Fitness, Gesundheit, Markt, Anzeige | Autor: Ronja Reuber |

Flexibel. Vielseitig. Praxisorientiert – Physiotherapiepraxis von DHfPG-Studium überzeugt

Die myPhysio GmbH arbeitet seit mehreren Jahren mit dual Studierenden der DHfPG. In den fünf Physiotherapiepraxen in Köln und Bonn – davon vier mit Selbstzahlerbereich – sind aktuell drei dual Studierende sowie eine Absolventin des Bachelor-Studiengangs Gesundheitsmanagement der DHfPG beschäftigt. Warum Geschäftsführer Stefan Schulz vom dualen Studium an der DHfPG überzeugt ist, wie die Absolventin Tabea Hardebusch und die Studierende Ella-Marie Neu ihre Tätigkeiten im Praxisalltag erleben und wie alle drei dabei vom Studium profitieren, haben sie uns im Interview verraten.

Physio-Experten-Talk: Zusatztermin wegen hoher Nachfrage

Update 01.12.2021: Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) veranstaltet am Mittwoch, 15. Dezember 2021, um 18 Uhr ein weiteres Webinar zum Thema 'Erfolg auf Rezept – der Physio-Experten-Talk zum dualen Studium'. Betreiber von physiotherapeutischen Praxen erfahren in dem Seminar von Florian und Marlon Kreis, myPhysio-Praxisinhaber und Geschäftsführer Stefan Schulz und Tabea Hardebusch, wie dual Studierende sie in ihrem Praxisalltag unterstützen können. Hier können Sie sich direkt kostenlos anmelden.

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mfhc: Herr Schulz, Sie sind Betreiber der myPhysio GmbH. Welche Dienstleistungen bieten Sie an? 

Stefan Schulz: In vier unserer fünf Praxen bieten wir neben der Physiotherapie auch Mitgliedschaften an. Hier können die Patienten auch über ihre Behandlung hinaus trainieren, z. B. an EGYM-Geräten. Zudem bieten wir EMS-Training sowie eine Stoffwechsel- und Leistungsanalyse an. Aktuell wird nur in einer Praxis ausschließlich Physiotherapie angeboten – die wird aber auch gerade umgebaut. Unser Ziel ist es, unsere Patienten nachhaltig und ganzheitlich zu versorgen, auch wenn sie nicht mehr physiotherapeutisch behandelt werden.

 

Aktuell beschäftigen Sie drei dual Studierendedes Bachelor-Studiengangs Gesundheitsmanagement. Was sind die besonderen Pluspunkte in der Zusammenarbeit?

Stefan Schulz: Der Bachelor-Studiengang Gesundheitsmanagement passt einfach zu unseren Praxen, da die Studieninhalte interdisziplinär und somit nicht auf einen bestimmten Bereich festgelegt sind. Die Studierenden können ein breites Aufgabenspektrum abdecken: vom Praxismanagement, über die Rezeption und die Buchhaltung bis zur Arbeit mit den Kunden. Durch die Verbindung aus Fernstudium und betrieblicher Tätigkeit werden die Studierenden ganzheitlich auf den Beruf vorbereitet. Wir arbeiten als junges Team zudem auch gern mit jungen Menschen zusammen, die Lust haben, sich zu entwickeln. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Flexibilität: Wenn personelle Engpässe entstehen, können die Studierenden fast überall eingesetzt werden. 

Wir lernen die Studierenden während des Studiums kennen, sehen die individuellen Stärken und übernehmen sie danach auch gern als Festangestellte, wenn alles passt. Frau Hardebusch, die jetzt unsere Personal- und Praxismanagerin ist, war ja auch dual Studierende.


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Frau Hardebusch und Frau Neu, sie beide haben sich für das duale Bachelor-Studium Gesundheitsmanagement an der DHfPG entschieden. Was hat sie daran besonders interessiert?

Tabea Hardebusch: Begonnen habe ich mit einem Bachelor-Studium Ernährungsberatung. Nachdem ich zur myPhysio GmbH gewechselt bin, merkte ich durch meine täglichen Aufgaben, den Kontakt mit den Patienten sowie den Austausch mit den Physiotherapeuten, dass mich der Bereich Gesundheitsmanagement mehr reizt. Außerdem wird man im Studiengang auf viele verschiedene Aufgaben und Positionen im Tätigkeitsfeld Gesundheit vorbereitet. Zusätzlich war das breite Spektrum an unterschiedlichen Studieninhalten beeindruckend.

Ella-Marie Neu: Mich hat die Kombination aus Trainingslehre, Ernährung und Gesundheitswissenschaften überzeugt. Gerade auch im Hinblick auf die Studienmodule 'Psychologie des Gesundheitsverhaltens' oder 'Entspannung – Verfahren zur Stressbewältigung'. Gesundheit ist mehr als nur gesunde Ernährung und Fitness. Die Themen interessieren mich auch privat sehr.


 


Was sind für Sie die größten Vorteile des dualen Studiensystems? Haben Sie etwas als besonders herausfordernd angesehen?

Stefan Schulz: Als besonders herausfordernd empfinde ich als Arbeitgeber eigentlich nichts. Die Termine der Lehrveranstaltungen, an denen unsere Studierenden teilnehmen, sind im Voraus bekannt. Man kann also gut planen, was es für uns sehr angenehm macht. Dazu kommt, dass die Studierenden immer nur für ein paar Tage weg sind und so nicht aus dem Arbeitsalltag gerissen werden. Und durch die Kombination aus Ausbildung und Studium können sie ihr theoretisches Wissen direkt in die Praxis umsetzen und neue Ideen einbringen, etwa im Marketing. Man ist als Arbeitgeber manchmal festgefahren bzw. betriebsblind und gerade im Marketing gab es schon die ein oder andere Idee, die wir dann umgesetzt haben.

Tabea Hardebusch: Für mich war der große Vorteil, dass ich mich immer auf ein Studienmodul zu 100 Prozent konzentrieren konnte und nicht gleichzeitig für mehrere lernen musste. Damit konnte ich die Inhalte besser verinnerlichen und umsetzen. Und die 'Zusammenarbeit' von Theorie und Praxis gefällt mir besonders. Die Herausforderung war die Selbstdisziplin und -organisation während der Selbstlernphasen. 

Ella-Marie Neu: Ich finde besonders gut, dass man sich durch das Fernstudium die Zeit eigenständig einteilen kann und nicht an feste Termine gebunden ist. Die Präsenzphasen ermöglichen es gleichzeitig, offene Fragen explizit zu klären und sich mit den Kommilitonen und Dozenten auszutauschen. Ich habe mich bewusst für ein duales Studium entschieden, weil ich das, was ich an der Hochschule lerne, direkt im Arbeitsalltag umsetzen kann. 

Herr Schulz, Sie können die dual Studierendenwie festangestellte Mitarbeitende in den Praxisalltag integrieren. Wie funktioniert das konkret und wo ziehen Sie Mehrwerte daraus? 

Stefan Schulz: Frau Hardebusch ist bei uns beispielsweise für das Personal- und Praxismanagement sowie die dual Studierenden zuständig. Da sie selbst an der DHfPG studiert hat, ist das für uns natürlich optimal. Wir versuchen, die Studierenden überall zu integrieren – ob in der Buchhaltung oder, nach Einarbeitung, auf der Trainingsfläche. Wir sehen sie nicht als Studierende an, sondern als vollwertige Teammitglieder. 

Frau Hardebusch, wie Herr Schulz erwähnte, arbeiten Sie mittlerweile als Personal- und Praxismanagerin. Wie kam es dazu und was sind Ihre täglichen Aufgaben?

Tabea Hardebusch: Bei myPhysio wurde ich nie als die typische Auszubildende gesehen und habe somit auch nicht die typischen Ausbildungsaufgaben erhalten. Meine Stärken wurden gefördert, ich durfte Ideen mit einbringen und auch umsetzen. In den ersten Monaten erhielt ich immer mehr Verantwortung in verschiedenen Bereichen.

Das war ein ziemlicher Vertrauensbeweis für mich, aber ich war aufgrund der praxisorientierten Studieninhalte auch optimal darauf vorbereitet. Nach und nach habe ich dann Aufgaben der Personalleitung übernommen und gemerkt, dass mir der Tätigkeitsbereich Personal- und Praxismanagement sehr viel Spaß macht und ich mich da auch weiterbilden möchte.

Meine täglichen Aufgaben: Arbeitszeiten- und Urlaubsplanung, Einarbeitung neuer Mitarbeitenden, Mitarbeitergespräche, Ausbildungsleitung der dual Studierenden, Praktikantenbetreuung, Rezeptionsmanagement, Planung von Bewerbungsgesprächen, Durchführung von Probearbeiten neuer Bewerber und bei Bedarf springe ich auch an der Rezeption ein.

Frau Neu, was sind Ihre aktuellen Aufgabenfelder als dual Studierende? 

Ella-Marie Neu: Ich habe zurzeit zwei große Aufgabenbereiche: Rezeption und Trainingsfläche. An der Rezeption bin ich etwa für Termine und Abrechnungen zuständig. Auf der Trainingsfläche arbeite ich mit den Kunden zusammen oder schließe Mitgliedschaften ab. Dabei helfen mir die betriebswirtschaftlichen und trainingswissenschaftlichen Studienmodule sehr – ich weiß immer, worauf ich achten muss. 

Was ich besonders toll finde: Ich kann als DHfPG-Studierende auch kostenfrei spezifische Zusatzqualifikationen und Trainerlizenzen an der BSA-Akademie, dem Schwesterunternehmen der DHfPG, erwerben. Beispielsweise kann ich mich dadurch auch explizit im eintägigen Workshop „Praxisorganisation in der Physiotherapie“ im Patienten-, Termin- und Rezeptmanagement weiterbilden.

Welche Vorteile sehen Sie gerade für Unternehmen der Gesundheitsbranche, wenn diese verstärkt auf dual Studierende setzen?

Stefan Schulz: Dass dual Studierende flexibel einsetzbar sind, ist ein absoluter Mehrwert. In der Physiotherapie gibt es viele verschiedene Aufgabenbereiche und jeder hat seine individuellen Stärken, die sich im Laufe des Studiums herauskristallisieren. Außerdem kann man aufgrund der festgelegten Termine der Studienmodule sehr gut planen.

Tabea Hardebusch: Das Gesundheitswesen ist im täglichen Wandel und es gibt ständig neue Erkenntnisse. Die DHfPG ist immer auf dem aktuellsten wissenschaftlichen Stand und dadurch können die Studierenden die neuen Ergebnisse in den Betrieb mitbringen und dort umsetzen. Daran wächst sowohl der Betrieb als auch der Studierende.


 

Über die Interviewpartner

Tabea Hardebusch folgte nach einem kurzen Ernährungswissenschaftsstudium ihrer besonderen Leidenschaft für Gesundheitsmanagement und fand in der myPhysio GmbH den optimalen Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber.

Ella-Marie Neu kam zunächst als Patientin in die Praxis und erfuhr dort, dass die myPhysio GmbH dual Studierende ausbildet. Anfang diesen Jahres startete sie mit dem dualen Bachelor-Studium Gesundheitsmanagement.  

Stefan Schulz, Inhaber und Geschäftsführer von myPhysio, gründete 2014 das Unternehmen mit mittlerweile insgesamt fünf Standorten in Köln und Bonn. Das Ziel des ehemalige Leistungssportlers: eine gute therapeutische Versorgung für jeden. 


 

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