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Mit Pilates zu einem gesunden Rücken

Im Jahr 2017 haben sich Deutschlands Arbeitnehmer wieder häufiger krankgemeldet.

Pilates begünstigt einen gesunden Rücken

Der Krankenstand stieg von 3,9 Prozent in 2016 auf 4,1 Prozent in 2017. Die höchste Prävalenz liegt bei Muskel-Skelett-Erkrankungen wie beispielsweise Rückenschmerzen vor (Deutsches Ärzteblatt, 2018). Auch die Bundesärztekammer zählt vor allem chronische Rückenschmerzen zu den am meist genannten Schmerzen in Deutschland. 20,7 % der Deutschen gaben an, dass sie im letzten Jahr unter Rückenschmerzen litten, die mindestens drei Monate oder länger anhielten (Bundesärztekammer, 2017). Demzufolge nehmen die Prävention und die Behandlung von Rückenschmerzen einen hohen Stellenwert im Gesundheitssystem ein.

Zur Prävention und Behandlung von chronischen Rückenschmerzen belegen Untersuchungen von Smith, Littlewood und May (2014, S. 416) die Effektivität körperlicher Aktivität. In dem Zusammenhang scheinen Trainingsprogramme zur Kräftigung der Muskulatur bessere Ergebnisse in Bezug auf die Linderung der Schmerzen zu erzielen, als ausdauerorientierte Trainingsprogramme. Auch die Pilates-Methode wurde auf die Wirksamkeit zur Behandlung von Rückenschmerzen überprüft. Die Autoren belegen, dass das Pilates-Training bei chronisch unspezifischen Rückenschmerzen, also ohne erkennbare Ursache, eine wirksame Maßnahme darstellt (Smith, Littlewood & May, 2014, S. 416). Bei der Pilates-Methode handelt es sich um ein systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung  und Dehnung, aber auch zur Haltungsverbesserung und Schulung der Körperwahrnehmung. Dabei liegt die Stärkung der rumpfstabilisierenden Muskulatur im Vordergrund, wobei die Aufmerksamkeit auf die tiefen, stabilisierenden Muskelanteile gelenkt wird. Diese Methode ist für trainierte Menschen ebenso geeignet wie für untrainierte, für junge genauso wie für ältere Menschen. Das Training nach Pilates, welches sich in den letzten Jahrzenten vom einstigen Trend etabliert hat, findet nicht nur in den Sportvereinen, Fitnessclubs und Fitnessstudios, sondern auch in der Therapie großen Zuspruch.

Das Angebot und die Vielfalt eines Pilates-Trainings haben sich in den letzten Jahren stark erweitert. Der Grundgedanke von einem reinen Training auf der Matte oder an speziellen Geräten ist mittlerweile weiterentwickelt. Innerhalb der Stunde werden vermehrt Kleingeräte wie der Redondo®-Ball, das Thera-Band®, der Fitball, die Pilates-Rolle oder der Pilates-Ring eingesetzt.

Weitere Informationen:
Der Lehrgang „Kursleiter/in Pilates“ der BSA-Akademie qualifiziert die Teilnehmer dazu, Pilates-Kurse auf der Matte ohne Kleingeräte und mit Kleingeräten, wie dem Thera- Band®, dem Redondo®-Ball und dem Fitball, fachlich kompetent zu planen, professionell durchzuführen und die Kunden bei Bedarf zu korrigieren. Der Lehrgang verknüpft theoretische Inhalte, u.a. auch zum Thema Rückentraining, mit Praxiseinheiten und Lehrproben zur Verbesserung der eigenen Unterrichtstechnik.

Absolventen der beiden BSA-Qualifikationen „Gruppentrainer/in B-Lizenz“ und „Kursleiter/in Pilates“ können, sofern eine entsprechende Grundqualifikation vorliegt, Pilates-Kurse nach § 20 SGB V umsetzen. Hierzu beantragen sie das Zertifikat „Kursleiter/in Pilates Prävention“ der BSA-Akademie, mit welchem bestätigt wird, dass die Absolventen der beiden Lehrgänge die Anforderungen an die Zusatzqualifikation im Bereich Pilates erfüllt haben.

Zum Lehrgang „Kursleiter/in Pilates“ der BSA-Akademie

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