Fitness, Gesundheit | Autor: David Köndgen |

Kryotherapie: In der Kältekammer bei -150°C gegen müde Muskeln frieren

Eis, Eis, Baby! Profisportler schwören schon lange auf Training in der Kälte. Ob in der 'legendären' Eistonne oder in einer Eissauna – für die Regeneration ist Kältetraining ideal. Nun tauchen vermehrt auch Konzepte für den Massenmarkt auf. Denn: Es ist ein schnelles Training mit vielen positiven Effekten für die Gesundheit.

Eissauna oder Kältekammer: Gesundheit, Training und Regeneration der Muskeln mit Tiefenentspannung bei Temperaturen von -150°C.

Kälte wirkt gegen Schmerzen. Diese Erkenntnis aus der Natur ist schon alt, sehr alt. Bereits der griechische Arzt Hippokrates (460-370 v. Chr.) beschrieb die positive Wirkung von Kälte bei Entzündungen.

Eis-Spray wird nicht nur im Fußball sofort gezückt, wenn eine Prellung oder Ähnliches droht.

Auch bei der Ganzkörper-Kryotherapie findet das Prinzip Kälte gegen Schmerzen seine Anwendung. Profisportler regenerieren bereits seit einiger Zeit in der Kältekammer.

Japanischer Arzt präsentiert erste Kältekammer

Rückblick: Eingeführt hat die Ganzkörper-Kältetherapie der japanische Arzt Dr. Yoshima Yamauchi 1979, als er die erste Ganzkörper-Kältekammer präsentierte.

Sein erstes Gerät nannte er 'Reiken Cryogenic Machine'. Mit Hilfe von flüssigem Stickstoff erreichte er Temperaturen von bis -180°C. Das Ziel: Schmerzbehandlung von Rheumapatienten.


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Seit Dr. Yamauchi ist die Kältetherapie als gängige Behandlungsmethode etabliert, auf die auch immer mehr Leistungssportler und Prominente aus der Film- und Musikwelt setzen.

Der entscheidende Vorteil: Die kurze Behandlungsdauer von lediglich ein bis drei Minuten. Zuvor waren kryotherapeutische Methoden nur zwischen Temperaturen von 0°C und -15°C üblich, was Anwendungszeiten von bis zu 30 Minuten erforderte.

Kurz tiefgekühlt in der Kältekammer

Mittlerweile machen sich auch Studios die deutlich tieferen Temperaturen der Stickstoff-Kältekammern zunutze.

Die Kunden betreten die meist silberfarbene Tonne lediglich in Unterwäsche, Pantoffeln und Handschuhen. Dann werden sie langsam abgekühlt. Nach etwa 90 Sekunden sind die -150°C erreicht.

Das ist richtiges Training. Denn durch den Kältereiz startet im Körper eine Art Überlebensprogramm: Die Blutgefäße verengen sich, Arme und Beine werden mit weniger Blut versorgt, um Herz, Lunge und Rumpf warm halten zu können.

Nach drei Minuten ist das Frieren in der Kältekammer bereits vorbei, die Tür öffnet sich und man tritt zurück in die Wärme – auch darauf reagiert der Körper erneut blitzschnell: er regt Kreislauf, Durchblutung und Sauerstoffversorgung an und aktiviert den Stoffwechsel.

Krytherapie: Muskulatur erfährt Tiefenentspannung

Das wirkt positiv auf die Hautgesundheit und erzeugt einen Tiefenentspannungseffekt der Muskulatur.

Also nicht nur etwas für Top-Athleten, sondern auch für alljene, die ergänzend zum Fitnesstraining ihren Muskeln mit wenig Zeitaufwand etwas Gutes tun wollen.

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