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Medizinische Präzision trifft Fitness – medizinische Messsysteme und Waagen für die Fitnessbranche

Das Familienunternehmen seca entwickelt und produziert Präzisionswaagen, Vitaldatenmonitore, BIA-Geräte und Software. Was bisher vor allem in Kliniken und Arztpraxen zum Einsatz kam, findet sich plötzlich auf der FIBO und in anspruchsvollen Fitnessstudios wieder. Warum das MedTec-Unternehmen aus Hamburg in den Fitnessmarkt eintritt und wie die Branche vom medizinischen Know-how profitieren kann, berichten Robert Vogel und Angelina Lange im Interview mit fitness MANAGEMENT.

fM Interview mit seca-Geschäftsführer Robert Vogel und Sales Managerin Angelina Lange.

2 Prozent weniger Körperfett, 4 Kilo mehr Muskelmasse, Sauerstoffsättigung bei 100 Prozent? Wenn es in der Medizin um absolute Präzision beim Messen und Wiegen geht, ist das Familienunternehmen seca aus Hamburg der 'Hidden Champion'.

Seit 1840 – in vierter Generation im Besitz der Familie Vogel – entwickelt und produziert seca Präzisionswaagen, Vitaldatenmonitore, BIA-Geräte und Software made in Germany und ist in diesem Segment Weltmarktführer.

Was bisher vor allem in Kliniken und Arztpraxen zum Einsatz kam, findet sich plötzlich auf der FIBO und in anspruchsvollen Fitnessstudios wieder. Warum seca in den Fitnessmarkt eintritt, wie die Branche vom medizinischen Know-how des innovativen MedTec-Unternehmens profitieren kann und welche Ziele es in den kommenden Jahren anstrebt, darüber berichten Robert Vogel (Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb) und Angelina Lange (Sales Managerin mBCA Medical Fitness) im Interview mit fitness MANAGEMENT.

 

fM: Das Traditionsunternehmen seca baut seine Präsenz in der Fitness- und Gesundheitsbranche aus – gut zu erkennen am FIBO-Auftritt in den letzten zwei Jahren! Wie kam es zu dieser strategischen Entscheidung?
Robert Vogel:
Wir beobachten seit Jahren, dass sich Medizin, Gesundheit und Fitness immer stärker aufeinander zu bewegen und sich künftig weiter miteinander verzahnen werden. Medical Fitness nennen wir das, was sich aus diesem Trend ableitet: Fitness, die auf modernen Trainingskonzepten und medizinischen Messwerten basiert und darauf abzielt, die Gesundheit zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen.

Entsprechend verändert sich die Fitnessbranche. Sie spezialisiert und professionalisiert sich und beschäftigt hoch qualifizierte Fachkräfte. Viele Studios richten sich immer stärker gesundheitlich aus und werden zu Gesundheitsdienstleistern, um sich vom Wettbewerb abzugrenzen.

Auch Kunden werden anspruchsvoller. Durch Selftracking und das Internet wissen sie oft schon sehr viel über ihr Fitnesslevel und wie sie trainieren wollen. Studios müssen nachlegen und etwas bieten, was der Kunde sonst nirgends bekommt.

Damit steigt die Nachfrage nach Messsystemen auf medizinischem Niveau, individuellen Trainingskonzepten und kompetenter Beratung. Hier passen die Expertise von seca und Top-Studios perfekt zusammen.

fM: Welches Alleinstellungsmerkmal (USP) hat seca grundsätzlich und speziell in Bezug auf den Fitnessmarkt?
Robert Vogel:
Der medizinische Bereich ist stark reguliert. Bei der Dosierung von Medikamenten kann es zum Beispiel auf nur wenige Gramm Körpergewicht ankommen. Nur Produkte, die Präzision und Sicherheit nachweisen können, erhalten eine Zulassung für den medizinischen Einsatz.

Damit ist höchste Qualität bei uns kein Lippenbekenntnis, sondern nachweisbar. Zudem blicken wir auf bald 180 Jahre Erfahrung zurück und produzieren den Großteil unserer Produkte in Deutschland.

Angelina Lange: Uns ist wichtig, dass das Investment unserer Kunden zur vollen Entfaltung kommt und Geräte nicht in der Ecke verstauben. Darum bieten wir einen Service, der weit über den Verkauf hinausgeht. Wir haben Produktspezialisten, die unsere Systeme in Betrieb nehmen und die Trainer schulen.

Darüber hinaus beschäftigen wir bundesweit 20 Servicetechniker, die die Wartung und Updates vor Ort übernehmen. Und wenn es mal superschnell gehen muss, bieten wir den technischen Telefonsupport mit sehr guter Erreichbarkeit. Dieses Produkt- und Serviceangebot ist einzigartig.

fM: Welche Geräte aus dem Portfolio von seca empfehlen sich besonders für den Einsatz in der Fitnessbranche?
Angelina Lange:
Zum einen natürlich präzise Waagen und Längenmesssysteme, um die Entwicklung von Gewicht und BMI zu verfolgen. Besonders spannend aber ist die validierte BIA-Lösung, der seca medical Body Composition Analyzer (mBCA), mit dem wir die Körperzusammensetzung und die Zellgesundheit erfassen.

Das Gerät überzeugt aus drei Gründen: Zum einen ist es super einfach in der Anwendung und die Ergebnisse sind durch das Design des Gerätes sehr gut reproduzierbar. Zum anderen bietet es eine Präzision, die medizinischen Standards entspricht und die kein anderes Produkt liefert.

Und last but noch least entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden ein ganzheitliches Businessmodell um das Gerät herum, das ihnen einen wirklichen Mehrwert bietet und die Wirtschaftlichkeit der Investition sicherstellt.

fM: Welche Eigenschaften zeichnen diese Geräte aus?
Angelina Lange:
Uns wird oft berichtet, dass es bei vielen BIA-Geräten zu ungenauen Ergebnissen und Messfehlern kommt und Bedingungen bei Folgemessungen nur schwer reproduzierbar sind. Das hat unterschiedliche Gründe: Bei der BIA-Messung fließt ein leichter Strom durch den Körper.

Anhand der unterschiedlichen Widerstände von Muskeln, Wasser und Fett wird die Körperzusammensetzung gemessen. Strom nimmt dabei immer den kürzesten Weg durch den Körper. Wenn sich die Oberschenkel oder die Arme den Oberkörper aufgrund von zu kleinen Plattformen oder beweglichen Griffen berühren, kommt es zu ungenauen Ergebnissen.

Das Design unseres Gerätes schließt derartige Fehler aus. Wir haben eine sehr breite Plattform, auf der die Beine weit genug auseinander stehen und die patentierte feste Reling, die einen weiten Griff und je nach Körpergröße vordefinierte Griffpositionen bietet.

So kann der Strom ungehindert fließen und die Position ist für Folgemessungen reproduzierbar.

Robert Vogel: Bei anderen BIA-Geräten kommen Trainer oft in Erklärungsnot, wenn sie bei einer Folgemessung des Kunden keine Verbesserungen oder sogar schlechtere Muskel- und Fettwerte feststellen, obwohl dieser sich an den Trainingsplan gehalten hat.

Diese Ungenauigkeiten liegen oft an der unzureichenden Validierung der Geräte. Das passiert bei korrekter Anwendung mit dem mBCA nicht, denn ein Medizinprodukt darf sich so etwas nicht leisten. Daher ist der seca mBCA gegen alle relevanten Referenzmethoden wie z. B. das Ganzkörper-MRT validiert.

Damit setzen wir in der Fitnessindustrie einen neuen, bisher nie dagewesenen Standard.

fM: Welches Feedback haben Sie bisher aus der Branche erhalten?
Robert Vogel:
Bereits 2018 waren wir auf der FIBO vertreten. Das Besucherfeedback hat bestätigt, dass der Bedarf an unserem ganzheitlichen Konzept aus Präzision, Service und Wirtschaftlichkeit riesig ist und stetig wächst.

Angelina Lange: Ich habe in den vergangenen Monaten zahlreiche Studiobetreiber, Hersteller und Kollegen aus der Fitnessbranche getroffen. Die Rückmeldungen waren überwältigend! Ich bin überzeugt davon, dass wir mit unseren Partnern und Kunden großartige Businesskonzepte für den Zukunftsmarkt Medical Fitness entwickeln werden.

fM: Auf welche Innovationen aus dem Hause seca können sich Studiobetreiber und die Fitnessbranche insgesamt freuen?
Angelina Lange:
Wir wollen unsere Kunden ganzheitlich überzeugen. Das beinhaltet nicht nur Top-Produkte und individuellen Service, sondern vor allem auch wirtschaftlich spannende Businessmodelle und modernen Marketingsupport.

Ziel ist es, Studios dabei zu unterstützen, sich durch innovative Konzepte zukunftsfähig als Gesundheitsdienstleister zu positionieren und die Wirtschaftlichkeit zu steigern.

fM: Welche Ziele verfolgt seca in der Fitnessbranche für die kommenden 3 bis 5 Jahre?
Robert Vogel:
In den USA wächst die Zahl der Medical Fitnesscenter kontinuierlich. Die Medical Fitness Association verzeichnet einen Anstieg von 4 Prozent. Auch in Deutschland wird diese Entwicklung voranschreiten.

Die Partnerschaften und Kooperationen, die wir bereits heute anbahnen, werden wir in den kommenden Jahren festigen und wir werden uns in der Branche mit unseren Produkten, Softwarelösungen und unserem Know-how etablieren. Medical Fitness ist ein Trend, an dem kein Weg vorbeiführt.

Wir freuen uns sehr darauf, diesen gemeinsam mit unseren Partnern zu gestalten.

Den vollständigen Artikel finden Sie in fMi Ausgabe 04/2019

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