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Kraftmaschinen mit Geschichte und Charakter

Auch in der vergleichsweise "jungen" Fitnessbranche gibt es echte Urgesteine, die ihre Geschichte von Anfang an miterlebt und -gestaltet haben: der Gerätehersteller gym80 aus Gelsenkirchen zum Beispiel.

Das Unternehmen gym80 trägt das Gründungsjahr im Namen; bald steht das 40-jährige Jubiläum bevor. Kaum ein anderer deutscher Gerätehersteller kann auf eine vergleichbar bewegte Geschichte zurückblicken und gleichzeitig von sich behaupten, heute noch ganz nah an den eigenen Wurzeln zu sein und den ursprünglichen Charakter bewahrt zu haben. Viele der Akteure, die den Grundstein für das Unternehmen gelegt haben, hatten auf die gesamte Fitnesswelt in ihren Anfängen prägenden Einfluss. Bis heute ist gym80 der Inbegriff für alles, wofür Produkte „Made in Germany“ weltweit geschätzt werden: intelligente Konstruktionen, bestes Material und eine Verarbeitung, welche die Maschinen nahezu unverwüstlich macht.

Gründungsmythos: Schule statt Garage
Der Gelsenkirchener Walter Herden war gelernter Heizungs- und Regeltechniker, der sich in seiner Freizeit leidenschaftlich dem Kraftsport widmete. Weil er auf dem Markt keine geeigneten Produkte fand, die seinen Ansprüchen gerecht werden konnten, begann er, für seinen eigenen Bedarf Fitnessgeräte zu bauen. Wie bei vielen Unternehmensgründungen begann auch die Geschichte von gym80 in einer Garage bzw. in diesem Fall in den Kellerräumen des Schalker Gymnasiums, wo Herden als Hausmeister tätig war. Durch Mundpropaganda baute er sich schnell eine große Fangemeinde auf und die Nachfrage stieg.  Der Herner Unternehmer Wolfgang Tillmann übernahm das Unternehmen im selben Jahr komplett.

Wachstum und Aufbau
Wolfgang Tillmann änderte seine Geschäftstätigkeit vom Tunnelbau auf die Produktion von Fitnessgeräten. Es folgten viele arbeitsreiche Jahre, in denen das Unternehmen wuchs. Der Produktionsstandort wurde innerhalb von Gelsenkirchen verlegt: Am Standort in der Wiesmannstraße im Stadtteil Schalke befindet sich noch heute die Produktion und die Verwaltung.

Wolfgang Tillmann führte das Unternehmen auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Bodybuilder und Krafttrainings-Aficionados in Europa, den USA und Asien platzierten Aufträge für die damals schon mit Laser, Roboter-Technik und hochwertigen Pulverbeschichtung gefertigten Geräte. Darüber hinaus wurden die ersten Konzept im Bereich Medical Fitness entwicket und im Markt umgesetzt.

Sonja und Arie van Winkelhof festigten den Ruf als Qualitätsanbieter
Im Jahr 1997 überschrieb Wolfgang Tillmann das Unternehmen seiner Tochter Sonja, die das Unternehmen und vor allem die Marke in den Folgejahren immens prägte. Im Jahr 2005 wechselte Arie van Winkelhof mit über 30 Jahren Branchenerfahrung im Gepäck von Life Fitness zu gym80 und übernahm dort die Geschäftsleitung. Unter dieser Führungsspitze festigte gym80 seinen Ruf als Qualitätsanbieter umso mehr, erweiterte das Portfolio in den Bereich Medizin und brachte zahlreiche Innovationen hervor. Produktdesign und Außenauftritt wurden ganzheitlich optimiert. gym80 stand nun für absolute Perfektion.

von links nach rechts: Arie und Sonja van Winkelhof mit Simal Yilmaz

 

Simal Yilmaz: Prägend seit 1993
Als Simal Yilmaz vor 25 Jahren als gelernter Industriemechaniker im Service von gym80 anheuerte, ahnte er sicherlich noch nicht, dass er im Jahr 2018 alleiniger Geschäftsführer werden sollte. Seine zweite Station im Unternehmen war zunächst die Produktionsleitung, die er im Jahr 2000 übernahm. Yilmaz‘ Herz schlug jedoch bereits speziell für die Themen Fertigung und Produktentwicklung. So stieg er im Jahr 2006 in die Geschäftsleitung auf, blieb aber gleichzeitig Hauptverantwortlicher für die Produktion. Ihm ist es maßgeblich zu verdanken, dass gym80 heute als Vorzeige-Unternehmen gilt, wenn es darum geht, modernste Fertigungstechnik mit Handarbeit zu kombinieren: Acht Schweißroboter, vier Laserroboter, eine eigene Schreinerei und Polsterei sowie viele Stationen, in denen per Hand geschweißt, geschliffen und lackiert wird, ergeben einen Fertigungsprozess, der sich durch rund 95 Prozent Produktionstiefe auszeichnet.

 

"Kraft“ ist Vergangenheit und Zukunft
Nach 12 intensiven Jahren der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit allen Höhen und Tiefen entschieden Sonja, Arie und Simal, einen Generationswechsel vorzubereiten. Die gesamte Belegschaft wurde bei diesem Prozess auf wertschätzende Weise mit einbezogen. Nach einem Jahr Austausch und Abstimmung wurde diese Veränderung im April 2017 auf der FIBO bekannt gegeben und vollzogen. Seitdem ist Simal Yilmaz, der sich von Freunden, Partnern und Mitarbeitern „Schimmy“ nennen lässt, alleiniger Geschäftsführer.

gym80 blickt auf eine erlebnisreiche Zeit zurück. Das Unternehmen stand von Anbeginn an auf der Ausstellerliste der FIBO. Seit 2001 ist nicht ein Jahr vergangen, in dem keine Auszeichnung gewonnen wurde. Die Produktpalette ist enorm gewachsen und umfasst mittlerweile gut 300 Produkte. Die medizinische Sparte läuft inzwischen unter dem Label MED80.

Das Wichtigste ist jedoch die verstärkte Rückbesinnung auf das Element, das den Gelsenkirchener Gerätehersteller von Anfang an geprägt hat: das Thema Kraft. Die langen Jahre in der Branche haben gym80 zu einem Unternehmen mit Geschichte und Charakter gemacht. Vor allem das, betont Yilmaz immer wieder, verleihe den Produkten eine Seele. Und diese Seele zu bewahren ist – neben dem Bestreben, weiterhin die besten Geräte der Welt zu bauen – auch in Zukunft wichtigstes Ziel für gym80.

www.gym80.de

Den vollständigen Artikel finden Sie in fMi Ausgabe 04/2018

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fMi Ausgabe 04/2018

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