „Ich kann meinen Körper aufbauen und entwickeln, also kann ich auch ... eigentlich alles!“ Das Leben wird in anderen Bahnen verlaufen. Man wird sich auch gesünder fühlen und damit die positive Grundhaltung noch verstärken. Anstatt sich auf dem „Negativkarussell“ im Kreis zu bewegen, nutzt man alle Energie, um das Leben anders laufen zu lassen – in die positive Richtung nach vorne.
Arnold Schwarzenegger brachte es öffentlich in den letzten 40 Jahren als Athlet, Schauspieler, Geschäftsmann, Umweltaktivist und Gouverneur von Kalifornien immer wieder auf den Punkt:
Fast alles, was für mein weiteres Leben wichtig war, habe ich durch Bodybuilding gelernt.
Arnold Schwarzenegger
Ergebnisse aus Forschung und Wissenschaft
In den letzten 40 Jahren haben unzählige Sportpsychologen in aller Welt immer wieder die auf Forschungsergebnissen beruhenden Fakten veröffentlicht, dass sportliches Training sowohl zur Prävention als auch zur Überwindung verschiedener psychischer Störungen bestmöglich geeignet ist. Heute ist auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt, dass beim Training Beta-Endorphine freigesetzt werden, die „natürlichen Opiate“ des Körpers. Man vermutet, dass diese Vorgänge für die Verbesserung der Grundstimmung verantwortlich sind und eine positive Abhängigkeit vom Training bewirken können.
Aus welchen Gründen auch immer, alle Untersuchungen zeigen einen engen Zusammenhang zwischen partiellem Muskeltraining und psychischer Gesundheit. Das gezielte Training der Muskulatur bildet nicht nur einen fantastischen Körper, es verleiht auch die Fähigkeit, das Leben selbst in die Hand zu nehmen und Geduld zu lernen. Es bietet vor allem höchst effektiv die Möglichkeit, den Körper nach individuellen Gesichtspunkten zu trainieren und zu formen. Diese positiven Veränderungen stärken in erheblichem Maße die Fähigkeit, mit auftretenden Problemen fertig zu werden.
Diesen Artikel kannst du folgendermaßen zitieren:
Busek, A. (2026). Muskeltraining setzt Energie frei. fitness MANAGEMENT international, 4 (186), 116–117.






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