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DFB-Teampsychologe Hermann begrüßt Mertesacker-Aussagen

Anfang März sorgte der Fußballweltmeister Per Mertesacker mit seinen Aussagen im Spiegel für Aufsehen. Jetzt bezog Hans-Dieter Hermann, Psychologe der DFB-Auswahl, Stellung.

Im SPIEGEL schildert Per Mertesacker, 104-malige Nationalspieler und Weltmeister von 2014, wie ihm während der Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land der Druck und die Angst Fehler zu begehen zusetzten. Weiterhin sprach er davon, dass er vor jedem Spiel von Übelkeit bis hin zum Brechreiz geplagt wurde. Der mediale Druck des Fußballgeschäfts hat seine Spuren beim 33 Jährigen hinterlassen. Anders als viele Profispieler outet sich Mertesacker jüngst und sorgte so für eine kontroverse Debatte.

Diesbezüglich äußerte sich nun Hans-Dieter Hermann, Teampsychologe der deutschen Nationalmannschaft und langjähriger Weggefährte von Per Mertesacker, in einem Interview für die Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ich finde es sehr gut, was Per gesagt hat. Er stößt eine wichtige Debatte an", begrüßt der 57-Jährige die Aussagen des ehemaligen Nationalspielers.

Spitzensportler seien trotz ihres hohen Einkommens keine Übermenschen, sagte Hermann: "Profi-Fußballer stehen unter einem enormen Stress." Mit dem Druck normaler Angestellter könne man das nicht vergleichen. "An den Stress, öffentlich zu leisten und von sogenannten Experten, von Medien oder Zuschauern sofort öffentlich bewertet und im negativen Fall bloßgestellt oder komplett in Frage gestellt zu werden, gewöhnt sich kein Mensch", betonte Hermann: "Das schafft Druck. Öffentliches Leisten ist viel schwieriger als privates Leisten."

Hans-Dieter Hermann: Das Interview

 

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