Fitness, Gesundheit, Management | Autor: Jürgen Wolff |

Das FTZ Mühldorf: Die Antwort auf eine große Frage der Branche

Therapie und Fitness werden im FTZ – Fitness Therapie Zentrum in Mühldorf am Inn unter einem Dach nahtlos miteinander verbunden. Ziel ist immer, die Kunden ganzheitlich, interdisziplinär und bestmöglich zu betreuen. Dazu gehört ein fließender Übergang von therapeutischen Behandlungen zu deren sportlicher Fortsetzung im Trainingsbereich, der durch das hauseigene F4-Konzept sicher und überaus erfolgreich umgesetzt wird: 50 Prozent der F4-Patienten absolvieren ein Anschlusstraining im Fitnessbereich.

Die drei Gründer des FTZ, Eric Rudhof, Klaus Hornung und Franz Prost, haben sich über ihre gemeinsame Leidenschaft für den Ausdauersport kennengelernt. Mit der Gründung des FTZ verwirklichten sie ein gemeinsames Ziel: ein ganzheitliches Angebot, das bisher noch nicht am Markt zu finden war, in dem Training und Therapie nahtlos miteinander verknüpft werden.

Der Leitgedanke der Gründer zieht sich auch heute noch wie ein roter Faden durch das Unternehmen: „Wenn jemand durch die Eingangstür kommt – egal, in welcher Lebenssituation er oder sie sich befindet, ob Leistungssportler oder ältere Person mit degenerativen Erkrankungen, ob junger Mensch, der an seiner Leistungsfähigkeit arbeiten möchte oder nach einer Verletzung bzw. Operation zu uns kommt – wir können über unsere interdisziplinären Maßnahmen und Tools ein Therapie- und Trainingskonzept entwickeln, dass denjenigen weiterbringt.“


 

 

Von Beginn an erfolgreich

Das FTZ wurde 2007 in Mühldorf auf einer Fläche von 1.600 Quadratmetern eröffnet. Mit einer Kombination aus Physiotherapie, Fitnessstudio, Ergotherapie und Logopädie bietet es den ganzheitlichen Ansatz, aus Nichtaktiven Aktive zu machen.

Bereits vor der Eröffnung hatten sich rund 330 Mitglieder für eine Mitgliedschaft im FTZ entschieden. Zur Eröffnungsveranstaltung kamen 1.000 Besucher. Die Gemeinde Mühldorf am Inn hat etwas mehr als 20.000 Einwohner, was die beiden Zahlen noch beeindruckender macht. Die positive Resonanz der Mühldorfer ist zum einen darauf zurückzuführen, dass die Gründer in der Region sehr gut vernetzt waren und sind. Zum anderen hat sich herumgesprochen, dass mit dem FTZ ein Studiokonzept an den Start gegangen ist, das es so noch nicht gab.

Kontinuierliches Wachstum

Die Nachfrage der Kunden und Patienten ist seit der Gründung des Zentrums kontinuierlich hoch geblieben, sodass die Räumlichkeiten über die Jahre dreimal erweitert werden mussten. 2009 wurde das FTZ bereits auf 1.800 Quadratmeter vergrößert, um mehr Fläche für Fitnessangebote zu schaffen, vor allem im Kraftbereich. Im Zuge der zweiten Studioerweiterung auf 2.000 Quadratmeter im Jahr 2011 wurde ein neuer, größerer und separater Raum für das Therapiekonzept F4 geschaffen, Kraft- und Ausdauertraining bekamen zusätzliche Fläche und es wurde eine Salzgrotte installiert, die das Regenerations- und Wellnessangebot ergänzte. Mit der dritten Studioerweiterung auf 2.500 Quadratmeter im Jahr 2016 wurde erneut mehr Raum für funktionelles Training sowie Kraft- und Ausdauertraining geschaffen.

Vielfalt für die Gesundheit

Als „Fitness- und Therapiezentrum“ ist das FTZ mit seinem sehr vielfältigen Trainingsangebot und der intensiven Betreuung als gesundheitsorientierte High-End-Anlage positioniert. Der USP des FTZ ist Qualität. Diese Qualität wird durch individuelle Trainingspläne, regelmäßige Fitnesschecks sowie die hohe Betreuungsqualität durch Trainer und Therapeuten untermauert. Regelmäßige Motivationshilfen und persönliche Beratungsgespräche ergänzen das Betreuungskonzept.

Das Trainingsangebot umfasst mehrere Konzepte, die individuell auf einzelne Kunden zugeschnitten werden können: Rücken plus, Ernährungs- und Abnehmprogramme, ein 40-plus-Konzept, Body Design und auch Langhanteltraining.

Die Gesundheitsorientierung des FTZ wird gelebt durch ein breit gefächertes Angebot an Präventionskursen, Medizinische Trainingstherapie (MTT), Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), die Salzgrotte, Magnetfeld Zellstimmulation, Trainingstherapeutische Rehabilitationsnachsorge (T-Rena), Krankengymnastik am Gerät (KGG) sowie der Heilpraktikerpraxis „INNNatur“, die der Mitinhaber des FTZ und ehemalige Leistungssportler im Skeleton, Andy Böhme, betreibt.


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Mit F4 von der Therapie ins Training

Als Bindeglied zwischen Therapie und Fitness haben die Verantwortlichen im FTZ das Konzept 'F4 functional' entwickelt, das Patienten unter therapeutischer Betreuung auf das selbstständige Trainieren vorbereitet.

Der Impuls für diese Entwicklung hatte sich aus der Notwendigkeit ergeben. Viele Patienten waren nach der Therapie nicht in der Lage, selbstständig an Geräten zu trainieren, da die Defizite im Haltungsbereich noch nicht behoben waren. Ursache dafür waren und sind die starren Vorgaben der Abrechnungsträger für Therapeuten und auch Ärzte, die des Öfteren nicht die Therapie ermöglichen, die die Patienten eigentlich bräuchten.

Herzstück des F4-Konzeptes ist eine Software für die Trainingssteuerung. Sie wurde eigens für die Bedürfnisse und Ansprüche des FTZ entwickelt. Der Name 'F4' kommt von funktionalem Training in vier Bereichen: Funktionsherstellung, Funktionsverbesserung, Motorische Entwicklung (vor allem bei Kindern) und Leistungssteigerung. Es gibt die F4-Software in der Medical- und in der Fitness-Variante.


 

F4 Medical

Das F4-Konzept startet in der Medical-Variante für den Patienten mit einem ca. einstündigen Test durch einen
Physiotherapeuten. Der Test beinhaltet verschiedene Beweglichkeitstests nach therapeutischen Vorgaben, motorische Tests, Haltungsanalysen, eine Gangbildanalyse und ein Anamnesegespräch. Die Ergebnisse dieser Diagnoseverfahren werden in der Software festgehalten und dort über hinterlegte Verknüpfungen und eine Bewertungsskala in ein individuelles Trainingsprogramm übertragen.

Die Trainingsplangestaltung erfolgt teilweise automatisch, d. h. der Therapeut steuert über seine Eingabe das Ziel des Trainings, die F4-Software errechnet das Trainingsprogramm für die Funktionsherstellung. Dieses besteht aus zehn individuellen Trainingseinheiten in einer Drei-zu-eins-Betreuung –
angelehnt an die Krankengymnastik am Gerät, wobei kein Training gleich ist. Jeder Patient bekommt von der Software für jede Einheit einen individuellen Trainingsplan, der aus Warm-up, propriozeptiven Übungen, Koordinationstraining, Beweglichkeitstraining und Kräftigungstraining besteht. Trainingsfortschritte werden regelmäßig eingepflegt und so in das Trainingsprogramm adaptiert.

Eine Antwort auf eine der großen Fragen der Branche

Ein Erfolgsfaktor dieser Vorgehensweise ist die Bewusstseinsarbeit. Die Patienten verstehen, welche Konstellation oder Schonhaltung ihnen Probleme bereitet und wie das Training dagegen wirkt. Zuerst werden die falschen Bewegungsmuster aufgebrochen. Danach werden korrekte Bewegungen erlernt und anschließend stabilisiert. Nach Abschluss der ersten zehn Einheiten erfolgt ein Re-Test, bei dem die Erfolge genau sichtbar werden und auch das weitere Vorgehen besprochen wird.

Wenn das Ziel erreicht ist, kann der Kunde im Anschluss mit der F4-Fitness-Variante sein Training fortsetzen. Das F4-Konzept fördert und erleichtert in beiden Varianten den Einstieg ins Fitness- bzw. Anschlusstraining nach der Therapie oder fungiert– wie im FTZ – als Bindeglied zwischen Therapie und Fitnesstraining. „50 Prozent unserer F4 Patienten absolvieren ein Anschlusstraining im Fitnessbereich. Damit geben wir eine Antwort auf eine der großen Fragen der Branche“, so Geschäftsführer Eric Rudhof. Das F4-Konzept ist auf das FTZ zugeschnitten, kann aber auch flexibel an die Bedürfnisse anderer Studios oder Praxen angepasst und als Lizenz erworben werden.


 


Kundenbindung durch persönliche Vertrauensbasis

Das intensive Betreuungskonzept des FTZ ist darauf ausgelegt, dass es einen engen persönlichen Kontakt zu den Kunden gibt, der vom Team aktiv gesucht und geführt wird – ohne Druck, sondern mit dem Zeitbudget, das im Einzelfall erforderlich ist. Mehreren langjährigen Kunden konnte zu Beginn in der Therapie geholfen werden. Dadurch baut sich zu vielen Kunden eine persönliche Vertrauensbasis auf, die zu einer engen Bindung führt. Im FTZ hat sich dadurch eine angenehm heimelige Wohlfühlatmosphäre entwickelt, die sowohl von den Mitgliedern – von jung bis alt, von Patient bis Leistungssportler – als auch von den Mitarbeitern, die das Konzept tagtäglich umsetzen, geschätzt wird.

Qualifizierte Mitarbeiter

Bei der Auswahl der Mitarbeiter setzt die Geschäftsleitung im FTZ ihre Kriterien dementsprechend hoch an. „Wir erwarten etwas mehr Substanz und ein etwas breiter gefächertes Grundwissen als eine B-Lizenz“, erläutert Geschäftsleiter Daniel Klemisch. „Viele unserer Mitarbeiter bilden wir an der DHfPG und der BSA-Akademie aus. Wir beschäftigen mehrere Absolventen und dual Studierende des Studiengangs Fitnessökonomie sowie Sport- und Fitnesskaufleute und haben sehr gute Erfahrungen gemacht.“

Neben einer sehr hochwertigen Ausbildung und speziellen Fortbildungen werden von den Mitarbeitern im FTZ Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein erwartet. Teammitglieder sollten darüber hinaus gern mit Menschen und selbstständig arbeiten und auch innovativ denken.


 

Starker Wettbewerb

Der Wettbewerb unter den Studios in Mühldorf und den Nachbarorten ist in den vergangenen Jahren stärker geworden. „Es gab gerade in den letzten drei, vier Jahren Neueröffnungen von Wettbewerbern aus dem niedrigpreisigen Franchisebereich. Das war für uns nicht dramatisch, hat sich aber schon bemerkbar gemacht“, erklärt Daniel Klemisch. „Wir bleiben bei unserer Gesundheitsausrichtung und setzen weiter auf Qualität und unser Betreuungskonzept. Auch andere Konzepte haben ja ihre Berechtigung und inzwischen sind auch abgewanderte Kunden wieder zu uns zurückgekommen.“

Netzwerk und Kooperationen

Das FTZ kooperiert im Bereich BGM mit mehreren Fitnessstudios in der Umgebung mit ähnlicher Ausrichtung, um einen größeren Einzugsbereich abzudecken. Jedes einzelne Studio aus diesem Netzwerk gewinnt dadurch zusätzliche Mitglieder.

Darüber hinaus wird ein ständiger Kontakt zu allen Ärzten in der Umgebung gepflegt. Dadurch, dass die Patienten im FTZ ganzheitlich und langfristig betreut werden, macht sich in den Arztpraxen eine Entlastung bemerkbar und sie bekommen darüber hinaus viele positive Rückmeldungen von zufriedenen Patienten. Das verbessert die ohnehin sehr gute Reputation des FTZ in der Region spürbar.

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