Fitness, Gesundheit | Autor: Albert Busek |

Classic Bodybuilding: Thomas Schnelldorfer als Vorbild

Gut aussehen wollen die meisten Menschen. In erster Linie bezieht sich das jedoch auf Äußerlichkeiten wie Schuhe, Frisur und Kosmetika. 'Kleider machen Leute' heißt es schon im Volksmund. Der Körper darunter ist leider immer noch viel zu vielen Menschen deutlich weniger wichtig. Manche nehmen ihn erst bewusst wahr, wenn es irgendwo 'zwickt' oder beim Hautkontakt. Dabei ist mit zielgerichtetem Training und einem motivierenden Umfeld so viel mehr möglich. Bestes Beispiel dafür ist Thomas Schnelldorfer, der erst als 'Spätberufener' zum Wettkampf fand und es bis zum Weltmeister im Classic Bodybuilding brachte.

Thomas Schnelldorfer als Vorbild

Mit sehr geringem Aufwand an Zeit und Anstrengung kann jeder Mensch das Beste aus seinem Körper machen und seine Gesundheit und Lebensqualität in hohem Maße verbessern.

Kaum einem Menschen dürfte heute das riesige Angebot der Fitnessstudios und Vereine für Körpertraining und Fitness verborgen bleiben. Auch das Angebot an Fachlektüre ist so groß wie nie zuvor, sodass man sich selbst für ein Training zu Hause bestens ausstatten und sich darüber informieren kann.

Zudem gibt es Ausbildungsmöglichkeiten in allen Stufen und Modulen – von der 'Fitnesstrainer/in-B-Lizenz' bis zum Master-Studium Prävention und Gesundheitsmanagement.

Vom Kindes- bis zum hohen Seniorenalter werden im Studio oder beim Heimtraining für alle Menschen geeignete Programme hinsichtlich individueller Bedürfnisse und Zielsetzungen angeboten.


 


Zielsetzung ist entscheidend

Da bin ich beim Stichwort: Ziel! Ohne klare Zielsetzung sinkt die Effektivität beträchtlich ab und geht im ungünstigsten Falle sogar gegen Null, falls ungewollt sogar kontraproduktiv agiert wird.

Egal, welches Ziel man sich vornimmt, es sollte selbst bei sehr hohem eigenem Anspruch realistisch bleiben und sich nötigenfalls in mehreren Stufen erreichen lassen.

Je nach Anforderung kann man durch Fachlektüre oder einen versierten Trainer alle notwendigen Eckdaten und Kennzahlen in die Planung mit einbeziehen, wodurch die Ausarbeitung eines Gesamtplanes sich wesentlich genauer gestalten lässt.


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Langfristig denken und handeln

Als Faustregel gilt: Je schneller der Muskelzuwachs erfolgt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich bereits kürzeren Pausen schnell wieder zurückbildet. Je langfristiger der Muskelzuwachs geplant und in die Tat umgesetzt wird, desto stabiler wird die Muskulatur bei kleineren oder größeren Pausen (durch Beruf, Familie, Krankheit, Urlaub etc.) und desto schneller wird sie danach wieder den vorherigen Beststand erreichen.

Wer diese Stabilität einmal erlangt hat, reduziert die Gefahr erheblich, dass das Training nach einer Pause aus Frust gleich komplett abgebrochen wird.

Sich ein Ziel zu setzen ist nicht exklusiv Leistungssportlern und Wettkämpfern vorbehalten. Ich kenne viele sogenannte Breitensportler, die gezieltes Muskeltraining zwar nicht wettkampfmäßig betreiben, aber dennoch ihre persönlichen Grenzen ausloten wollen und dabei Wettkämpfern in Bezug auf die Form häufig in nichts nachstehen.

Die Voraussetzung ist ein Mindestmaß an Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen. Falls der eigene Antrieb weniger stark ausgeprägt ist, ist es entscheidend, sich ein positives Umfeld zu schaffen.

Ein oder mehrere Trainingspartner, echte Freunde und ein kompetenter Trainer, dem man bedingungslos vertraut, können die nötige Energie auch in schwierigen Fällen freisetzen.


 


Thomas Schnelldorfer als leuchtendes Beispiel

Wie weit dieses 'Freisetzen' gehen kann, zeigt die außergewöhnliche Entwicklung des heute 51-jährigen Polizeibeamten Thomas Schnelldorfer. Als 16-Jähriger absolvierte er 1985 sein erstes Training in meinem Sportcenter in München.

Seitdem ist das regelmäßige Workout ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. 15 Jahre lang trainierte er ambitioniert und mit großem Erfolg. Als 'Spätberufener' kam der Polizeibeamte erst mit 37 Jahren durch den legendären Eddi Derzapf aus Augsburg zum Wettkampfsport und blieb diesem bis heute höchst erfolgreich treu.

Erfolgreich im Wettkampf

Nach mehreren nationalen und internationalen Meistertiteln wurde Thomas Schnelldorfer 2018 in der Masterklasse 'Classic Bodybuilding' Weltmeister.

Wettkämpfe sieht Thomas Schnelldorfer eigentlich nur als 'Zwischenspurts' an einigen Wochen im Jahr, um sich zu motivieren und seine Grenzen auszuloten. Das Wichtigste für ihn ist, regelmäßig den 'Pump' zu spüren.

Motivation pur

Dazu sagt er: „Dieser Sport ist perfekt geeignet, um mich körperlich fit zu halten. Außerdem bietet er mir den nötigen Ausgleich zur Arbeit. Es macht mir immer noch unglaublich viel Spaß, ins Gym zu gehen und Eisen zu bewegen. Es gibt nicht viele Sportarten, die man erfolgreich bis ins Alter betreiben kann.“

Begonnen hat bei Thomas Schnelldorfer damals als Jugendlicher übrigens alles mit Liegestützsätzen neben dem Fußballtraining. Auch heute macht er sie noch gern – und ihn bei der Ausführung dieser Grundübung zu erleben, ist Motivation pur.


 

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