Ist Wasser gleich Wasser?

Ernährungsempfehlungen gibt es viele, doch was ist Fakt und was Fake? Diesmal geht es um Wasserqualität.
Lesezeit: 2 Minuten
Person in Sportkleidung hält eine durchsichtige Trinkflasche mit Wasser in der Hand, Oberkörper und Arm sind sichtbar.
Welche Rolle spielt die Wahl des Wassers beim Training?
Trainings- und Ernährungsempfehlungen gibt es viele, doch welche stimmen und was sind Mythen, denen man besser nicht glaubt? In der Artikelserie „Branche fragt – Wissenschaft antwortet“ klären Ernährungs- und Trainingsexperten auf und zeigen, was wirklich Fakt und was Fake ist.

Nach Sauerstoff ist Wasser (H2O) die wichtigste Verbindung für den menschlichen Körper. Ohne Wasser wird es nach drei Tagen für den Menschen lebensbedrohlich und daher ist es für den menschlichen Körper essenziell. Doch viele behaupten: Wasser ist gleich Wasser und es gibt keine Unterschiede. Aber stimmt das?

Die Qual der Wahl

Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Wasser im Handel zu kaufen. Eine der bekanntesten Sorten ist Tafelwasser. Dabei handelt es sich einfach um Trinkwasser, das keinen speziellen Anforderungen genügen muss. Leitungswasser kann daher zum Beispiel einfach in Flaschen abgefüllt und als Tafelwasser verkauft werden. 

Eine weitere Art ist Quellwasser. Es muss – wie der Name schon sagt – aus einer oder mehreren Quellen abgefüllt werden. Das Quellwasser muss dabei keinen Mindestgehalt an Mineralstoffen aufweisen, um als Quellwasser gehandelt zu werden. 

Kann mit Wasser der Mineralstoffbedarf gedeckt werden?

Auch Mineralwasser wird in vielen Supermärkten und von verschiedenen Marken angeboten. In diesem müssen je Liter mindestens 1000 Milligramm gelöste Mineralstoffe und 250 Milligramm freies Kohlendioxid enthalten sein. Bei der Aufbereitung von Mineralwasser dürfen nur bestimmte Verfahren, wie das Enteisen, das Entschwefeln und der Zusatz bzw. die Reduzierung von Kohlensäure, eingesetzt werden.

Gerade bei verschiedenen Mineralwässern bestehen daher deutliche Unterschiede. Bei den diversen Marken gibt es eine große Spannweite im Gehalt einiger Mineralstoffe, sodass manche z. B. auch als magnesium- oder kalziumreich ausgeschrieben werden. Trotzdem ist anzumerken, dass die meisten Mineralwässer nur einen sehr geringen Beitrag zur Deckung des Mineralstoffbedarfs beitragen.

Neben den bereits genannten Arten erhält insbesondere natriumarmes Wasser vermehrt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Oftmals wird argumentiert, dass die meisten Menschen zu viel Natrium über ihre Nahrung aufnehmen und deshalb die Natriumaufnahme über Wasser reduzieren sollen. Dabei ist vor allem natriumreiches Wasser für Sportler von großer Bedeutung, da sie den lebensnotwendigen Mineralstoff über den Schweiß verlieren und somit den Natriumverlust wieder über das Trinken während des Sports ausgleichen können. 

Genau andersherum verhält es sich beim Wasser zur Herstellung von Babynahrung. Dieses sollte natriumarm sein.

FAKE

Wasser ist nicht gleich Wasser! Laut Gesetzgeber gibt es klare Definitionen der verschiedenen Wasserarten und zusätzlich noch Unterschiede bei der Zusammensetzung der Mineralwässer. Außerdem kann je nach Lebenslage zum Beispiel ein natriumreiches oder auch ein natriumarmes Wasser sinvoll sein.

Diesen Artikel kannst du folgendermaßen zitieren:

Schwarz, N. (2025). Ist Wasser gleich Wasser?. fitness MANAGEMENT international, 3 (179), 108.

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